Protokoll der Veranstaltung mit dem Zukunftsforum in Glücksburg vom 30.11.2017

Protokoll der Veranstaltung mit dem Zukunftsforum in Glücksburg

Zeit und Ort: 30.11.2017, ab 19:00 Uhr in der Aula der Grundschule Glücksburg

Veranlassung; Aus einem Kontaktgespräch mit dem Glücksburger Zukunfts-Forum und dem Vorstand der EES Flbg.
entstand der heutige Vortragsabend

Eingeladen als Referenten sind
Herr Marko Bartelsen von „Energie des Nordens“
Herr Andre Steinau von GPJoule

Der EES-Vorsitzende Peter Helms begrüßt die Referenten, Mitglieder des Glücksburger Zukunftsforums, Gäste und EES Mitglieder.

Das Eingangsgespräch zu den heutigen Sachthemen führt Peter Helms und umreißt den heutigen Stand der H2 Wirtschaft, die Begründung des EES, und dessen Ziele.

Herr Marko Bartelsen „Energie des Nordens“ (EdN):
Herr Bartelsen erklärt die Tätigkeitsfelder der EdN

1) Stromveredlung
Sektorenkopplung per Wärme und Elektrizität mittels H2
– ein vielschichtiges Thema dessen Inhalte aus dem www Netz entnommen werden sollten

2) Projekt Haurup
– Einrichtung eines Elektroseurs mit 20 kg H2/h
H2 Speicherung und weitere H2 Anwendungen
Warum in Haurup
– weil E-Umspannwerk vorhanden
– Gasnetzanschluss in Haurup um H2 einzuleiten

3) Zukunftsprojekt sind Bus, Auto und Bahnbetrieb per H2
Erklärt das Projekt „Westküsten Busverbindung zw. Husum und Niebüll“ das in Kooperation mit GP Joule durchgeführt wird.

4) Vorstellung von verschiedenen Projektpartnern wie Gasunie /NL, Fa. Linde, NEW 4.0,
Siemens, Greenpeace etc.

5) Die Firma „EdN“ erklärt sich klar zur ökonomischen Energiegewinnung durch die Herstellung von H2 aus Wind, Sonne und Abfall-Bio.

PS: Die Voraussetzungen sind vorhanden, die Dinge sind klar, wir können loslegen, wir benötigen leider das politische „GO“

Für eine kleine Zwischenbilanz meldet sich EES Vorstand Peter Helms nach dem Vortrag und bekundet die immensen Fortschritte in China und Indien gleichzeitig kritisiert er aber auch den Lobbyismus in Dtl. durch den die Etablierung einer umfassenden H2 Wirtschaft massiv behindert wird.
Stichwort „Genehmigung von Elektroseuren, Errichtung von H2 Tankstellen und zu schleppende Herstellung von H2 PKWs von deutschen Herstellern.

Herr Andree Steinau GPJoule:

Zunächst erklärt Herr Steiner anhand von unserem H2 Modell“ die technische Produktion und dem Verbrauch von H2 in einer Brennstoffzelle.
Das „Modell“ ist bei solchen Anlässen immer beliebt, weil man auch dem Laien gut die „H2 Nutzung“ veranschaulicht erklären kann.

Er bedauert das der Hauptabsatz von H2 PKWs in Japan und Korea stattfindet, und daher kommen auch die straßenfähigen Autos aus Japan und Korea.
Dtl. kommt zu schleppend voran Stichwort Lobbyismus !!!.

Herr Steinau umreißt die Ziele und Tätigkeitfelder von GP Joule

1) GP Joule konstruiert und fertigt Wind und Solarparks und erklärt eine klare positive Haltung zu den Klimazielen.
Daraus folgert Herr Steinau dass das Gas H2 sein muss und somit auch „Grün „ erzeugt werden sollte,
d.h. aus Wind und Sonne. „Wir haben in SH ausreichend Wind und den gilt es zu nutzen“.
Er schlägt einen Bogen zur kürzlichen Vergangenheit. Zunächst kamen die Autos mit Erdgasmotoren, dann kam das CO2 Problem und damit die erklärten Ziele der Bundesrepublik.
Jetzt sollen rein Batterie betriebene Autos das non plus Ultra sein. ???. Das ist sehr fraglich, weil der Bau der großen Fahrbatterien massiv seltene Erden etc. benötigt und weitere Probleme nach sich zieht.
Dabei kommt die Verfügbarkeit von Aufladestationen und die lange Aufladezeit zur Sprache.

