Brennstoffzellenbus der neuesten Generation

Wasserstoff-Brennstoffzellen Busse sind Emissions frei, haben gleiche Passagier lasten und Aktionsbereiche, verfügen über eine lange Reichweite, sind flexibel in ihrer Route und nutzen Tankstellen. Das macht sie vergleichbar mit herkömmlichen Bussen in ihrer Verwendung. Darüber hinaus bieten sie den Passagieren gleichen Komfort: gleiche Raumhöhe, breite Türen, Panoramafenster, elektrische Heizung und Klimaanlage). Außerdem sind sie leise und haben eine ruhige Fahrt.

Wasserstoffbus Wenn Sie hier klicken kommen Sie auf die Seite der Betreiber

Brennstoffzelle

Eine Brennstoffzelle ist eine elektrochemische Vorrichtung, die Erneuerbare Elektrizität aus Wasserstoff erzeugt. Diese Regenerative Elektrizität ist die Hauptquelle für die Elektromotoren des Brennstoffzellenbusses.

Wasserstoff

Wasserstoffgas ist sehr leicht und sehr flüchtig. Es ist farblos, geruchlos, geschmacklos und ungiftig. Es kann aus einer Vielzahl von Ressourcen generiert werden. Es kann aus einer Vielzahl von Ressourcen generiert werden. Wenn es mit erneuerbaren Energiequellen wie Wind oder Solarenergie produziert wird, ist seine Anwendung von der Quelle bis zum Rad Emissions frei.

Brennstoffzellen gehen an Bord

Brennstoffzellen gehen an Bord

Siqens-forschungsschiff
MFC für maritime Anwendungen (Quelle: Siqens)

Brennstoffzellen gelten als Allround-Talente. Deswegen wird auch immer wieder der Einsatz im maritimen Sektor getestet. Bislang fehlte es hier jedoch an durchschlagenden Erfolgen. Trotzdem bemühen sich nach wie vor verschiedene Unternehmen darum, in diesem anspruchsvollen Anwendungsspektrum mit ihren Systemen Fuß zu fassen: Die Siqens GmbH erprobt beispielsweise derzeit ihre Hochtemperatur-Methanolbrennstoffzelle (HT-MFC) auf einem Segelschiff, während sunfire ihre bislang nur auf dem Land erprobte Festoxidbrennstoffzelle jetzt erstmals auch auf dem Wasser einsetzen möchte.

Siqens ist ein noch junges Unternehmen. Es wurde im Jahr 2012 gegründet und verspricht, ab dem Jahr 2017 marktreife Brennstoffzellensysteme anbieten zu können. Im Mittelpunkt seiner Aktivitäten steht derzeit der Energiewandler Ecoport 800, eine methanolbetriebene Brennstoffzelle, die mit jeweils 20 l Kraftstoff für 48 Stunden eine Leistung von 800 W liefert. Konzipiert ist das System für verschiedenste Anwendungsmöglichkeiten – von wetterunabhängigen APU-Systemen in Wohnmobilen, Segelbooten und Freizeithütten über Range Extender bis hin zu unabhängigen Stromversorgungssystemen in der Industrie.

Während der Sail 2015 präsentierte Siqens im August zusammen mit dem ttz Bremerhaven sowie dem dänischen Membranhersteller Danish Power Systems (DPS) ein Segelschiff, die MHD Marleen, auf der ein Vorserienmodell der Ecoport 800 zusammen mit einem Akku als Zwischenspeicher installiert ist.

Der Schiffseigentümer Hermann Behrens berichtete HZwei, sein Ziel sei, das unverdünnte Methanol zukünftig nicht nur für die Brennstoffzelle, sondern auch für den Verbrennungsmotor zu verwenden. Die Leitungen dafür lägen schon bereit und der Dieselmotor sei durchaus für Methanol geeignet, so Behrens. Parallel dazu bemüht er sich um den Kraftstoffnachschub. Dafür favorisiere er Methanolabfüllstationen, wie es sie seinen Ausführungen zufolge in China bereits gibt, da eine derartige Versorgung sehr viel günstiger sei als eine Befüllung mit Methanolkanistern. Entsprechende Gespräche mit Reedern und Yacht-Besitzern werden bereits geführt.

