Brennstoffzellen gehen an Bord

Brennstoffzellen gehen an Bord

Siqens-forschungsschiff
MFC für maritime Anwendungen (Quelle: Siqens)

Brennstoffzellen gelten als Allround-Talente. Deswegen wird auch immer wieder der Einsatz im maritimen Sektor getestet. Bislang fehlte es hier jedoch an durchschlagenden Erfolgen. Trotzdem bemühen sich nach wie vor verschiedene Unternehmen darum, in diesem anspruchsvollen Anwendungsspektrum mit ihren Systemen Fuß zu fassen: Die Siqens GmbH erprobt beispielsweise derzeit ihre Hochtemperatur-Methanolbrennstoffzelle (HT-MFC) auf einem Segelschiff, während sunfire ihre bislang nur auf dem Land erprobte Festoxidbrennstoffzelle jetzt erstmals auch auf dem Wasser einsetzen möchte.

Siqens ist ein noch junges Unternehmen. Es wurde im Jahr 2012 gegründet und verspricht, ab dem Jahr 2017 marktreife Brennstoffzellensysteme anbieten zu können. Im Mittelpunkt seiner Aktivitäten steht derzeit der Energiewandler Ecoport 800, eine methanolbetriebene Brennstoffzelle, die mit jeweils 20 l Kraftstoff für 48 Stunden eine Leistung von 800 W liefert. Konzipiert ist das System für verschiedenste Anwendungsmöglichkeiten – von wetterunabhängigen APU-Systemen in Wohnmobilen, Segelbooten und Freizeithütten über Range Extender bis hin zu unabhängigen Stromversorgungssystemen in der Industrie.

Während der Sail 2015 präsentierte Siqens im August zusammen mit dem ttz Bremerhaven sowie dem dänischen Membranhersteller Danish Power Systems (DPS) ein Segelschiff, die MHD Marleen, auf der ein Vorserienmodell der Ecoport 800 zusammen mit einem Akku als Zwischenspeicher installiert ist.

Der Schiffseigentümer Hermann Behrens berichtete HZwei, sein Ziel sei, das unverdünnte Methanol zukünftig nicht nur für die Brennstoffzelle, sondern auch für den Verbrennungsmotor zu verwenden. Die Leitungen dafür lägen schon bereit und der Dieselmotor sei durchaus für Methanol geeignet, so Behrens. Parallel dazu bemüht er sich um den Kraftstoffnachschub. Dafür favorisiere er Methanolabfüllstationen, wie es sie seinen Ausführungen zufolge in China bereits gibt, da eine derartige Versorgung sehr viel günstiger sei als eine Befüllung mit Methanolkanistern. Entsprechende Gespräche mit Reedern und Yacht-Besitzern werden bereits geführt.

Behrens zeigte sich zuversichtlich, dass sowohl die weitere Umrüstung seines Bootes als auch die noch kommenden Gespräche positiv verlaufen, so dass dann anschließend die eingesetzte Technik auch beispielsweise in Lkw Einzug halten könne. Da der Einsatz von Brennstoffzellen in Schiffen seinen Worten zufolge „die schwierigste Anwendung ist“, könnten später auch andere Bereiche von dieser Entwicklung profitieren.

sunfire geht im Vergleich dazu mit deutlich leistungsstärkeren Systemen auf See. Das Dresdner Unternehmen lieferte jetzt im August wie geplant eines seiner SOFC-Aggregate an ThyssenKrupp Marine Systems aus (s. HZwei-Heft Okt. 2014). Das Hochtemperatur-Brennstoffzellenmodul, das jetzt 50 kW, und nicht wie ursprünglich vorgesehen 40 kW, aufweist, wird im Rahmen des Projekts SchiffsIntegration BrennstoffZelle (SchIBZ) innerhalb des NIP-Leuchtturmvorhabens e4ships zunächst an Land in Betrieb genommen und dann im Jahr 2016 auf See in dem Frachtschiff MS Forester der Reederei Braren erprobt. Dort soll es 25 bis 50 Prozent der Bordstromversorgung übernehmen. Als Brennstoff kommt schwefelarmer Dieselkraftstoff zum Einsatz.

Weltumrundung mit Solar-Wasserstoff

Energy Observer: Weltumrundung mit Solar-Wasserstoff

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Katamaran mit sauberem Antrieb, © Energy Observer

Seit diesem Sommer läuft die Weltumfahrung des Solar-Wind-Wasserstoff-Katamarans Energy Observer. Fast vier Jahre haben die Vorbereitungsmaßnahmen gedauert, bis im Juli 2017 die Schiffstaufe und der offizielle Start erfolgen konnten. Während ihrer insgesamt sechs Jahre dauernden Reise in rund 50 Länder wollen die Initiatoren über erneuerbare Energien informieren, nachhaltige Technologie präsentieren und deren Potential demonstrieren. Im Mittelpunkt steht dabei die Energieautonomie.

Die Idee für dieses Vorhaben kam im Jahr 2013 von Frédéric Dahirel, der Victorien Erussard auf die Konstruktion eines Solarkatamarans ansprach. Erussard, Marineoffizier und Wettkampfsegler, kaufte daraufhin gemeinsam mit Jérome Delafosse für 500.000 Euro ein ehemaliges Segelrennboot, das 1994 die Jules Verne Trophy gewonnen hatte, und stellte eine Mannschaft zusammen.

link-to-hzwei-web

Sonne, Wind und Wasserstoff

Zu den ersten Aufgaben der Mannschaft zählte es, aus dem Segelrennboot in Saint-Malo, Frankreich, einen Solarkatamaran zu machen. Dafür wurde der ursprünglich 24,4 m lange und 12,8 m breite Doppelrumpf auf 30,5 m gestreckt und anstelle des Segels mit Photovoltaikmodulen, Windturbinen und einem Elektrolyseur plus Brennstoffzellensystem ausgestattet.