2) GP Joule verbindet Erzeugung von H2 und Verbrauch
H2 kann man in vielen Märkten einführen z.B. ins Erdgasnetzt einspeisen, für die Mobilität nutzen, Industriebedarf, Verstromung etc. pp
Konzept „H2 Verbund“: H2 erzeugen, speichern, transportieren, verarbeiten und vermarkten.

3) Die Lösung der Mobilität wäre:
Mit Hilfe der erzeugten Elektrizität aus Wind und gelegentlich aus Sonne;
Wasser in seine Bestandteile H2 und O2 zu spalten
das H2 mit O2 in der mobilen Brennstoffzelle (Auto) wieder zusammenzuführen und die freiwerdende Energie für den Antrieb zu nutzen.
„Wasser wird wieder zu Wasser“
Darüber hinaus erwägt GP Joule sowie auch „EdN“ den Busbetrieb in SH zu reformieren und die dieselbetriebenen Bahnen in SH mit H2 zu fahren.

4) Regionale Wertschöpfung aus Erneuerbaren Energien geht hier in SH sehr gut !!!!!
Herr Steinau beklagt die Rechtslage in Deutschland, sie ist nicht für die EE konzipiert das müsste geändert werden.

5) Akzeptanz der H2 Technologie durch Wertschöpfung vor Ort
Primärproduktion durch Wind unter der Beachtung der Kostenkurve
Stromproduktion durch die „Windmüller der Westküste
Wir wollen dass die Wertschöpfung in SH bleibt.
Herr Steinau erklärt die zukünftige Preisentwicklung von H2 bei einer akzeptablen Abnahme und prognostiziert eine Kostendegression von H2.

Schlusswort vom EES Vorsitzenden:
Nach diesem Vortrag würdigt EES Vorstand Peter Helms das Engagement von EdN und GP Joule.
Er stellt fest das da jede Menge Herzblut in der Sache mitfliest. Dies wird auch von beiden Rednern bestätigt.
Im Umkehrschluss bedanken sich auch die Redner beim EES für das Engagement einer sauberen Umwelt durch die Unterstützung bei den Klima Zielen.

Anschließende Diskussion:

Den anschließenden Fragen stellen sich die beiden Referenten sowie auch Peter Helms zur Antwort.

Wie wird der Wasserstoff nun aktuell hergestellt „Grau oder Grün“

Herr Steinau: Momentan noch meist Grau aus Raffinerien usw. H2 ist teilweise auch Abfallprodukt
Unsere Zukunft gilt aber ganz klar der Herstellung aus Wind, Sonne und Bioabfall, also alles rein ökologisch.

Was sind die Nachteil bei der H2 Herstellung
Herr Bartelsen: Es klingt ein bisschen frenetisch aber es gibt keine Nachteile es gibt Hindernisse in Form von Lobbyismus, EEG Umlage, Windmühlen Ab-Regelung, usw.

Wie ist die preisliche Marktreife
Beide Refs:– sehr gut im Vergleich zu Benzin und Diesel, wir liegen z.Zt. ca. am Dieselpreis.
!!! Und….wir sind am Anfang der Produktion und Entwicklung.