Behrens zeigte sich zuversichtlich, dass sowohl die weitere Umrüstung seines Bootes als auch die noch kommenden Gespräche positiv verlaufen, so dass dann anschließend die eingesetzte Technik auch beispielsweise in Lkw Einzug halten könne. Da der Einsatz von Brennstoffzellen in Schiffen seinen Worten zufolge „die schwierigste Anwendung ist“, könnten später auch andere Bereiche von dieser Entwicklung profitieren.

sunfire geht im Vergleich dazu mit deutlich leistungsstärkeren Systemen auf See. Das Dresdner Unternehmen lieferte jetzt im August wie geplant eines seiner SOFC-Aggregate an ThyssenKrupp Marine Systems aus (s. HZwei-Heft Okt. 2014). Das Hochtemperatur-Brennstoffzellenmodul, das jetzt 50 kW, und nicht wie ursprünglich vorgesehen 40 kW, aufweist, wird im Rahmen des Projekts SchiffsIntegration BrennstoffZelle (SchIBZ) innerhalb des NIP-Leuchtturmvorhabens e4ships zunächst an Land in Betrieb genommen und dann im Jahr 2016 auf See in dem Frachtschiff MS Forester der Reederei Braren erprobt. Dort soll es 25 bis 50 Prozent der Bordstromversorgung übernehmen. Als Brennstoff kommt schwefelarmer Dieselkraftstoff zum Einsatz.

Die ersten Förderbescheide der Bundesregierung für E-Busse

Tatsächlich hat der geschäftsführende Bundesverkehrsminister Christian Schmidt (CSU) in dieser Woche die ersten 60 Förderbescheide über insgesamt zwölf Millionen Euro an Kommunen übergeben, damit die Sofortmaßnahmen zur Verbesserung der Luftqualität beginnen können.

Flensburg sollte sofort Anträge, für saubere Busse, in Berlin stellen.

Hier sehen Sie einen Hyundai H2 e-Bus.

Protokoll der Veranstaltung mit dem Zukunftsforum in Glücksburg vom 30.11.2017

Protokoll der Veranstaltung mit dem Zukunftsforum in Glücksburg

Zeit und Ort: 30.11.2017, ab 19:00 Uhr in der Aula der Grundschule Glücksburg

Veranlassung; Aus einem Kontaktgespräch mit dem Glücksburger Zukunfts-Forum und dem Vorstand der EES Flbg.
entstand der heutige Vortragsabend

Eingeladen als Referenten sind
Herr Marko Bartelsen von „Energie des Nordens“
Herr Andre Steinau von GPJoule

Der EES-Vorsitzende Peter Helms begrüßt die Referenten, Mitglieder des Glücksburger Zukunftsforums, Gäste und EES Mitglieder.

Das Eingangsgespräch zu den heutigen Sachthemen führt Peter Helms und umreißt den heutigen Stand der H2 Wirtschaft, die Begründung des EES, und dessen Ziele.

Herr Marko Bartelsen „Energie des Nordens“ (EdN):
Herr Bartelsen erklärt die Tätigkeitsfelder der EdN

1) Stromveredlung
Sektorenkopplung per Wärme und Elektrizität mittels H2
– ein vielschichtiges Thema dessen Inhalte aus dem www Netz entnommen werden sollten

2) Projekt Haurup
– Einrichtung eines Elektroseurs mit 20 kg H2/h
H2 Speicherung und weitere H2 Anwendungen
Warum in Haurup
– weil E-Umspannwerk vorhanden
– Gasnetzanschluss in Haurup um H2 einzuleiten

3) Zukunftsprojekt sind Bus, Auto und Bahnbetrieb per H2
Erklärt das Projekt „Westküsten Busverbindung zw. Husum und Niebüll“ das in Kooperation mit GP Joule durchgeführt wird.

4) Vorstellung von verschiedenen Projektpartnern wie Gasunie /NL, Fa. Linde, NEW 4.0,
Siemens, Greenpeace etc.

5) Die Firma „EdN“ erklärt sich klar zur ökonomischen Energiegewinnung durch die Herstellung von H2 aus Wind, Sonne und Abfall-Bio.

PS: Die Voraussetzungen sind vorhanden, die Dinge sind klar, wir können loslegen, wir benötigen leider das politische „GO“

Für eine kleine Zwischenbilanz meldet sich EES Vorstand Peter Helms nach dem Vortrag und bekundet die immensen Fortschritte in China und Indien gleichzeitig kritisiert er aber auch den Lobbyismus in Dtl. durch den die Etablierung einer umfassenden H2 Wirtschaft massiv behindert wird.
Stichwort „Genehmigung von Elektroseuren, Errichtung von H2 Tankstellen und zu schleppende Herstellung von H2 PKWs von deutschen Herstellern.

Herr Andree Steinau GPJoule:

Zunächst erklärt Herr Steiner anhand von unserem H2 Modell“ die technische Produktion und dem Verbrauch von H2 in einer Brennstoffzelle.
Das „Modell“ ist bei solchen Anlässen immer beliebt, weil man auch dem Laien gut die „H2 Nutzung“ veranschaulicht erklären kann.

Er bedauert das der Hauptabsatz von H2 PKWs in Japan und Korea stattfindet, und daher kommen auch die straßenfähigen Autos aus Japan und Korea.
Dtl. kommt zu schleppend voran Stichwort Lobbyismus !!!.