Neben den 130 m2 Solarzellen (21 kW) verfügt das 30 Tonnen schwere Schiff über zwei senkrechte Windturbinen mit jeweils 1 kW sowie einen Kite-Schirm. Der Lenkdrachen soll sowohl den Energiebedarf reduzieren als auch – bei optimaler Ausrichtung – die beiden 41-kW-Elektromotoren in Stromgeneratoren umwandeln. Mit Hilfe des selbst erzeugten Ökostroms wird dann an Bord per Elektrolyse Wasserstoff (4 Nm3/h) aus Salzwasser hergestellt. Dafür wurde zusätzlich extra eine auf Umkehrosmose basierende Entsalzungsanlage an Bord installiert.

Eine Reise für die Zukunft

Erstmals zu Wasser gelassen wurde das umgebaute Boot am 14. April 2017. Kapitän Victorien Erussard erschien allerdings erst kurz vorm Stapellauf, weil am selben Tag sein zweiter Sohn das Licht der Welt erblickte. Erussard sagte: „Das Boot zu sehen, das zum ersten Mal das Wasser berührt, ist so ein tolles Gefühl! Ab jetzt werden wir alle diese neuen Technologien testen – vor allem den Elektrolyseur und die Brennstoffzelle.“ Expeditionsleiter Delafosse ergänzte: „Es ist ein einzigartiger Moment mit tollen Emotionen. Dieser Start ist der Beginn unserer Odyssee für die Zukunft.“

„Dieses Projekt spiegelt die notwendigen Veränderungen weltweit wider.“

Nicolas Hulot, Paten vom Energy Observer

Von ihrem Heimathafen in der Bretagne brachen Dahirel und Erussard am 26. Juni 2017 um 8 Uhr in Richtung Paris auf. Am 4. Juli erreichten die Abenteurer die französische Hauptstadt, wo die Energy Observer zwei Tage später von ihren Paten, dem Energiewende-Minister Nicolas Hulot sowie CEA-Liten Generaldirektorin Florence Lambert, getauft wurde. Außerdem waren die Bürgermeisterin von Paris Anne Hidalgo und Bertrand Piccard, Abenteurer und Präsident der Solar Impulse Foundation, zugegen.

Der Pariser Zwischenstopp von Energy Observer dauerte bis zum 15. Juli, gefolgt von einer weiteren Station in Boulogne sur Mer, bevor das Schiff nochmals „wegen einer kurzen Reparatur“ – wie es seitens der Organisatoren hieß – den Heimathafen ansteuerte. Ende August ging es im Rahmen der „Tour de France“ weiter nach Cherbourg-en-Cotentin, Nantes und Bordeaux. Anschließend soll es ins Mittelmeer gehen. Eine mögliche Station ist auch Hamburg, allerdings wohl erst 2019. Während der gesamten Fahrt, die von der ersten Minute an live im Internet über online-trecking nachvollzogen werden kann, sind insgesamt über 100 Stopps vorgesehen.

Bertrand Piccard

Vorbild des Energy Observers ist die Weltumrundung von Bertrand Piccard und André Borschberg in ihrem Elektroflugzeug Solar Impulse 2 (ca. 17.000 Solarzellen, vier Elektromotoren, Spannweite: 72 m, Fluggeschwindigkeit: 48 km/h). Die beiden Abenteurer waren im März 2015 in Abu Dhabi gestartet und am 26. Juli 2016 wieder in der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate gelandet. Die reine Flugzeit für die mehr als 40.000 Kilometer betrug knapp 510 Stunden, wobei das Flugzeug allein von Solarenergie angetrieben wurde. Die lange Projektlaufzeit war einem Akku-Defekt geschuldet, der eine neunmonatige Pause notwendig gemacht hatte. Trotzdem gratulierte der damalige Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon den beiden mit den Worten: „Das ist ein historischer Tag.“ Piccard beende zwar seine Reise, so Ban, aber dies sei erst der Anfang für eine nachhaltige Welt gewesen.

www.energy-observer.org

http://energyobserver.geovoile.com/tourdumonde/2017/tracker/?lg=en

Die ersten Förderbescheide der Bundesregierung für E-Busse

Tatsächlich hat der geschäftsführende Bundesverkehrsminister Christian Schmidt (CSU) in dieser Woche die ersten 60 Förderbescheide über insgesamt zwölf Millionen Euro an Kommunen übergeben, damit die Sofortmaßnahmen zur Verbesserung der Luftqualität beginnen können.

Flensburg sollte sofort Anträge, für saubere Busse, in Berlin stellen.

Hier sehen Sie einen Hyundai H2 e-Bus.

Schon 2016 hätten mit überschüssiger Windkraft 600.000 E-Fahrzeuge je 10.000 Kilometer fahren können

VON BERNWARD JANZING            TAZ Artikel vom 18.11.2017

Lange Ladezeiten, kurze Reichweiten, teure Batterien – dem Elektroauto werden viele Mankos nachgesagt. Doch nicht alle erweisen sich bei genauer Betrachtung als stichhaltig. Umgekehrt gibt es zugleich Herausforderungen, über die wenig gesprochen wird – und die könnten am Ende das größere Problem sein. Die Ladezeit zum Beispiel dürfte die Technik kaum hemmen, denn sie ist weniger relevant als es vordergründig scheint. Anders als Benziner wird man die E-Fahrzeuge nämlich in der Regel dann tanken, wenn sie ohnehin parken – und das tut ein durchschnittlicher Pkw 23 Stunden am Tag.
Auch die Reichweiten, nach Firmenangaben zwischen 100 und über 500 Kilometern (Modell Tesla S), sind kein Problem, wenn man einen neuen Umgang mit der Mobilität findet – und zwar auf Basis von Mietsystemen. Dann wählt der Fahrer je nach Bedürfnis das passende Gefährt, und für die meisten Fahrten reicht das Batteriefahrzeug aus. Entsprechend bestätigt der Bundesverband Carsharing: „Die Reichweitenbegrenzung der Elektrofahrzeuge stellt im Carsharing-Einsatz kein Hemmnis dar.“

Ein viel relevanteres Hemmnis könnte aber das bislang fehlende Geschäftsmodell für Tankstellen sein: „Mit öffentlichen Ladesäulen für Elektroautos lässt sich derzeit noch kein Geld verdienen, da bisher zu wenige Fahrzeuge auf der Straße sind“, sagt Stefan Kapferer, Chef des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft. Nur aus Imagegründen (etwa auf einem Firmenparkplatz) oder zur direkten Kundenwerbung (etwa vor einem Hotel) lassen die Säulen sich derzeit kalkulieren.

