Brennstoffzellenbus der neuesten Generation

Wasserstoff-Brennstoffzellen Busse sind Emissions frei, haben gleiche Passagier lasten und Aktionsbereiche, verfügen über eine lange Reichweite, sind flexibel in ihrer Route und nutzen Tankstellen. Das macht sie vergleichbar mit herkömmlichen Bussen in ihrer Verwendung. Darüber hinaus bieten sie den Passagieren gleichen Komfort: gleiche Raumhöhe, breite Türen, Panoramafenster, elektrische Heizung und Klimaanlage). Außerdem sind sie leise und haben eine ruhige Fahrt.

Wasserstoffbus Wenn Sie hier klicken kommen Sie auf die Seite der Betreiber

Brennstoffzelle

Eine Brennstoffzelle ist eine elektrochemische Vorrichtung, die Erneuerbare Elektrizität aus Wasserstoff erzeugt. Diese Regenerative Elektrizität ist die Hauptquelle für die Elektromotoren des Brennstoffzellenbusses.

Wasserstoff

Wasserstoffgas ist sehr leicht und sehr flüchtig. Es ist farblos, geruchlos, geschmacklos und ungiftig. Es kann aus einer Vielzahl von Ressourcen generiert werden. Es kann aus einer Vielzahl von Ressourcen generiert werden. Wenn es mit erneuerbaren Energiequellen wie Wind oder Solarenergie produziert wird, ist seine Anwendung von der Quelle bis zum Rad Emissions frei.

Protokoll vom öffentlichen EES-Stammtisch am 8.Nov 2017 im Restaurant Borgerforening

Protokoll

vom öffentlichen EES-Stammtisch am 8.Nov 2017 im Restaurant Borgerforening

Motto:         EES-Round-Table Gespräch „Energieversorgung mit H2“

Der Vorsitzende Peter Helms begrüßt die Referenten, Gäste und EES Mitglieder.

Eingeladen als Referenten sind
Marco Bartelsen von „Energie des Nordens“
Herr Uffe Borup von der Fa. NEL Hydrogen Solutions, Dänemark
Ralf Ehlers von GPJoule
Sören Nissen von der Studentenschaft UNI Flbg.
Reinhard Christiansen von „Energie des Nordens“

Pressevertreter: Flensburger Tagblatt (Herr Jolly)

Anwesenheit: ca. 90 Gäste und Mitglieder

Zur Stellungnahme bei der Diskussionsrunde begrüßt Peter Helms außerdem:
Frau OB Simone Lange
Frau Petra Nicolaisen, MdB CDU
Herrn Paul Hemkentokrax GF Busbetriebe Flbg.
Herrn Thorsten Roos, LR Kreis SL/Fl
Die Herren Otzen und Otten von der WIREG
Herrn Prof. Dr. Jens Born
Herrn Jörg Petersen von der CDU
Herr Friedrich Reese Stellvertr. Bgm. Handewitt
Herrn Björn Meyer von der IHK
Herrn Heiner Dunkel / MdL SPD SH
Ratsherr Glenn Dierking vom SSW
und bedankt sich für das zahlreiche Erscheinen.

Der stellvertretende EES Vorsitzende Herr Carsten Theet stellt sich vor, begrüßt und bedankt sich ebenfalls für das zahlreiche Erscheinen unserer heutigen Gäste und Mitglieder.

Das Eingangsgespräch zu den heutigen Sachthemen führt der stellvertretende EES Vorsitzende Peter Hamann und umreißt die Entstehung und Begründung des EES, dessen Ziele und den heutigen Stand.
„Öffentlichkeitsarbeit, Präsentationen und Durchhaltevermögen der EES wären der Grund für den Erfolg dass in 2018 eine H2 Tankstelle am Skandinavien Park vor den Toren Flensburgs, errichtet wird.
Mit Hilfe einer PowerPoint Präsentation führt er in das heutige Thema ein und zeigt die Orte an dem H2 Tankstellen in DK und Norddeutschland heute schon stehen, sowie für 2018 geplant sind.
Des Weiteren zeigt er H2 Autos, sowie die Vorteile einer H2 Mobilität per Bus und Bahn und die mögliche „Grüne H2- Produktion“ in Nordfriesland (Haurup)