Herr Steinau umreißt die Ziele und Tätigkeitfelder von GP Joule

1) GP Joule konstruiert und fertigt Wind und Solarparks und erklärt eine klare positive Haltung zu den Klimazielen.
Daraus folgert Herr Steinau dass das Gas H2 sein muss und somit auch „Grün „ erzeugt werden sollte,
d.h. aus Wind und Sonne. „Wir haben in SH ausreichend Wind und den gilt es zu nutzen“.
Er schlägt einen Bogen zur kürzlichen Vergangenheit. Zunächst kamen die Autos mit Erdgasmotoren, dann kam das CO2 Problem und damit die erklärten Ziele der Bundesrepublik.
Jetzt sollen rein Batterie betriebene Autos das non plus Ultra sein. ???. Das ist sehr fraglich, weil der Bau der großen Fahrbatterien massiv seltene Erden etc. benötigt und weitere Probleme nach sich zieht.
Dabei kommt die Verfügbarkeit von Aufladestationen und die lange Aufladezeit zur Sprache.

2) GP Joule verbindet Erzeugung von H2 und Verbrauch
H2 kann man in vielen Märkten einführen z.B. ins Erdgasnetzt einspeisen, für die Mobilität nutzen, Industriebedarf, Verstromung etc. pp
Konzept „H2 Verbund“: H2 erzeugen, speichern, transportieren, verarbeiten und vermarkten.

3) Die Lösung der Mobilität wäre:
Mit Hilfe der erzeugten Elektrizität aus Wind und gelegentlich aus Sonne;
Wasser in seine Bestandteile H2 und O2 zu spalten
das H2 mit O2 in der mobilen Brennstoffzelle (Auto) wieder zusammenzuführen und die freiwerdende Energie für den Antrieb zu nutzen.
„Wasser wird wieder zu Wasser“
Darüber hinaus erwägt GP Joule sowie auch „EdN“ den Busbetrieb in SH zu reformieren und die dieselbetriebenen Bahnen in SH mit H2 zu fahren.

4) Regionale Wertschöpfung aus Erneuerbaren Energien geht hier in SH sehr gut !!!!!
Herr Steinau beklagt die Rechtslage in Deutschland, sie ist nicht für die EE konzipiert das müsste geändert werden.

5) Akzeptanz der H2 Technologie durch Wertschöpfung vor Ort
Primärproduktion durch Wind unter der Beachtung der Kostenkurve
Stromproduktion durch die „Windmüller der Westküste
Wir wollen dass die Wertschöpfung in SH bleibt.
Herr Steinau erklärt die zukünftige Preisentwicklung von H2 bei einer akzeptablen Abnahme und prognostiziert eine Kostendegression von H2.

Schlusswort vom EES Vorsitzenden:
Nach diesem Vortrag würdigt EES Vorstand Peter Helms das Engagement von EdN und GP Joule.
Er stellt fest das da jede Menge Herzblut in der Sache mitfliest. Dies wird auch von beiden Rednern bestätigt.
Im Umkehrschluss bedanken sich auch die Redner beim EES für das Engagement einer sauberen Umwelt durch die Unterstützung bei den Klima Zielen.

Anschließende Diskussion:

Den anschließenden Fragen stellen sich die beiden Referenten sowie auch Peter Helms zur Antwort.

Wie wird der Wasserstoff nun aktuell hergestellt „Grau oder Grün“

Herr Steinau: Momentan noch meist Grau aus Raffinerien usw. H2 ist teilweise auch Abfallprodukt
Unsere Zukunft gilt aber ganz klar der Herstellung aus Wind, Sonne und Bioabfall, also alles rein ökologisch.

Was sind die Nachteil bei der H2 Herstellung
Herr Bartelsen: Es klingt ein bisschen frenetisch aber es gibt keine Nachteile es gibt Hindernisse in Form von Lobbyismus, EEG Umlage, Windmühlen Ab-Regelung, usw.

Wie ist die preisliche Marktreife
Beide Refs:– sehr gut im Vergleich zu Benzin und Diesel, wir liegen z.Zt. ca. am Dieselpreis.
!!! Und….wir sind am Anfang der Produktion und Entwicklung.

Frage nach privater H2 Herstellung und Verbrauch
– ist in Planung

Die allgemeine Frage: -keine Tankstelle kein Autokauf // die Henne und das Ei
Peter Helms:– Wir müssen das überbrücken mit Mut zur Zukunft und mit kommunalen Vorleistungen

Es kamen weiter Fragen nach Wertschöpfung, momentane Situation, Fakten, zukünftige Arbeitsplätze, Sicherheit etc. pp.
Die Antworten wurden von den Referenten sowie von unserem Vorsitzenden beantwortet

Letztlich bedankt sich Peter Helms bei Herrn Repenning vom Glücksburger Zukunfts-Forum für die Einladung,
sowie bei den Anwesenden für das Interesse und wünscht der „Koalition Glücksburg /Flensburg“ einen guten Weg in die Zukunft.