Auf Dauer wird man für Tankstellen eine Vollkostenrechnung anstellen müssen

Steigt jedoch die Zahl der Elektroautos, sodass die Ladestationen ausreichend frequentiert werden, kommen auf die Netze große Herausforderungen zu. Für eine Schnellladung sind mindestens 22 Kilowatt nötig, diskutiert werden in der Branche gar Ladeleistungen bis 350 Kilowatt. Dafür müssen Trafostationen aufgerüstet, und Netze ausgebaut werden. Die Kosten wird die Stromwirtschaft an die Autofahrer weitergeben müssen. Ob diese jedoch bereit sein werden, das zu bezahlen? Bislang wird der Fahrstrom zumeist noch zum Haushaltstarif verkauft, alles andere gilt am Markt als noch nicht durchsetzbar. Doch auf Dauer wird man für die Tankstellen eine Vollkostenrechnung anstellen müssen. Die Nationale Plattform Elektromobilität geht davon aus, dass der Kunde bereit sein muss, „pro Ladung einen Preisaufschlag von 1,50 bis 2 Euro zu den einfachen Stromkosten zu tragen“, beziehungsweise „ein zeitbasiertes und Ladetechnik-abhängiges Preismodell zu akzeptieren“.

Gerade der letzte Punkt ist für die ökonomische Betrachtung wichtig, denn der Zeitwert von Strom schwankt erheblich, wie der Spotmarkt der Strombörse zeigt. Bislang reichen die Versorger die Preisschwankungen nicht an Privatkunden weiter, doch bei hohen Ladeleistungen werden sie sich das kaum mehr leisten können. Spontanes Tanken kann dann teuer werden. Fraglich ist, ob die Fahrer das akzeptieren werden.

So lenkt der Druck, auf Ladetermine zu achten, den Blick auf eine Alternative zur Batterie, die das alles nicht braucht; auf Elektroautos, die mit Wasserstoff betankt werden. Sie erzeugen den notwendigen Strom erst an Bord in einer Brennstoffzelle. Der Wasserstoff kann jeweils dann erzeugt und gespeichert werden, wenn Strom aus erneuerbaren Quellen im Überfluss vorhanden ist. Damit stabilisiert die Mobilität das Netz gar, statt es zu belasten.

Große Strommengen stünden zur Verfügung: 2016 wurden in Deutschland 3,7 Milliarden Kilowattstunden aus erneuerbaren Energien nicht erzeugt, weil das Netz den Strom nicht aufnehmen konnte. Vor allem Windkraftanlagen wurden abgeregelt. Die verlorene Strommenge hätte genug Treibstoff ergeben, um mehr als 600.000 Pkw für jeweils 10.000 Kilometer mit Wasserstoff zu betanken. Die entsprechenden Fahrzeuge gibt es bereits. Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) in Freiburg hat aktuell drei in Gebrauch, einen Mercedes der B-Klasse, einen Toyota Mirai, einen Hyundai ix35. Christopher Hebling, Bereichsleiter Wasserstofftechnologien, sieht die Technik auf einem guten Weg: „Die Fahrzeuge sind ohne Einschränkungen alltagstauglich.“ In drei Minuten sind sie vollgetankt, ihre Reichweite liegt bei bis zu 600 Kilometern. Die Betreibergesellschaft H2 Mobility Deutschland, hinter der Firmen wie Air Liquide, Daimler, Linde, OMV, Shell und Total stehen, will bis 2019 in Deutschland 100 Tankstellen aufbauen. Zeitgleich entstehen aber auch allenthalben Ladesäulen für Batteriefahrzeuge. Ob diese doppelte Infrastruktur nicht am Ende Investitionsruinen hinterlässt? Wissenschaftler Hebling sieht das gelassen: „Beide Technologien werden nebeneinander existieren können.“ Zumal die Investitionskosten überschaubar seien: „1.000 Wasserstofftankstellen kosten so viel, wie 50 Kilometer Autobahn.“ So dürften Batterie und Brennstoffzelle künftig im Wettbewerb stehen – wie heute Benziner und Diesel.

VON BERNWARD JANZINGLange Ladezeiten, kurze Reichweiten, teure Batterien – dem Elektroauto werden viele Mankos nachgesagt. Doch nicht alle erweisen sich bei genauer Betrachtung als stichhaltig. Umgekehrt gibt es zugleich Herausforderungen, über die wenig gesprochen wird – und die könnten am Ende das größere Problem sein. Die Ladezeit zum Beispiel dürfte die Technik kaum hemmen, denn sie ist weniger relevant als es vordergründig scheint. Anders als Benziner wird man die E-Fahrzeuge nämlich in der Regel dann tanken, wenn sie ohnehin parken – und das tut ein durchschnittlicher Pkw 23 Stunden am Tag.
Auch die Reichweiten, nach Firmenangaben zwischen 100 und über 500 Kilometern (Modell Tesla S), sind kein Problem, wenn man einen neuen Umgang mit der Mobilität findet – und zwar auf Basis von Mietsystemen. Dann wählt der Fahrer je nach Bedürfnis das passende Gefährt, und für die meisten Fahrten reicht das Batteriefahrzeug aus. Entsprechend bestätigt der Bundesverband Carsharing: „Die Reichweitenbegrenzung der Elektrofahrzeuge stellt im Carsharing-Einsatz kein Hemmnis dar.“

Ein viel relevanteres Hemmnis könnte aber das bislang fehlende Geschäftsmodell für Tankstellen sein: „Mit öffentlichen Ladesäulen für Elektroautos lässt sich derzeit noch kein Geld verdienen, da bisher zu wenige Fahrzeuge auf der Straße sind“, sagt Stefan Kapferer, Chef des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft. Nur aus Imagegründen (etwa auf einem Firmenparkplatz) oder zur direkten Kundenwerbung (etwa vor einem Hotel) lassen die Säulen sich derzeit kalkulieren.