Referenten:
Herr Marko Bartelsen „Energie des Nordens“:
Herr Bartelsen erklärt die Produktion von H2 per Elektroseur (Elektrolyse),
die mögliche Speicherung des H2 an den Tankstellen sowie im Erdgasnetz.
Er erläutert die H2 Nutzung durch die Brennstoffzelle in der Mobilität, sowie die Stromveredlung.
Bei der Stromveredlung wird H2 in Wärme umgesetzt oder/und eine Rückverstromung nach Bedarf der jeweiligen Örtlichkeit vorgenommen.
Er erklärt die Anlagekonzeption des Elektroseurs in Haurup. Er begründet den Standort mit dem vorhandenen E-Umspannwerk, und durch die Möglichkeit der H2 Einspeisung in das vorhandene Erdgasnetz.

Herr Bartelsen stellt namhafte Partnerfirmen der Fa. Energie des Nordens vor.
So z.B. Linde, Siemens, NEW4.0, Gasunie/NL, Greenpeace und viele kleinere Partner und Beteiligungen mehr.

Herr Bartelsen lädt außerdem zum „Grünstrom Event  nach Enge Sande zum 1-3.6.2018 ein.

Zwischenruf: Herr Carsten Theet empfiehlt den interessierten Gäste sich die Homepage der Fa. „Clever Shuttle“ anzusehen (Stichwort 20 H2 Fahrzeuge für Berlin).

Herr Uffe Borup: Fa. NEL Hydrogen Solutions, Dänemark

Die Fa. „Nel Hydrogen Solutions“ ist ein „Allround Supplier“ für H2 Energie.
D.h. von der Produktion bis zum Endverbraucher.
NEL steht für die Produktion von H2 per Elektroseur sowie für die Speicherung und für den Betrieb der H2 Tankstelle.
Neben den Aktivitäten in DK und Europa hat NEL eine Niederlassung in Cal/USA
Das Hauptwerk der NEL steht in Herning/ Jütland, DK (ca. 150 km nördlich Flbg.)
Grundsatz-Ziel: Produktion von grünen Wasserstoff.
NEL steht für Konzepte in Zentraler und in Vor-Ort Ausführung.
Nel übernimmt den gesamten Bereich der H2 Produktion bis zur Endnutzung in der entsprechenden Mobilität.
Herr Uffe führt aus dass der Aspekt der Wirtschaftlichkeit in Relation zu herkömmlichen Kraftstoffprodukten eine Rolle spielt.
So sollten bei einem Verbrauchsvergleich die Preise für H2 Kraftstoff unterhalb der heutigen Kraftstoffpreise liegen.
Das Preisziel benennt Herr Borup mit 5.- €/kg H2.
Dieser Preis ist weit unter den heutigen Kraftstoffpreisen im Verbrauchsvergleich /100km.
Man benötigt bei einem Durchschnittswagen ca. 1 kg H2/100km

Produktionsbezogen bedeutet dass, je größer die Elektroseur-Anlage, desto preiswerter kann H2 produziert werden.
Derzeitiger Produktionsstand der Anlage in Herning. IST 30 kg H2/Tag. Plansoll/2018: 300 kg H2/Tag

Herr Borup zeigt per Grafik den derzeitigen H2 PKW Bestand in Dänemark, Island, Norwegen und Cal /USA.

Zur Etablierung von H2 auf dem Tankstellen-Markt sind Flotten z.B. Busse oder Taxis wichtig. Und in diesem Zusammenhang meint Herr Borup dass die Buspreise in Folge der Anzahlherstellung spürbar sinken werden.
Auch die Platzverhältnisse für eine H2 Tankstelle auf einer Befüllungs-Station sind zu beachten.