Flensburg, den 2.12.2017

Schriftwart; Hans Kötzner

Protokoll vom öffentlichen EES-Stammtisch am 8.Nov 2017 im Restaurant Borgerforening

Protokoll

vom öffentlichen EES-Stammtisch am 8.Nov 2017 im Restaurant Borgerforening

Motto:         EES-Round-Table Gespräch „Energieversorgung mit H2“

Der Vorsitzende Peter Helms begrüßt die Referenten, Gäste und EES Mitglieder.

Eingeladen als Referenten sind
Marco Bartelsen von „Energie des Nordens“
Herr Uffe Borup von der Fa. NEL Hydrogen Solutions, Dänemark
Ralf Ehlers von GPJoule
Sören Nissen von der Studentenschaft UNI Flbg.
Reinhard Christiansen von „Energie des Nordens“

Pressevertreter: Flensburger Tagblatt (Herr Jolly)

Anwesenheit: ca. 90 Gäste und Mitglieder

Zur Stellungnahme bei der Diskussionsrunde begrüßt Peter Helms außerdem:
Frau OB Simone Lange
Frau Petra Nicolaisen, MdB CDU
Herrn Paul Hemkentokrax GF Busbetriebe Flbg.
Herrn Thorsten Roos, LR Kreis SL/Fl
Die Herren Otzen und Otten von der WIREG
Herrn Prof. Dr. Jens Born
Herrn Jörg Petersen von der CDU
Herr Friedrich Reese Stellvertr. Bgm. Handewitt
Herrn Björn Meyer von der IHK
Herrn Heiner Dunkel / MdL SPD SH
Ratsherr Glenn Dierking vom SSW
und bedankt sich für das zahlreiche Erscheinen.

Der stellvertretende EES Vorsitzende Herr Carsten Theet stellt sich vor, begrüßt und bedankt sich ebenfalls für das zahlreiche Erscheinen unserer heutigen Gäste und Mitglieder.

Das Eingangsgespräch zu den heutigen Sachthemen führt der stellvertretende EES Vorsitzende Peter Hamann und umreißt die Entstehung und Begründung des EES, dessen Ziele und den heutigen Stand.
„Öffentlichkeitsarbeit, Präsentationen und Durchhaltevermögen der EES wären der Grund für den Erfolg dass in 2018 eine H2 Tankstelle am Skandinavien Park vor den Toren Flensburgs, errichtet wird.
Mit Hilfe einer PowerPoint Präsentation führt er in das heutige Thema ein und zeigt die Orte an dem H2 Tankstellen in DK und Norddeutschland heute schon stehen, sowie für 2018 geplant sind.
Des Weiteren zeigt er H2 Autos, sowie die Vorteile einer H2 Mobilität per Bus und Bahn und die mögliche „Grüne H2- Produktion“ in Nordfriesland (Haurup)

Referenten:
Herr Marko Bartelsen „Energie des Nordens“:
Herr Bartelsen erklärt die Produktion von H2 per Elektroseur (Elektrolyse),
die mögliche Speicherung des H2 an den Tankstellen sowie im Erdgasnetz.
Er erläutert die H2 Nutzung durch die Brennstoffzelle in der Mobilität, sowie die Stromveredlung.
Bei der Stromveredlung wird H2 in Wärme umgesetzt oder/und eine Rückverstromung nach Bedarf der jeweiligen Örtlichkeit vorgenommen.
Er erklärt die Anlagekonzeption des Elektroseurs in Haurup. Er begründet den Standort mit dem vorhandenen E-Umspannwerk, und durch die Möglichkeit der H2 Einspeisung in das vorhandene Erdgasnetz.

Herr Bartelsen stellt namhafte Partnerfirmen der Fa. Energie des Nordens vor.
So z.B. Linde, Siemens, NEW4.0, Gasunie/NL, Greenpeace und viele kleinere Partner und Beteiligungen mehr.

Herr Bartelsen lädt außerdem zum „Grünstrom Event  nach Enge Sande zum 1-3.6.2018 ein.

Zwischenruf: Herr Carsten Theet empfiehlt den interessierten Gäste sich die Homepage der Fa. „Clever Shuttle“ anzusehen (Stichwort 20 H2 Fahrzeuge für Berlin).