Auf Dauer wird man für Tankstellen eine Vollkostenrechnung anstellen müssen

Steigt jedoch die Zahl der Elektroautos, sodass die Ladestationen ausreichend frequentiert werden, kommen auf die Netze große Herausforderungen zu. Für eine Schnellladung sind mindestens 22 Kilowatt nötig, diskutiert werden in der Branche gar Ladeleistungen bis 350 Kilowatt. Dafür müssen Trafostationen aufgerüstet, und Netze ausgebaut werden. Die Kosten wird die Stromwirtschaft an die Autofahrer weitergeben müssen. Ob diese jedoch bereit sein werden, das zu bezahlen? Bislang wird der Fahrstrom zumeist noch zum Haushaltstarif verkauft, alles andere gilt am Markt als noch nicht durchsetzbar. Doch auf Dauer wird man für die Tankstellen eine Vollkostenrechnung anstellen müssen. Die Nationale Plattform Elektromobilität geht davon aus, dass der Kunde bereit sein muss, „pro Ladung einen Preisaufschlag von 1,50 bis 2 Euro zu den einfachen Stromkosten zu tragen“, beziehungsweise „ein zeitbasiertes und Ladetechnik-abhängiges Preismodell zu akzeptieren“.

Gerade der letzte Punkt ist für die ökonomische Betrachtung wichtig, denn der Zeitwert von Strom schwankt erheblich, wie der Spotmarkt der Strombörse zeigt. Bislang reichen die Versorger die Preisschwankungen nicht an Privatkunden weiter, doch bei hohen Ladeleistungen werden sie sich das kaum mehr leisten können. Spontanes Tanken kann dann teuer werden. Fraglich ist, ob die Fahrer das akzeptieren werden.

So lenkt der Druck, auf Ladetermine zu achten, den Blick auf eine Alternative zur Batterie, die das alles nicht braucht; auf Elektroautos, die mit Wasserstoff betankt werden. Sie erzeugen den notwendigen Strom erst an Bord in einer Brennstoffzelle. Der Wasserstoff kann jeweils dann erzeugt und gespeichert werden, wenn Strom aus erneuerbaren Quellen im Überfluss vorhanden ist. Damit stabilisiert die Mobilität das Netz gar, statt es zu belasten.

Große Strommengen stünden zur Verfügung: 2016 wurden in Deutschland 3,7 Milliarden Kilowattstunden aus erneuerbaren Energien nicht erzeugt, weil das Netz den Strom nicht aufnehmen konnte. Vor allem Windkraftanlagen wurden abgeregelt. Die verlorene Strommenge hätte genug Treibstoff ergeben, um mehr als 600.000 Pkw für jeweils 10.000 Kilometer mit Wasserstoff zu betanken. Die entsprechenden Fahrzeuge gibt es bereits. Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) in Freiburg hat aktuell drei in Gebrauch, einen Mercedes der B-Klasse, einen Toyota Mirai, einen Hyundai ix35. Christopher Hebling, Bereichsleiter Wasserstofftechnologien, sieht die Technik auf einem guten Weg: „Die Fahrzeuge sind ohne Einschränkungen alltagstauglich.“ In drei Minuten sind sie vollgetankt, ihre Reichweite liegt bei bis zu 600 Kilometern. Die Betreibergesellschaft H2 Mobility Deutschland, hinter der Firmen wie Air Liquide, Daimler, Linde, OMV, Shell und Total stehen, will bis 2019 in Deutschland 100 Tankstellen aufbauen. Zeitgleich entstehen aber auch allenthalben Ladesäulen für Batteriefahrzeuge. Ob diese doppelte Infrastruktur nicht am Ende Investitionsruinen hinterlässt? Wissenschaftler Hebling sieht das gelassen: „Beide Technologien werden nebeneinander existieren können.“ Zumal die Investitionskosten überschaubar seien: „1.000 Wasserstofftankstellen kosten so viel, wie 50 Kilometer Autobahn.“ So dürften Batterie und Brennstoffzelle künftig im Wettbewerb stehen – wie heute Benziner und Diesel.

„In der Stadt benötigen wir kein privates Auto“

Interview mit Verkehrsexperten „In der Stadt benötigen wir kein privates Auto“ Berlin –