Sein Fazit:        Die Zeit ist reif für H2

Ralf Ehlers von GPJoule:

Herr Ehlers begnügt sich mit einer Kurzfassung seiner Ausführung.
Er erläutert das Projekt H2 Busse von Husum nach Niebüll.
Akzeptanz der H2 Technologie durch Wertschöpfung vor Ort
Wir wollen dass die Wertschöpfung in SH bleibt.
Das bedeutet H2 von der Energieherstellung durch die H2 Elektroseure bis zur Nutzung.
Stichwort „Akzeptanz der Energiewende“
Primärproduktion durch Wind unter der Beachtung der Kostenkurve
Sein Fazit: Es rechnet sich, wenn die Politik eine positive Stellung einnimmt.
Wenn Bundes- und Örtliche Genehmigungen vorliegen kann alles sofort gestartet werden.
Die Vorrausetzungen sind gegeben.

Sören Nissen von der Studentenschaft Hochschule Technik / Flbg

Eine Studentengruppe der HS Flensburg hat ein Projekt ausgearbeitet
Das Projekt ist die Bahnlinie Flensburg /Niebüll
Mittels Umfeldanalyse und Machbarkeitsstudie haben die Studenten kalkulatorisch nachgewiesen,
dass unter Inanspruchnahme von entsprechenden Fördergeldern des Bundes oder des Landes ein Umsteigen von herkömmlichen Energieträgern auf H2 nicht nur Konkurrenzfähig, sondern sogar wirtschaftlicher ist.
Die überaus hohen Kosten einer Elektrifizierung fallen nicht an !!
Als Vorlage diente auch das Pilotprojekt von Alstom/Siemens in Niedersachsen.
Für die technische Machbarkeit arbeiten die Studenten mit der Fa. „Energie des Nordens“ zusammen.
Fazit: H2 ist nicht nur konkurrenzfähig sondern wirtschaftlicher.

Reinhard Christiansen von „Energie des Nordens“

Herr Christiansen möchte am heutigen Abend nicht auf technische Details eingehen.
Er konzentriert sich auf politische Vorgaben und der zeitraubenden Administration in „Bund und Land“.
In Bezug auf Bundespolitische und auch Landespolitische Genehmigungen bedauert Herr Christiansen in großem Maße dass der Genehmigungsdschungel „Undurchsichtig und sehr Hinderlich“ ist.

Beispiel: „Warum kann „Alstom“ in Niedersachsen mit der H2-Bahn, Personenbeförderungen durchführen und hier in SH nicht. Wir fühlen uns ausgebremst !!!
Die Förderung von H2 Autos durch das Bundeswirtschaftsministerium ist mehr als undurchsichtig.
Er bedauert die Strompreisgestaltung in Bezug auf die H2 Produktion ???
Nicht „Grauer“ sondern „Grüner“ Wasserstoff muss es sein !!!!
Ausufernde administrative Hindernisse sind massiv störend
Zum Betrieb eines Elektroseurs benötigt man nachheutiger Kalkulation ca. 80 PKW.
Herr Christiansen bedauert auch sehr sodass DK keinen H2 abnimmt. Dazu befragt er den anwesenden Herrn Borup wie man da vorgehen könnte.
Herr Borup kann diesbezüglich auch keine definitive Antwort geben weil dies nicht in seinem Bereich fällt.
Die dänische Energiepolitik wird in Kopenhagen gemacht, und da ich kein Politiker bin, kann ich leider nur             empfehlen sich dorthin zu wenden.

Im Gegenzug dazu arbeitet die Holländische Fa. „Gasunie“ in vorzüglicher Weise für die H2 Gas Einlassung in deren Erdgasnetz.
Sie investieren beträchtlich für eine H2-Gas-Aufnahme in deren Erdgasnetz.