Herr Uffe Borup: Fa. NEL Hydrogen Solutions, Dänemark

Die Fa. „Nel Hydrogen Solutions“ ist ein „Allround Supplier“ für H2 Energie.
D.h. von der Produktion bis zum Endverbraucher.
NEL steht für die Produktion von H2 per Elektroseur sowie für die Speicherung und für den Betrieb der H2 Tankstelle.
Neben den Aktivitäten in DK und Europa hat NEL eine Niederlassung in Cal/USA
Das Hauptwerk der NEL steht in Herning/ Jütland, DK (ca. 150 km nördlich Flbg.)
Grundsatz-Ziel: Produktion von grünen Wasserstoff.
NEL steht für Konzepte in Zentraler und in Vor-Ort Ausführung.
Nel übernimmt den gesamten Bereich der H2 Produktion bis zur Endnutzung in der entsprechenden Mobilität.
Herr Uffe führt aus dass der Aspekt der Wirtschaftlichkeit in Relation zu herkömmlichen Kraftstoffprodukten eine Rolle spielt.
So sollten bei einem Verbrauchsvergleich die Preise für H2 Kraftstoff unterhalb der heutigen Kraftstoffpreise liegen.
Das Preisziel benennt Herr Borup mit 5.- €/kg H2.
Dieser Preis ist weit unter den heutigen Kraftstoffpreisen im Verbrauchsvergleich /100km.
Man benötigt bei einem Durchschnittswagen ca. 1 kg H2/100km

Produktionsbezogen bedeutet dass, je größer die Elektroseur-Anlage, desto preiswerter kann H2 produziert werden.
Derzeitiger Produktionsstand der Anlage in Herning. IST 30 kg H2/Tag. Plansoll/2018: 300 kg H2/Tag

Herr Borup zeigt per Grafik den derzeitigen H2 PKW Bestand in Dänemark, Island, Norwegen und Cal /USA.

Zur Etablierung von H2 auf dem Tankstellen-Markt sind Flotten z.B. Busse oder Taxis wichtig. Und in diesem Zusammenhang meint Herr Borup dass die Buspreise in Folge der Anzahlherstellung spürbar sinken werden.
Auch die Platzverhältnisse für eine H2 Tankstelle auf einer Befüllungs-Station sind zu beachten.

Sein Fazit:        Die Zeit ist reif für H2

Ralf Ehlers von GPJoule:

Herr Ehlers begnügt sich mit einer Kurzfassung seiner Ausführung.
Er erläutert das Projekt H2 Busse von Husum nach Niebüll.
Akzeptanz der H2 Technologie durch Wertschöpfung vor Ort
Wir wollen dass die Wertschöpfung in SH bleibt.
Das bedeutet H2 von der Energieherstellung durch die H2 Elektroseure bis zur Nutzung.
Stichwort „Akzeptanz der Energiewende“
Primärproduktion durch Wind unter der Beachtung der Kostenkurve
Sein Fazit: Es rechnet sich, wenn die Politik eine positive Stellung einnimmt.
Wenn Bundes- und Örtliche Genehmigungen vorliegen kann alles sofort gestartet werden.
Die Vorrausetzungen sind gegeben.

Sören Nissen von der Studentenschaft Hochschule Technik / Flbg

Eine Studentengruppe der HS Flensburg hat ein Projekt ausgearbeitet
Das Projekt ist die Bahnlinie Flensburg /Niebüll
Mittels Umfeldanalyse und Machbarkeitsstudie haben die Studenten kalkulatorisch nachgewiesen,
dass unter Inanspruchnahme von entsprechenden Fördergeldern des Bundes oder des Landes ein Umsteigen von herkömmlichen Energieträgern auf H2 nicht nur Konkurrenzfähig, sondern sogar wirtschaftlicher ist.
Die überaus hohen Kosten einer Elektrifizierung fallen nicht an !!
Als Vorlage diente auch das Pilotprojekt von Alstom/Siemens in Niedersachsen.
Für die technische Machbarkeit arbeiten die Studenten mit der Fa. „Energie des Nordens“ zusammen.
Fazit: H2 ist nicht nur konkurrenzfähig sondern wirtschaftlicher.

Reinhard Christiansen von „Energie des Nordens“

Herr Christiansen möchte am heutigen Abend nicht auf technische Details eingehen.
Er konzentriert sich auf politische Vorgaben und der zeitraubenden Administration in „Bund und Land“.
In Bezug auf Bundespolitische und auch Landespolitische Genehmigungen bedauert Herr Christiansen in großem Maße dass der Genehmigungsdschungel „Undurchsichtig und sehr Hinderlich“ ist.

Beispiel: „Warum kann „Alstom“ in Niedersachsen mit der H2-Bahn, Personenbeförderungen durchführen und hier in SH nicht. Wir fühlen uns ausgebremst !!!
Die Förderung von H2 Autos durch das Bundeswirtschaftsministerium ist mehr als undurchsichtig.
Er bedauert die Strompreisgestaltung in Bezug auf die H2 Produktion ???
Nicht „Grauer“ sondern „Grüner“ Wasserstoff muss es sein !!!!
Ausufernde administrative Hindernisse sind massiv störend
Zum Betrieb eines Elektroseurs benötigt man nachheutiger Kalkulation ca. 80 PKW.
Herr Christiansen bedauert auch sehr sodass DK keinen H2 abnimmt. Dazu befragt er den anwesenden Herrn Borup wie man da vorgehen könnte.
Herr Borup kann diesbezüglich auch keine definitive Antwort geben weil dies nicht in seinem Bereich fällt.
Die dänische Energiepolitik wird in Kopenhagen gemacht, und da ich kein Politiker bin, kann ich leider nur             empfehlen sich dorthin zu wenden.