Wenn Christian Hochfeld aus seinem Bürofenster im Zentrum Berlins schaut, sieht er nicht nur die Museumsinsel, sondern auch Schiffe, Radfahrer und die S-Bahn, aber keine Autos.
Das hat etwas Visionäres:
Denn der Chef der Denkfabrik Agora Verkehrswende plädiert für einen radikalen Umbau der Städte, der den Autoverkehr erheblich beschränken soll. 
Daneben setzt er auf Elektromobilität, die durch schärfere Grenzwerte für Verbrennungsmotoren gefördert werden soll. Herr Hochfeld, wann sind Sie zuletzt mit einem Elektroauto gefahren?
Christian Hochfeld: Bei einem Termin im bayerischen Wirtschaftsministerium wurde ich vor einigen Tagen mit dem Elektrofahrzeug des Ministeriums am Flughafen abgeholt – es war ein Fahrzeug eines bayerischen Herstellers.
 In dem Fall war ich zwar nur Beifahrer, ich habe aber auch schon häufig selbst hinterm Steuer eines E-Autos gesessen.
Aber Sie sind noch nicht soweit, sich privat ein Elektroauto zu kaufen?
Genau genommen bin ich nicht mehr so weit.
Der Kauf eines Neuwagens ist nämlich für mich nicht mehr unbedingt eine Option.
Ich baue darauf, dass Carsharing und der öffentliche Nahverkehr plus Fahrrad gerade hier in Berlin es möglich machen, auch als Familie kein eigenes Auto mehr zu brauchen.
Für das Fahren in der Stadt benötigen wir definitiv kein privates Auto, also auch kein Elektroauto, zumal in dem Viertel in dem wir wohnen, die Lade Möglichkeiten noch beschränkt sind.
Aber sie sind davon überzeugt, dass Sie eines Tages ein regelmäßiger Nutzer von E-Autos werden?
Das bin ich jetzt schon.
In Berlin haben schon mehrere Carsharing-Anbieter E-Autos in der Flotte. 
Die nutze ich recht intensiv. Und ich gehe davon aus, dass gerade in den Carsharing Flotten die Zahl der Elektroautos rasch steigen wird.
Wenn Sie jetzt eine Agenda für eine Verkehrswende aufstellen müssten, wäre das Elektroauto der Fixpunkt um den herum alles andere konzipiert wird?
Das E-Auto ist ein Fixpunkt, aber nicht der einzige:
Beim Ersetzen der fossilen Energieträger Benzin und Diesel durch Erneuerbare, insbesondere durch Strom aus Wind und Sonne, spielt die Elektromobilität zwar die zentrale Rolle; sie ist bei Pkw, Bussen und kleinen Lkw die energie- und kosten effizienteste Lösung, um diese Fahrzeuge klimaneutral zu bewegen.
Dies allein wird uns aber nicht zu einem klimaneutralen Verkehr bringen.
Christian Hochfeld sagt: „Ich baue darauf, dass Carsharing und der öffentliche Nahverkehr plus Fahrrad gerade hier in Berlin es möglich machen, auch als Familie kein eigenes Auto mehr zu brauchen.“
Was brauchen wir noch? Das, was wir Mobilitätswende nennen: die Vermeidung, Verlagerung und Verbesserung von Verkehr.
Auch Verhaltensänderungen sind nötig, um den Energiebedarf so weit zu reduzieren, dass wir den Restenergiebedarf des Verkehrs durch Erneuerbare abdecken können.
Diese Verhaltensänderungen können durch die Digitalisierung erleichtert werden, ohne die Mobilität des Einzelnen einzuschränken.
Sie wollen also zwei sehr dicke Bretter bohren.
Welches ist das dickere von beiden? Die Mobilitätswende.
Sie ist seit 30, 40 Jahren fast schon gesellschaftlicher Konsens.
Niemand bestreitet, dass Vermeidung und Verlagerung auf umweltfreundliche Verkehrsträger der richtige Weg ist.
Trotzdem sind wir kaum voran gekommen. Was wir hier in den nächsten Jahren nicht schaffen, müssen wir durch ein Mehr beim Ersatz der fossilen Treibstoffe ausgleichen.
Das ist die teurere Option, um die Klimaschutzziele zu erreichen, die darauf hinauslaufen, dass der Verkehr 2050 komplett ohne fossile Energie funktionieren muss. Ihre Mobilitätswende ist doch im Grunde ein großangelegter Umbau der Städte.
Wie lange dauert so etwas? Das ist ein Generationenprojekt.
Die Verkehrswende ist komplexer als die Energiewende, für die nur geringfügige Verhaltensveränderungen nötig sind; der Strom kommt ja immer noch aus der Steckdose.
Der Verkehr dagegen muss sich grundlegend ändern.
Wir werden in Zukunft mehrere Verkehrsträger vernetzt nutzen und nicht mehr nur das eigene Auto einsetzen.
Wir sind dabei noch viel mehr auf die Akzeptanz in der Bevölkerung angewiesen. Wer soll das angehen? Kommunal-, Landes- und Bundespolitiker schieben die Verantwortung gerne hin und her.
 Ich teile die Beobachtung, was die Zersplitterung der Zuständigkeiten angeht.
Wir müssen klären, wer auf der Bundesebene die Städte in die Lage versetzt, ihre Verkehrssysteme umzubauen. 
Die Städte können die großen Gewinner der Verkehrswende sein. Da tut sich in vielen europäischen Metropolen bereits sehr viel. Warum? Weil der Umbau des Verkehrssystems die Lebensqualität erheblich steigert.
Die Städte erzielen dadurch Vorteile im Wettbewerb um neue Einwohner und steigern so ihre Wirtschaftskraft.
Diese Zusammenhänge sind in Deutschland noch nicht überall im Bewusstsein. Es gibt auch noch andere ökonomische Vorteile: Raum, den Sie nicht mehr für parkende Autos benötigen, können sie anders nutzen – für Rad- und Fußwege oder beispielsweise für den Einzelhandel. Denken Sie nur an die vielen Parkhaus-Immobilien, die in einer Stadt wie Berlin überflüssig würden. Wie würde Ihr Fünf-Punkte-Programm aussehen, wenn Sie Verkehrsminister wären? Würden Sie auch Einfahrtsverbote für Innenstädte erlassen? Ein Einfahrtsverbot beziehungsweise die blaue Plakette für Dieselautos ist ein Instrument, um schnell die EU-Grenzwerte für die Luftqualität einhalten zu können. Die blaue Plakette brauchen wir deshalb. Aber damit ist das Verkehrssystem noch nicht umgebaut. Dafür benö- tigen wir mehr ÖPNV, mehr Radverkehr und die Einsicht, dass das Carsharing-Auto Teil eines Mobilitätsverbundes wird. Das alles brauchen wir sehr bald. Die OECD hat am Beispiel Lissabon nachgewiesen, dass durch Carsharing und Mitfahrgelegenheiten mittels autonomer Pkw die Fahrzeugflotte um 90 Prozent verringert werden kann – ohne Mobilitätseinschränkung für die Bevölkerung. Die positiven Effekte mit weniger Flächenverbrauch, weniger Lärm und sauberer Luft wären also immens. In konkrete Politik übersetzt: Förderprogramme für Carsharing? Ein Carsharing-Gesetz ist in Vorbereitung, und das ist erst mal gut so. Es ist allerdings zu befürchten, dass es keine bundeseinheitliche Regelung geben wird und die Umsetzung dadurch erschwert und verzögert wird.
Welche Rolle spielen die deutschen Autobauer? Haben die inzwischen erkannt, wie grundlegend der Wandel sein wird? Ja, ich habe den Eindruck, dass die Botschaft inzwischen angekommen ist. Aber es ist nicht der richtige Zeitpunkt, Autobauern blind zu vertrauen. Durch den Dieselskandal haben sie viel Vertrauen verspielt. Im Übrigen dürfen wir uns nicht allein von den Geschäftsmodellen der Automobilhersteller abhängig machen. Die Politik muss Rahmenbedingungen schaffen, damit aus dem Elektro-Hype eine Strategie wird und wir den Verkehr zügig klimaneutral gestalten. Welche Rahmenbedingungen fordern Sie? Die Bundesregierung sollte sich zum Beispiel möglichst schnell auf europäischer Ebene für sehr anspruchsvolle CO2 -Flottengrenzwerte einsetzen und diese nicht ausbremsen. Die Grenzwerte sind ein Schlüsselinstrument, um den Umstieg auf neue Technologien voranzutreiben. Das bedeutet, verschärfte Werte unter den 95 Gramm pro Kilometer, die von 2021 gelten? Genau. Nach 2021 müssen neue Grenzwerte für 2025 und 2030 festgelegt werden. Umweltschützer fordern 60 Gramm für 2030. Reicht Ihnen das? In diese Richtung müssen wir gehen. Ich halte es aber vor dem Hintergrund der rasanten technologischen Entwicklung für möglich, dass wir anspruchsvollere Werte festlegen können. Die Trends in anderen großen Automobilmärkten, vorneweg China, zeigen, wohin die Reise geht. Bei der Diskussion über neue Mobilität fällt die Eisenbahn oft hinten runter. Wie sehen Sie die Aufgabe des Schienenverkehrs? Der Schienenverkehr ist wichtig für die Dekarbonisierung des Verkehrssektors, da er einen hohen Effizienzvorteil hat. Ein Stahlrad auf einer Stahlschiene hat einen verdammt niedrigen Rollwiderstand im Vergleich zu einem Gummireifen auf Asphalt. Deshalb müssen wir das maximale aus der Schiene herausholen. Notwendig ist das vor allem beim Güterverkehr, der Anteil der Schiene am gesamten Güterverkehr muss auf etwa 30 bis 35 Prozent verdoppelt werden.
Was muss die Politik dafür tun? Sie muss dafür sorgen, dass die Preise für die Nutzung der Schienentrassen im Vergleich zu anderen Verkehrsträgern sinken. Außerdem muss sie den Wettbewerb auf der Schiene fördern; es gibt viele Anbieter, die gerne mehr Güter mit der Bahn transportieren würden. Und schließlich würde die konsequente Bekämpfung des Sozialdumpings beim Gütertransport auf der Straße sofort die Konkurrenzfähigkeit des Schienentransports stärken. Wenn man auf den Personenverkehr schaut, dann wirkt es absurd, dass viele Zugverbindungen in Europa – etwa von Deutschland nach Italien – praktisch nicht möglich sind. Da braucht man nicht lange drum herum zu reden: Es ist wirklich absurd, dass viele Zugverbindungen regelmäßig gar nicht mehr angeboten werden. Ein Grund dafür sind auch die niedrigen Preise im Flugverkehr. Die durch hohe Subventionen wie etwa Steuerfreiheit für Kerosin möglich sind. Genau. Umso wichtiger ist es, dass auch der Luftverkehr in Zukunft klimaneutral wird. Dafür reichen die politischen Rahmenbedingungen noch längst nicht aus. Gilt das auch für die Subventionen für Dieselkraftstoff? Klimaschutz im Verkehr muss so effizient wie möglich laufen. Wenn man an der Subvention für Dieselkraftstoff festhält, wird der Umstieg auf Erneuerbare erschwert. – Quelle: http://www.berliner-zeitung.de/25362056 ©2017