Anschließende Diskussion:

  • Aus dem Publikum kommen die unterschiedlichsten Fragen bzgl. H2.
    So z.B. Warum sind die H2 Autos so teuer

Peter Hamann meint daraufhin: Das Herzstück ist die Brennstoffzelle.
Die Brennstoffzelle gibt es zwar schon ca. 30 Jahre, aber das waren die ersten Anfänge. Die heutigen Patente sind aktuell und die Zellen-Elemente sind sehr aufwändig und teuer. Die Erfinder würden sich das natürlich gerne gut bezahlen lassen.
Aber; Seit Januar 2017 kam mit dem Umweltkongress „Davos“ Bewegung in die H2 Mobilität.
–           die Fahrzeugtechnologie ist weitgehend ausgereift
–           der Preis ist eine Mengenfrage
Alleine an „Davos“ kann man sehen dass die H2 Mobilität nicht eine Frage der Technik- Kosten ist, sondern in hohem Maße vom politischen Willen abhängt.

 

  • Aus dem Publikum kommen mehrere Frage administrativer und auch technischer Art
    B. H2 Preis, H2-Mobilitätsförderung, H2-Tankstellenförderung, Umrüstung von bestehenden
    Autos (Umbausatz). Umrüstung bei großen Fahrzeugen (wie Busse) etc pp.Herr Thorsten Roos Landrat Kreis SL/Flbg. übernimmt die Antwort:
    Er will tun was in seinem Ressort geht, und sich dafür einsetzen dass ab sofort engagiert in den Klimaschutz mittels „Grünem H2“ aus Bioanlagen und landwirtschaftlichen Abfallstoffen investiert wird.
    Dadurch entsteht ein „Mehr“ an H2 und dies wäre preisdrückend.
    „Wir müssen zusammenarbeiten“
  • Ein Gast fragt;
    Um den Schutz von mechanische Arbeitsplätzen z.B. im Motorenbau zu erhalten, wäre die Brennstoffzelle kontraproduktiv. Warum kann man nicht H2 in Verbrennungsmotoren nutzen da kommt aus dem Auspuff auch nur Wasser und der Reinheitsgrad des H2 müsste nicht hoch sein ???Peter Hamann sagt dass bei der Motorverbrennung der Wirkungsgrad zu schlecht sei, und sich deshalb am Ende der Motor gegen die Brennstoffzelle sich nicht durchsetzen würde.

Oberbürgermeisterin Flensburg, Frau Simone Lange meldet sich zu Wort
Frau Simone Lange sagt, dass sie schon lange die H2 Initiative begleitet.
Auch sie freut sich über die vielen Besucher am heutigen Abend und die positive Entwicklung der EES H2 Initiative.
Was sie tun kann und gerne tut ist, dass sie das Thema in das Rathauses tragen will unter der Rubrik „Klimaschutz in der Arbeit des Klimapaktes“.
Der „Klimapakt“ ist seit Jahren ein fester Bestandteil des Umweltschutzes im Rathaus.
Ihr Credo; H2 ist reif für die Teilhabe eines Projektes für eine Rolle „H2 Energie in Flensburg“.
Im Jahre 2050 will Flensburg CO2 neutral sein.
Sie möchte einen Dialog aufbauen mit den angrenzenden Kommunen sowie mit Sonderburg/DK.
Sonderburg möchte allerdings 2030 CO2 neutral sein. Das sollte uns zusätzlichen Ansporn geben.
Da gibt es viel zu tun.
Ihr Weihnachtswunsch für 2017:
Für 2018 eine H2 Tankstelle in Flensburg und einen H2 Dienstwagen für das Rathaus bzw. für den OB.
Zusätzlich wünscht sie sich, das ein Projekt angeschoben wird um den H2-Betrieb der Bahnlinie Flensburg/Niebüll zu ermöglichen.