Im Gegenzug dazu arbeitet die Holländische Fa. „Gasunie“ in vorzüglicher Weise für die H2 Gas Einlassung in deren Erdgasnetz.
Sie investieren beträchtlich für eine H2-Gas-Aufnahme in deren Erdgasnetz.

Anschließende Diskussion:

  • Aus dem Publikum kommen die unterschiedlichsten Fragen bzgl. H2.
    So z.B. Warum sind die H2 Autos so teuer

Peter Hamann meint daraufhin: Das Herzstück ist die Brennstoffzelle.
Die Brennstoffzelle gibt es zwar schon ca. 30 Jahre, aber das waren die ersten Anfänge. Die heutigen Patente sind aktuell und die Zellen-Elemente sind sehr aufwändig und teuer. Die Erfinder würden sich das natürlich gerne gut bezahlen lassen.
Aber; Seit Januar 2017 kam mit dem Umweltkongress „Davos“ Bewegung in die H2 Mobilität.
–           die Fahrzeugtechnologie ist weitgehend ausgereift
–           der Preis ist eine Mengenfrage
Alleine an „Davos“ kann man sehen dass die H2 Mobilität nicht eine Frage der Technik- Kosten ist, sondern in hohem Maße vom politischen Willen abhängt.

 

  • Aus dem Publikum kommen mehrere Frage administrativer und auch technischer Art
    B. H2 Preis, H2-Mobilitätsförderung, H2-Tankstellenförderung, Umrüstung von bestehenden
    Autos (Umbausatz). Umrüstung bei großen Fahrzeugen (wie Busse) etc pp.Herr Thorsten Roos Landrat Kreis SL/Flbg. übernimmt die Antwort:
    Er will tun was in seinem Ressort geht, und sich dafür einsetzen dass ab sofort engagiert in den Klimaschutz mittels „Grünem H2“ aus Bioanlagen und landwirtschaftlichen Abfallstoffen investiert wird.
    Dadurch entsteht ein „Mehr“ an H2 und dies wäre preisdrückend.
    „Wir müssen zusammenarbeiten“
  • Ein Gast fragt;
    Um den Schutz von mechanische Arbeitsplätzen z.B. im Motorenbau zu erhalten, wäre die Brennstoffzelle kontraproduktiv. Warum kann man nicht H2 in Verbrennungsmotoren nutzen da kommt aus dem Auspuff auch nur Wasser und der Reinheitsgrad des H2 müsste nicht hoch sein ???Peter Hamann sagt dass bei der Motorverbrennung der Wirkungsgrad zu schlecht sei, und sich deshalb am Ende der Motor gegen die Brennstoffzelle sich nicht durchsetzen würde.

Oberbürgermeisterin Flensburg, Frau Simone Lange meldet sich zu Wort
Frau Simone Lange sagt, dass sie schon lange die H2 Initiative begleitet.
Auch sie freut sich über die vielen Besucher am heutigen Abend und die positive Entwicklung der EES H2 Initiative.
Was sie tun kann und gerne tut ist, dass sie das Thema in das Rathauses tragen will unter der Rubrik „Klimaschutz in der Arbeit des Klimapaktes“.
Der „Klimapakt“ ist seit Jahren ein fester Bestandteil des Umweltschutzes im Rathaus.
Ihr Credo; H2 ist reif für die Teilhabe eines Projektes für eine Rolle „H2 Energie in Flensburg“.
Im Jahre 2050 will Flensburg CO2 neutral sein.
Sie möchte einen Dialog aufbauen mit den angrenzenden Kommunen sowie mit Sonderburg/DK.
Sonderburg möchte allerdings 2030 CO2 neutral sein. Das sollte uns zusätzlichen Ansporn geben.
Da gibt es viel zu tun.
Ihr Weihnachtswunsch für 2017:
Für 2018 eine H2 Tankstelle in Flensburg und einen H2 Dienstwagen für das Rathaus bzw. für den OB.
Zusätzlich wünscht sie sich, das ein Projekt angeschoben wird um den H2-Betrieb der Bahnlinie Flensburg/Niebüll zu ermöglichen.