Elektromobilität – Konzept Brennstoffzelle – eine Alternative zum Akku – oder sowohl als auch?

Einladung

H2 Toyota Mirai ist zu besichtigen

zur Informationsveranstaltung zum Thema
Elektromobilität – Konzept Brennstoffzelle
– eine Alternative zum Akku – oder sowohl als auch?
30. November 2017
in der Aula der Glücksburger Grundschule, Beginn: 19 Uhr.

Mit Vorträgen und Informationen zu den Möglichkeiten des Einsatzes
der Brennstoffzelle als Stromerzeuger für Elektromotoren
– das techn. Prinzip, Erfahrungen, Infrastruktur und Kosten.

Die Wasserstoff-Brennstoffzelle als Stromerzeuger für den Betrieb
eines E-Motors und damit eines Fahrtzeugs ist sicherlich
eine Alternative zum Akku als Speichermedium – vielleicht sogar
mehr.
Vor der Veranstaltung ist die Besichtigung eines Brennstoffzellen-Autos
möglich.
Es laden herzlich ein:
Glücksburger Zukunft-Forum und
Verein „EES – Erneuerbare Energie und Speicher Flensburg
e.V.“

Wasserstoff für die Mobilität

Home Navigationspfeil Wasserstoff – Mobil

Wasserstoff für die Mobilität

Schleswig-Holstein ist nicht dabei

Erster Brennstoffzellen-Personenzug von Alstom

Auf der Teststrecke in Deutschland fährt der H2-Zug mit 80 km/h, in Tschechien mit 140 km/h. Der für die Fahrten verwendete Wasserstoff ist ein Abfallprodukt eines industriellen Prozesses. Alstom hat bereits Absichtserklärungen zum Kauf von 60 Zügen mit den Bundesländern Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und dem hessischen Aufgaben
träger Rhein-Main-Verkehrsverbund unterzeichnet.