Frage nach privater H2 Herstellung und Verbrauch
– ist in Planung

Die allgemeine Frage: -keine Tankstelle kein Autokauf // die Henne und das Ei
Peter Helms:– Wir müssen das überbrücken mit Mut zur Zukunft und mit kommunalen Vorleistungen

Es kamen weiter Fragen nach Wertschöpfung, momentane Situation, Fakten, zukünftige Arbeitsplätze, Sicherheit etc. pp.
Die Antworten wurden von den Referenten sowie von unserem Vorsitzenden beantwortet

Letztlich bedankt sich Peter Helms bei Herrn Repenning vom Glücksburger Zukunfts-Forum für die Einladung,
sowie bei den Anwesenden für das Interesse und wünscht der „Koalition Glücksburg /Flensburg“ einen guten Weg in die Zukunft.

Flensburg, den 2.12.2017

Schriftwart; Hans Kötzner

Keine alternativen zur regenerativen Energiewende

Die „Argumente“ der Windenergie Gegner besonnen widerlegen

Erstellt von Wolfgang Molwitz am 13.04.2017 um 12:04 Uhr

 Diskussionen und Streit um Energiewende in Schleswig-Holstein:

Es bleibt eine Erfolgsgeschichte rtemagicc_windenergiehochsauerland_kopie_01-gif

Windenergie-GegnerInnen argumentieren, Windenergie führe zu Gesundheitsschäden: durch Schall, durch Schattenwurf, durch Eiswurf. Nichts davon konnte bisher nachgewiesen werden.

Was sie komplett außer Acht lassen: Die Gesundheitsschäden durch Kohle und Atom, durch Verbrennung fossiler Brennstoffe, sind sehr wohl nachgewiesen. Tausende Menschen sind bereits erkrankt oder (früher als nötig) gestorben. Genau davor schützt der Ausbau der erneuerbaren Energie.

Windenergie-GegnerInnen argumentieren, Windenergie sei zu teuer: Allein die Abregelungen, also das Abschalten aufgrund fehlender Stromleitungen, koste pro Jahr 300 Millionen Euro.

Was sie komplett außer Acht lassen: Die Windenergie-Anlagen müssen zunächst gebaut werden, bevor die Konzerne die Stromleitungen bauen. Diese Investition tätigen sie erst, wenn sie die neuen Leitungen auch vom ersten Tag an nutzen können. Und Deutschland importiert pro Jahr für 67 Milliarden Euro fossile Brennstoffe (Kohle, Erdöl, Gas, Uran) für die Stromerzeugung, da sind die 0,3 Milliarden für Abregelungen tatsächlich nicht das Problem, zumal die Leitungen ab 2019 zur Verfügung stehen. Die Abregelungen 2016 waren trotz kräftigen Zubaus an Anlagen geringer als 2015, voraussichtlich fallen sie 2019 ganz weg.

Was die Windkraftgegner auch komplett außer Acht lassen, sind die Kosten der Endlagerung für Atommüll. Mit einem schnelleren Zubau von Windenergie könnte Atomstrom schneller als heute geplant abgeschaltet und damit viel Müll vermieden werden. Schon jetzt gilt: Jeder Stillstand des Atomkraftwerks Brokdorf macht für Hunderte von Windenergieanlagen den Weg durch die Stromleitungen frei und entlastet die Stromkunden auch finanziell.

Windenergie-Gegner kritisieren auch das Dauerblinken der Anlagen nachts. Alle Anlagen von mehr als 100 Meter müssen nachts Lampen blinken lassen, um Flugzeuge zu warnen – das gilt für ganz Deutschland, auch wenn hierzulande gerade nachts so gut wie keine Flugzeuge unterwegs sind.

Hier gibt es inzwischen neu entwickelte Warnblinker, die nur anspringen, wenn sich wirklich ein Flugzeug nähert. Inzwischen wurde das Erlaubnisrecht geändert, dass diese jetzt installiert werden können. „Bedarfsgerechte Nachtkennzeichnung” nennen das die Behörden. Allerdings müssen pro Windpark vier Radaranlagen installiert werden, das lohnt sich nicht für alle. In Schleswig-Holstein sind bisher 80 Anlagen umgerüstet worden und blinken jetzt nur wenn ein Flugzeug sich nähert, faktisch also nie.

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