Frau Petra Nicolaisen (CDU einst SH)
Frau Nicolaisen ist „frisch gebackene“ CDU Bundestagsabgeordnete.
„Ihr H2 Feuer ist bereits entfacht“.
Der Wind muss genutzt werden und durch Speicherkapazitäten zur Verfügung gestellt werden.
Hierfür bietet sich die H2 Technologie in hervorragender Weise an, wie ich heute und auch schon beim letzten EES Stammtisch gelernt habe.
Es gilt also eine H2-Infrastruktur aufzubauen.
Die Gelegenheiten hier vor Ort in Schleswig/Flensburg ,Nordfriesland und Dänemark sind in hervorragender Weise dazu geeignet.
„Ich bin da voll auf Ihrer Seite. Sie möchte im Bund dafür eintreten dass Fördermöglichkeiten hier ankommen.
Beim Bund gibt es Fördermöglichkeiten in Form von „NIP I“.
Außerdem gibt es eine Förderung von 250.- Mio. für Fahrzeuge, Schiene/Wasser.
Man sollte wissen wie man an diese Fördertöpfe rankommt.
Dazu möchte Frau Nicolaisen gerne Hilfestellung geben.
– „Wir müssen dranbleiben“, so Ihr Credo.
Zur Sache: Wir müssen energetisch was tun, und dafür möchte sie sich einsetzen.
Herzlichen Glückwunsch zu den heutigen Beiträgen und zur H2 Zukunft

Herr Dunkel SPD Landtag SH
Herr Dunkel hat großes Interesse an die H2 Technologie bzw. an die notwendige Infrastruktur.
Er möchte den H2 Betrieb der Bahn unterstützen und voranbringen, aber auch die H2 Mobilität in öffentlicher und privater Hand.
Er freut sich auch über die rege Teilnahme am heutigen Abend und ist positiv gestimmt für den Fortgang der H2 Technologie.

Prof Born /Hochschule Flbg. // Fach Energie und Umwelt
Man sollte darauf hinwirken dass die Industrie sowie alle CO2 emittierenden Nutzer mit einer CO2 Steuer belegt werden.
Dadurch würden die erneuerbaren Energien wettbewerbsfähig und sich automatisch gut entwickeln können.
Dann benötigt man keine Subventionen mehr.
In Puncto H2 wäre zu erwarten, dass das einen Schub für H2 Fahrzeuge gibt, weil die KFZ Steuer gemessen an CO2 aktuell 0 € sein sollte.
Ein weiterer Effekt wäre dass durch eine erhöhte Produktion von H2, der Wasserstoff an der Tankstelle preiswerter wird und viele Autofahrer bzw. Energieverbraucher geben dem H2 weiteren Auftrieb.

Der Gedanke von Prof. Born ist logisch aber auch rational, und „Irgendwo muss man schon anfangen“

Frau Ursula Thomsen-Marwitz (EES)
Zum Schluss hat Frau Ursula Thomsen-Marwitz noch eine Frage an den Vertreter der NEL/DK.
Warum sperrt sich DK mit H2 Lieferungen von Deutschland nach DK ?
Die Antwort fällt sinngemäß wie bei der Anfrage von Herrn Christiansen (s.oben) aus.

Schlusswort:
Peter Helms bedankt sich bei den Referenten und allen Anwesenden.
In Bezug auf Mitgliedschaft im EES wirbt der EES Vorstand für reges Engagement.
Gäste, vor allem junge Leute, dürfen sich angesprochen fühlen beim EES mitzuwirken und einzutreten.
Dafür würden sie am Ausgang Mitgliedsanträge vorfinden.

Schriftwart; Hans Kötzner

  1. Nächster Event am 30.11.2017 um 18:00 mit Artefakt in Glücksburg (Ort: Grundschule Glbg)

Staatliche-Elektrobus-Förderung-in-den-Startlöchern

H2 Wasserstoff Bus auch jetzt Serienmäßig zu kaufen.

wasserstoffbus-hyundaiAls Flensburger modernen sauberen Campusbus?

Das wäre Zukunft zum Anfassen/Sehen/Spüren!

Nach der Kaufprämie für Elektroautos wird wahrscheinlich ein weiterer finanzieller Anreiz zur Förderung der Elektromobilität eingeführt: Auf ihrem Treffen hat sich die Umweltministerkonferenz vergangene Woche einstimmig für die Förderung von Elektrobussen für den ÖPNV durch die öffentliche Hand ausgesprochen. Ein ähnlicher Beschluss wurde kürzlich durch die Bundes-Verkehrs-Ministerkonferenz gefasst.