Wenn ein LKW heute mit 1000 PS durch H2 betrieben wird, so kann auch eine große e-Lok mit genügend Energie aus einer Brennstoffzelle bedient werden. Mit 4000 PS kann die E-Lok leicht die Züge bewegen.Hinzu käme das die Lok´s nicht mehr gegen 2 Dieselloks ausgetauscht werden müssen. Ganz nebenbei fahren dann die Züge mit Windenergie aus der Region.    Saubere Sache

 

Pressemitteilung des Deutschen Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Verbands e. V.: ‚In spätestens dreißig Jahren wird der Verbrennungsmotor den Weg gegangen sein, den Dampfmaschine und Petroleumlampe gegangen sind. Wenn die deutsche Autoindustrie nicht den gleichen Weg gehen will, muss sie heute das Ruder herumreißen. Dass so gut wie niemand dies öffentlich zu sagen wagt, obwohl alle maßgeblichen Leute es wissen – das ist der wahre Skandal.‘ – DWV, 18.10.2017

H2-Tankstellen langfristig günstiger als E-Ladesäulen

Der teure Aufbau einer Tankstellen-Infrastruktur gilt als Haupthindernis für einen Siegeszug des Brennstoffzellenautos. Eine Studie belegt jetzt aber, dass sie langfristig billiger wäre als ein Ladesäulen-Netz für Batterie-Fahrzeuge – n-tv.de, 19.10.2017

Emissionsfreies Fahrzeug mit längeren Reichweiten

E-Fahrzeug mit batterieelektrischem Antrieb und Brennstoffzelle, auch für Verteiler-Lkw und Busse – logistra.de, 17.8.2017

► Nikola Motor und Bosch bringen H2-Lkw auf die Straße – Electrive.net, 20.9.2017

Vergleichende Infrastrukturanalyse

für das Betanken von Wasserstoff-Brennstoffzellen-Fahrzeugen und das elektrische Laden von Batterie-Fahrzeugen – Studie des Forschungszentrums Jülich im Auftrag der H2 MOBILITY Deutschland GmbH & Co. KG

H2-Pipelinenetz ist bezahlbar

Ein H2-Pipelinenetz zur Versorgung von 75 % des deutschen Straßenverkehrs – Hydrogeit, 9.8.2017

Emissionsfreie Mobilität mit Wasserstoff

Tillmetz_Portraet_150.jpg

► Vortrag von Prof. Dr. Werner Tillmetz, Rathaus Stuttgart, 13. Juni 2017
Professor Tillmetz ist Vorstandsmitglied vom Zentrum für Sonnenenergie und Wasserstoff-Forschung Ulm und Leiter des Geschäftsbereichs Elektrochemische Energietechnologien. Er gehört zahlreichen Gremien an, u.a. dem Beirat der Nationalen Organisation Wasserstoff‐ und Brennstoffzellentechnologie (NOW GmbH) und der Nationalen Plattform Elektromobilität (NPE).

► Bis zu 650 km emissionsfrei stromern und in 3 Minuten volltanken – das geht im Honda Clarity mit Brennstoffzelle. Aber nur im Ausland – ACE Lenkrad, 1.Juni.2017

► LKW mit Brennstoffzelle von Toyota – ACE Lenkrad, 1.Juni.2017

► Ein Großteil des deutschen Bahnnetzes ist immer noch nicht elektrifiziert und wird von Dieselloks ohne jegliche Partikelfilter betrieben. Anstatt teuer und aufwändig Oberleitungen zu legen, könnten diese Strecken komplett abgasfrei mit Wasserstoffzügen befahren werden. Bereits heute können Brennstoffzellenzüge im Regionalverkehr eingesetzt werden – Streckenkarte+Text.

► Endlich – Autobranche treibt Wasserstoff-Antrieb voran – Handelsblatt, 18.1.2017

Wasserstoff statt Benzin?
ARTE Future
. Stichworte zum Video:
► so funktioniert das Brennstoffzellen-Auto
► die grüne Wasserstoff-Tankstelle stellt ihren Wasserstoff mittels Elektrolyse selbst her
► Speichermöglichkeit für Wasserstoff mit Magnesiumplatten
Diese Magnesiumplatte,
Ø 30 cm, 1 cm dick

Magnesiumplatte1_150.png

kann 600 l Wasserstoff speichern


Die Wasserstoffwirtschaft ist ein revolutionärer Paradigmenwechsel.

Ulrich Jochimsen, Netzwerk Dezentrale EnergieNutzung e.V., Potsdam – Mai, 2016.

► Hyundais Brennstoffzellen-Studie FCEV II – Heise, 7.3.2017
► Wasserstoffautos drohen an der Infrastruktur zu scheitern – SZ, 23.12.16

Wasserstoff ist die Zukunft

so Daimler-Chef Dieter Zetsche auf der IAA 2011: „Plakativ könnte man sagen: Wasserstoff ist heute das bessere Öl.“ … Und deshalb ist es Zeit für einen Öl-Wechsel. „Wasserstoff ist das mit Abstand häufigste Element im Universum. Wasserstoff ist eine „demokratische“ Energieform, die in den meisten Regionen der Erde verfügbar ist.“ und: „Wir werden alle Gebäude auf der Welt, Wohnhäuser, Bürogebäude und Fabriken zu kleinen Kraftwerken umfunktionieren, so dass jeder seine eigene Energie erzeugen kann“ – Zitate aus: ► Link

Die weltweit ersten Züge mit Brennstoffzellen
sollen ab 2017 in Deutschland fahren – DIE WELT, 20.9. 16 – TAZ, 21.9. 16

Das Faszinierende an Wasserstoff – Linde AG, April 2016.