Frau Petra Nicolaisen (CDU einst SH)
Frau Nicolaisen ist „frisch gebackene“ CDU Bundestagsabgeordnete.
„Ihr H2 Feuer ist bereits entfacht“.
Der Wind muss genutzt werden und durch Speicherkapazitäten zur Verfügung gestellt werden.
Hierfür bietet sich die H2 Technologie in hervorragender Weise an, wie ich heute und auch schon beim letzten EES Stammtisch gelernt habe.
Es gilt also eine H2-Infrastruktur aufzubauen.
Die Gelegenheiten hier vor Ort in Schleswig/Flensburg ,Nordfriesland und Dänemark sind in hervorragender Weise dazu geeignet.
„Ich bin da voll auf Ihrer Seite. Sie möchte im Bund dafür eintreten dass Fördermöglichkeiten hier ankommen.
Beim Bund gibt es Fördermöglichkeiten in Form von „NIP I“.
Außerdem gibt es eine Förderung von 250.- Mio. für Fahrzeuge, Schiene/Wasser.
Man sollte wissen wie man an diese Fördertöpfe rankommt.
Dazu möchte Frau Nicolaisen gerne Hilfestellung geben.
– „Wir müssen dranbleiben“, so Ihr Credo.
Zur Sache: Wir müssen energetisch was tun, und dafür möchte sie sich einsetzen.
Herzlichen Glückwunsch zu den heutigen Beiträgen und zur H2 Zukunft

Herr Dunkel SPD Landtag SH
Herr Dunkel hat großes Interesse an die H2 Technologie bzw. an die notwendige Infrastruktur.
Er möchte den H2 Betrieb der Bahn unterstützen und voranbringen, aber auch die H2 Mobilität in öffentlicher und privater Hand.
Er freut sich auch über die rege Teilnahme am heutigen Abend und ist positiv gestimmt für den Fortgang der H2 Technologie.

Prof Born /Hochschule Flbg. // Fach Energie und Umwelt
Man sollte darauf hinwirken dass die Industrie sowie alle CO2 emittierenden Nutzer mit einer CO2 Steuer belegt werden.
Dadurch würden die erneuerbaren Energien wettbewerbsfähig und sich automatisch gut entwickeln können.
Dann benötigt man keine Subventionen mehr.
In Puncto H2 wäre zu erwarten, dass das einen Schub für H2 Fahrzeuge gibt, weil die KFZ Steuer gemessen an CO2 aktuell 0 € sein sollte.
Ein weiterer Effekt wäre dass durch eine erhöhte Produktion von H2, der Wasserstoff an der Tankstelle preiswerter wird und viele Autofahrer bzw. Energieverbraucher geben dem H2 weiteren Auftrieb.

Der Gedanke von Prof. Born ist logisch aber auch rational, und „Irgendwo muss man schon anfangen“

Frau Ursula Thomsen-Marwitz (EES)
Zum Schluss hat Frau Ursula Thomsen-Marwitz noch eine Frage an den Vertreter der NEL/DK.
Warum sperrt sich DK mit H2 Lieferungen von Deutschland nach DK ?
Die Antwort fällt sinngemäß wie bei der Anfrage von Herrn Christiansen (s.oben) aus.

Schlusswort:
Peter Helms bedankt sich bei den Referenten und allen Anwesenden.
In Bezug auf Mitgliedschaft im EES wirbt der EES Vorstand für reges Engagement.
Gäste, vor allem junge Leute, dürfen sich angesprochen fühlen beim EES mitzuwirken und einzutreten.
Dafür würden sie am Ausgang Mitgliedsanträge vorfinden.

Schriftwart; Hans Kötzner

  1. Nächster Event am 30.11.2017 um 18:00 mit Artefakt in Glücksburg (Ort: Grundschule Glbg)

Brennstoffzelle & Wasserstoff » Wettbewerb FUELCELLBOX

Runde 2016/17

Welche Aufgabe war zu lösen                

Da ungefähr 50 % des Schienennetzes in Deutschland nicht elektrifiziert sind, hat dies zur Folge, dass dort Züge weiterhin mit fossilen Brennstoffen angetrieben werden. Um die ehrgeizigen Ziele des Klimaschutzplanes umzusetzen, muss jedoch dringend eine emissionsfreie und energieeffiziente Alternative gefunden werden. Dies soll nun durch wasserstoffbasierte Brennstoffzellentriebwagen realisiert werden. Diese Technologie hat nicht nur den Vorteil, dass deutlich weniger Emissionen die Umwelt belasten, sondern auch, dass keine neuen Oberleitungen in die schöne Landschaft NRWs gebaut werden müssen. Für einen ersten Testlauf der innovativen Brennstoffzellentriebwagen werden nun zukünftige Ingenieure und Wissenschaftler gesucht. Können Sie hier weiterhelfen? weiterlesen

Günstiges €-Auto für kurze Wege die nicht mit dem Fahrrad erledigt werden können.