Die Umweltministerkonferenz verabschiedete das Programm „Faktor 100“ und forderte die Bundesregierung auf, bereits im kommenden Jahr 50 Millionen Euro zur Förderung der Anschaffung von 250 E­-Bussen bereit zu stellen.

Die Summe soll sich nach dem Willen der Umweltminister in den Folgejahren auf 100 Millionen Euro jährlich erhöhen.

Das wäre doch auch was für den Norden?bild37

Hier die H2-E-Busse in Hamburg

Stromtransport über Gasnetze. Den erneuerbaren Energien den Weg ebnen

Stromtransport über Gasnetze 

Den erneuerbaren Energien den Weg ebnen

Wenn die Energiewende gelingt, dann wird das geografische Ungleichgewicht zwischen Stromerzeugern und Stromverbrauchern wohl weiter wachsen: Die großen Windparks sind vor allem im Norden, die industriellen Stromverbraucher eher im Süden. Die Energie müsste aber nicht unbedingt über die umstrittenen Stromautobahnen transportiert werden, meinen Forscher.

Von Ralf Krauter

Eine Leitung mit dem Schriftzug "Methan" auf dem Gelände einer Anlage zur industriellen Produktion von Methangas. In dieser Anlage in Werlte wird mit Hilfe von überschüssigem Ökostrom aus Wasser Wasserstoffgas und in einem zweiten Schritt Methan, also synthetisches Erdgas, hergestellt. (dpa / Hermann Pentermann)

Eine Anlage zur industriellen Produktion von Methangas. (dpa / Hermann Pentermann)

„Dass man die bestehenden Erdgastransportnetze in Europa nutzt, da gibt’s 130.000 Kilometer Netze, die man jetzt schon hat. Die Netze sind natürlich gebaut worden, um große Erdgasmengen zum Beispiel von Russland, Norwegen, Niederlanden zu transportieren. Und diese Netze könnte man zukünftig einsetzen, um dann durch Power-to-Gas-Technologie große Strommengen in Wasserstoff oder Methan umzuwandeln, in diese Netze einzuspeisen und dann zum Beispiel im Süden von Deutschland mit entsprechenden Gaskraftwerken wieder zu verstromen.“

Power-to-Gas ist eine Technologie, die heute mitunter zum Einsatz kommt, wenn es darum geht, Strom aus Wind- und Solarparks zwischen zu speichern, den gerade keiner braucht. Das Prinzip ist simpel: Der überschüssige Strom wird verwendet, um Wasser mittels Elektrolyse in seine Bestandteile Wasserstoff und Sauerstoff zu zerlegen.

„Und dann kann ich entweder diesen Wasserstoff direkt nutzen, zum Beispiel auch für Brennstoffzellenfahrzeuge oder in der Industrie. Oder ich gehe dann mit dem Wasserstoff weiter, zusammen mit einem Kohlenstoffträger wie CO2, und mache eine Synthese, zum Beispiel zu Methan oder zu flüssigen Kraftstoffen.“ weiterlesen

Riesenbatterie kommt nach Jardelund

Stand: 06.04.2017 NDR

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In Schleswig-Holstein wird Europas größter Batteriespeicher für erneuerbare Energien gebaut. Dafür haben der niederländische Energieversorger Eneco und der japanische Mischkonzern Mitsubishi eine gemeinsame Firma gegründet. Gebaut wird das Speichersystem am Standort Jardelund im Kreis Schleswig-Flensburg, in unmittelbarer Nähe zu einem Windpark. Das Land unterstützt das Projekt mit rund zwei Millionen Euro aus EU-Mitteln. Energiewendeminister Robert Habeck spricht von einem Meilenstein.

 

Kleiner Film zur Energiewende gefällig?

Und noch einen?

 

Wirtschaftsmotor Wasserstoffmobilität

Wirtschaftsmotor Wasserstoffmobilität

Parlamentarischer Abend des DWV in Berlin

 

 

Bei einem Parlamentarischen Abend, den der DWV am 30. März in der Botschaft Frankreichs in Berlin veranstaltete, wurde die wirtschaftliche Bedeutung des Einsatzes von Wasserstoff und Brennstoffzellen für mobile Anwendungen betont. Zu diesen gehören neben Straßenfahrzeugen auch Eisenbahnen, Flugzeuge und Schiffe.