Dänemark produziert 300 Wasserstoff-Tankstellen – h2logic, 18.4.2016

Südkorea kündigt für Käufer von Brennstoffzellen-Autos Subventionen in Höhe von üppigen ca. 21.400 Euro (27,5 Mio Won) pro Fahrzeug an. Im Jahr 2020 sollen 9.000 H2-Autos durchs Land rollen, bis 2030 sogar 630.000 – electrive net, 15.12.15

Flüssiger Wasserstoffträger: Das aus der FAU Erlangen-Nürnberg hervorgegangene fränkische Start-up Hydrogenious hat ein Verfahren entwickelt, um Wasserstoff in einer ölähnlichen Flüssigkeit zu speichern, um ihn anschließend leichter und sicherer transportieren zu können. Die erste kommerzielle Wasserstoff-Speicheranlage des Unternehmens wurde jetzt in Erlangen vorgestellt ► Video

Ameisensäure-Tanks für Wasserstoff-Autos – energie.de, 4.5.15

 

H2 Mobilität

H2 Kartuschen sind sehr brauchbare Lösungen

Eine sehr interessantes Bauelement ist die H2 Kartusche, die in dem E-Roller eingesetzt wird.

Mit der kann ein Außenbordmotor oder Segelboot Antrieb gebaut werden. Über 150 Km Reichweite mit einer Ladung verfügt der Roller immerhin über 3 Pferde stärken Leistung.Hier anschließend findet ihr den Video YouTube Beitrag von Gerd Miethe TV

Das Video könnt ihr hier sehen 

Es können damit auch e-Rollstühle  betrieben werden.

H2 aus Windstrom

Die Kombination der vorhandenen Windkraftanlage mit einem Energiekomplementärsystem auf Wasserstoffbasis stellt gegenwärtig die zentrale Säule der Wasserstofferzeugung auf Ewald dar. Hierbei wird ein Teil des regenerativ erzeugten Stromes in Form von elektrolytisch erzeugtem Wasserstoff gespeichert. Bei Bedarf kann der Wasserstoff mittels eines Brennstoffzellen-Verbrennungsmotor-Hybridsystems wieder in Strom umgewandelt werden.

Der Vorteil dieses Systems ist klar: Mit dem grünen Wasserstoff wird die witterungsabhängige und starken Schwankungen unterworfene Windenergie gespeichert.
Das Anwenderzentrum H2Herten verfügt mit der Windstromelektrolyse zur eigenen dezentralen Energieversorgung über ein Alleinstellungsmerkmal und dient zugleich als Forschungs-, Anwendungs- und Demonstrationsplattform für eine zukünftige dezentrale Energieversorgung.   Hier zu finden

 

Bosch liefert E-Antrieb für Brennstoffzellen-Truck

Bosch liefert E-Antrieb für Brennstoffzellen-Truck

Nikola OneNikola OneNikola Motor

2021 sollen sie auf den Markt kommen: die E-Trucks Nikola One und Nikola Two des US-amerikanischen Startups Nikola Motor. Mit 1.000 PS und 2.700 Newtonmeter Drehmoment glänzen die Sattelschlepper durch außerordentlich hohe Leistungswerte. Die Hard- und Software der E-Trucks stammt von Bosch, darunter die erste eAchse für schwere Nutzfahrzeuge des Unternehmens.

Von dem innovativen Gasturbinen-Antrieb, der dem Nikola One Reichweiten von fast 2.000 Kilometer ermöglichen soll, ist keine Rede mehr. Stattdessen setzt der Hersteller nun auf einen gemeinsam mit Bosch entwickelten Brennstoffzellen-Antrieb. In Verbindung mit der eAchse soll das Brennstoffzellensystem „neue Maßstäbe bei der Reichweite setzen“, erklärten die beiden Unternehmen, ohne konkrete Zahlen zu nennen. Die Zusammenarbeit von Bosch und Nikola Motor umfasst neben dem gesamten Antriebssystem auch das Sicherheitskonzept und die Fahrzeugelektronik.

„Der revolutionärste Sattelschlepper der Welt“

Trevor Milton, Gründer und CEO von Nikola Motors, erklärt: „Wir wollen den revolutionärsten Sattelschlepper bauen, der je auf dem Markt war. Für den Antrieb brauchen wir einen innovativen Partner, der sich unserem hohen Entwicklungstempo schnell anpasst. Bosch hat uns das nötige Know-how geliefert, damit wir schnell an den Markt gehen und unsere Vision verwirklichen können.“

Das Interesse ist da: Vor rund einem Jahr sollen bereits 7.000 Vorbestellungen für den Nikola One vorgelegen haben. Nikola Motors wird zudem eine direkte Konkurrenz von Tesla sein, deren Fahrzeugvorstellung allerdings noch aussteht: Die Kalifornier haben gerade die für September angekündigte Präsentation ihres Elektro-Sattelschleppers auf Oktober verschoben.

Der Artikel wurde zuerst in der Online Zeitung  emobilitaet.online   veröffentlicht

HPS will Hausbesitzer autark machen

Picea
Picea-Gerät auf der Hannover Messe 2017

Es gab bereits mehrere Anläufe, das Prinzip der komplett autarken Energieversorgung auf Basis von Wasserstoff als Energiespeicher in die Realität umzusetzen. Aktuell macht die Home Power Solutions GmbH mit ihrem Konzept von sich Reden. Erstmals präsentierte HPS ihr Picea-System im März 2017 während der ISH in Frankfurt am Main und erzielte damit ein vergleichsweise großes Medienecho.

 

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