Alstom LINT 54 (c) Alstom

Alstom LINT 54 (c) Alstom

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Neuer H2 Wasserstoffbus in Serie

Norbert Barthle, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, sagte zur Eröffnung: „Wir sind überzeugt, dass Wasserstoff eine entscheidende Rolle in der Mobilität, aber auch in anderen Wirtschaftsbereichen spielen wird. Die Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie hat in mobilen, aber auch in stationären Anwendungen weitgehend ihre Alltagstauglichkeit und technologische Marktfähigkeit erreicht. bild36Mit dem NIP 2 stellen wir bis 2019 zur Unterstützung dieser Zukunftstechnologie 247 M€ zur Verfügung. Seit kurzem gibt es mit der zweiten Förderrichtlinie ein neues Instrument, um die Markteinführung von Anwendungen mit Wasserstoff und Brennstoffzelle zu erleichtern. Ein erster Aufruf betrifft gezielt Brennstoffzellenfahrzeuge im Linienverkehr des ÖPNV und in Fahrzeugflotten. Zusätzlich zur Förderung der Fahrzeuge ist auch eine Förderung der für den Betrieb notwendigen Betankungsinfrastruktur möglich.“fliegen-mit-wasserstoff

Sektorkopplung von Strom und Wärme war eines der Themen von Bernd Westphal (MdB), wirtschafts- und energiepolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion: „Ich halte es für falsch, unter Sektorkopplung lediglich die Elektrifizierung des Wärme- und Verkehrsbereichs zu verstehen. Wenn wir es mit der Klimaneutralität ernst meinen, dürfen wir nicht nur auf Strom setzen, sondern müssen die vorhandene Gasnetzinfrastruktur intelligent einbeziehen. Ich bin deshalb davon überzeugt, dass Wasserstoff noch einen wichtigen Beitrag für die erfolgreiche Umsetzung der Energiewende erbringen wird.“bild37

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Großer erfolgreicher H2 Bus Test, über mehrere Jahre mit sehr verschiedenen Bedingunge

 

Der DWV-Vorsitzende Werner Diwald dagegen stellte in seinem Referat die Bedeutung der Sektorkopplung im großen Maßstab heraus: die Energiewende wird nur Erfolg haben, wenn neben Strom und Wärme auch die Mobilität einbezogen wird. Diwald wörtlich: „Mobilitäts- und Kraftstoffstrategien können zukünftig nicht separat betrachtet werden, sondern müssen unter Berücksichtigung des Umbaus unserer Energiewirtschaft diskutiert werden. Spätestens 2050 wird die Energiebereitstellung in Europa überwiegend aus witterungsabhängigen erneuerbaren Energiequellen erfolgen. Schon heute sehen wir, dass dieses uns vor neue Herausforderungen stellt.“

Die Fakten sprechen für den Wasserstoff:aus-fwd-praesentaion

• Grüner Wasserstoff steigert die wirtschaftliche Effizienz der Energiewende.

• Die Markteinführung des Wasserstoffs ist eine Voraussetzung für den weiteren Ausbau erneuerbarer Energien und den Erfolg der Energie- und Klimawende.
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• Die Kopplung von Strom- und Mobilitätssektor verringert den Bedarf an Stromspeicherkapazität ganz erheblich.

• Wasserstoff ist der einzige effizient regenerierbare Energieträger, der den Energietransfer über alle drei Sektoren in der benötigten Dimension und Flexibilität ermöglicht.

• Mehr als 50 % der Energie im Verkehr werden im Bereich Langstrecke und Transport verbraucht. Dieses Anforderungsprofil kann mit batterieelektrischen Fahrzeugen nicht hinreichend befriedigt werden. Für eine nachhaltige Mobilität sind Brennstoffzellenfahrzeuge mittelfristig unabdingbar.

• Strombasierte Kraftstoffe reduzieren den weltweiten Flächenverbrauch zur Produktion von Biokraftstoffen und sorgen so für stabile Nahrungsmittelpreise.energiewende-500x333

• Die Klimaziele im Verkehr sind kurz-, mittel- bis langfristig nur mit „grünem Wasserstoff“ erreichbar.

• Die Markteinführung strombasierter Kraftstoffe steigert die heimische Wertschöpfung, schafft Arbeitsplätze und stärkt die Wettbewerbsfähigkeit des Industriestandorts Europa.

Diwald weiter: „Damit Deutschland, aber auch die EU nicht die Chance Wasserstoff verpasst, gilt es, diesen in den politischen Konzepten und der zukünftigen Gestaltung des Energiemarktdesigns angemessen zu berücksichtigen. Im ersten Schritt muss die Möglichkeit für die Anerkennung von „grünem“ Wasserstoff auf die Treibhausgasminderung der in Verkehr gebrachten Kraftstoffe zugelassen werden. Es wird wieder Zeit, dass endlich nachhaltige Industriepolitik in Deutschland Einzug hält und die Stromwende zu einer effizienten Energiewende umgebaut wird. Umso erfreulicher ist es, dass es dem DWV zum Ende des letzten Jahres gelungen ist mehr und mehr politische Vertreter für unsere Vorschläge zu gewinnen. Insbesondere hat man erkannt, dass die Wasserstoffmobilität in Verbindung mit einer intelligenten Sektorkopplung für die deutsche Industrie zukünftig eine große Chance darstellt, um möglichst vielen Bürgern sichere Arbeitsplätze in Deutschland bieten zu können.“

 

 

Autos unter Strom -Elektromobilität´s Fazit Ökoinstitut

Ökoinstitut zieht ein Fazit:   Aus seiner Analyse (Autos unter Strom)e-mobilitaet-1

Für langfristigen Klimaschutz sind alternative Antriebstechnologien  unverzichtbar – immer unter der Voraussetzung der Nutzung zusätzlicher erneuerbarer Energien. Hinzu kommt, dass die Einbettung von Elektromobilität in alternative Mobilitätskonzepte große Potenziale für klima- und umweltverträglicheren Verkehr bergen könnte. Veränderte Nutzungseigenschaften von Elektrofahrzeugen, die heute noch als Hemmnis für deren Markterfolg wahrgenommen werden, könnten gleichzeitig auch den Ausgangspunkt für neue Mobilitätskonzepte und eine veränderte »Mobilitätskultur« der Zukunft darstellen und somit weitaus tiefgreifendere Auswirkungen auf die Mobilität von morgen haben als heutzutage angenommen wird. Nur eine Kombination aus einer deutlichen Effizienzsteigerung der konventionellen Verkehrsmittel, alternativen Antrieben und Kraftstoffen wie der Elektromobilität in Verbindung mit einem veränderten Mobilitätsverhalten wird es ermöglichen, die langfristigen Klimaschutzziele zu erreichen und eine nachhaltige Mobilität in Zukunft zu sichern.energiewende-500x333

  • Ökostrom zuhause tanken z.b. Greenpeace Energie oder Naturstrom (wesentlich billiger)
  • Ökologische Strom Tanksäulen anbieten
  • Nicht überall Strom tanken sondern nur Ökostrom
  • Alle Steuern,Parkgebühren, für saubere CO2 freie Autos abbauen
  • Steuervergünstigungen für Diesel Antriebe abbauen
  • ÖPNV mit E-Mobilität verbinden (Beispiel Berliner BVB)
  • Fossile Energie (Kohlekraftwerke) sofort durch Regenerative Energie ersetzen
  • Öffentliche Elektromobilität´s Tanksäulen ausschließlich mit regenerativer Energie anbieten

Ulrich Jochimsen zum 80ten Geburtstag

Ulrich JochimsenUlrich Jochimsen, Vater der Energiewende, Träger des Bundesverdienstkreuzes, Mitinitiator der Energiegenossenschaft Flensburg und Unterstützer unseres Vereins wurde vor kurzem 80 Jahre. Wir gratulieren von ganzem Herzen!

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