Artikel aus dem Online-Magazin GetMobilitye.Go soll für weniger als 15.000 Euro verkauft werden

E.GO ELEKTROAUTO

Ein Team rund um Prof. Dr. Schuh hat in Aachen ein weiteres Elektroauto entwickelt. Der e.Go ist ein kleines Elektroauto für den Alltag, das zu einem attraktiven Preis verkauft werden soll. In einem ähnlichen Setup ist bereits der StreetScooter entstanden, der von der Deutschen Post eingesetzt wird und demnächst auch an Partnerunternehmen verkauft werden soll.

Elektroauto zum Preis von 12.000 Euro

Der e.Go verfügt über ein schnittiges Design und soll zu einem günstigen Preis zu haben sein. Das Elektrofahrzeug soll für einen Preis von knapp 16.000 Euro zu haben sein. Seit ein paar Tagen kann das Fahrzeug vorbestellt werden, wie bei Tesla müssen 1.000 Euro Anzahlung hinterlegt werden. Durch die staatliche Förderung für Elektroautos in Höhe von 4.000 sinkt der Preis des e.Go auf 11.900 Euro.

e.Go mit Reichweite von bis zu 170 Kilometern

Das viersitzige Fahrzeug verfügt in der Grundausstattung über eine Reichweite von 130 Kilometern, eine Version mit erhöhter Batteriekapazität von 19.2 Kilowattstunden kommt auf eine Reichweite von 170 Kilometern. Damit eignet sich das Fahrzeug als Zweitwagen oder für Nutzer, die ausschließlich auf kurzen Strecken unterwegs sind. Das Fahrzeug ist für die Stadt ausgelegt, und für die meisten Pendler dürfte die Reichweite locker ausreichen.

Modernes Design für den e.Go

Von außen wirkt das Fahrzeug modern, im inneren einfach und schlicht. Das Unternehmen wird so weit es geht auf Teile von der Stange setzen, um die Entwicklungs- und Herstellkosten so gering wie möglich zu halten. Unter anderem liefert Bosch den Antriebsstrang und die Car-to-Cloud Lösung.

Staatliche-Elektrobus-Förderung-in-den-Startlöchern

H2 Wasserstoff Bus auch jetzt Serienmäßig zu kaufen.

wasserstoffbus-hyundaiAls Flensburger modernen sauberen Campusbus?

Das wäre Zukunft zum Anfassen/Sehen/Spüren!

Nach der Kaufprämie für Elektroautos wird wahrscheinlich ein weiterer finanzieller Anreiz zur Förderung der Elektromobilität eingeführt: Auf ihrem Treffen hat sich die Umweltministerkonferenz vergangene Woche einstimmig für die Förderung von Elektrobussen für den ÖPNV durch die öffentliche Hand ausgesprochen. Ein ähnlicher Beschluss wurde kürzlich durch die Bundes-Verkehrs-Ministerkonferenz gefasst.

Die Umweltministerkonferenz verabschiedete das Programm „Faktor 100“ und forderte die Bundesregierung auf, bereits im kommenden Jahr 50 Millionen Euro zur Förderung der Anschaffung von 250 E­-Bussen bereit zu stellen.

Die Summe soll sich nach dem Willen der Umweltminister in den Folgejahren auf 100 Millionen Euro jährlich erhöhen.

Das wäre doch auch was für den Norden?bild37

Hier die H2-E-Busse in Hamburg

Klimaziele in weiter Ferne- die Regenerative Zukunft ist sehr realistisch machbar!

Klimaziele in weiter Ferneaus-fwd-praesentaion

In Deutschland wurden 2016 insgesamt fast 906 Mt Treibhaus gase freigesetzt, das sind etwa 4 Mt mehr als 2015. Das zeigen aktuelle Prognose-Berechnungen des Umwelt Bundesamtes (UBA). Am stärksten gestiegen sind die Emissionen im Verkehrssektor: Hier sind es 5,4 Mt mehr als 2015, ein Plus von 3,4 %. Der Anstieg der Verkehrs Emissionen geht vor allem darauf zurück, dass mehr Die­sel getankt wurde und der Straßengüterverkehr um 2,8% gewachsen ist. „Die Klimagasemissionen des Verkehrs lie­gen mittlerweile 2 Mt über dem Wert von 1990. Wenn sich im Verkehrssektor nicht bald etwas bewegt, werden wir unsere Klimaschutzziele verfehlen. Die Effizienz Steigerungen bei Fahrzeugen sind durch das Verkehrswachstum auf der Straße verpufft“, sagte UBA-Präsidentin Maria Krautz­berger. Deutschland hat sich das Ziel gesetzt, seine Emissi­onen bis 2020 um 40% zu mindern, derzeit ergibt sich nur eine Minderung von 27,6 %.

Anders als auf der Straße erlebte der klimafreundliche Schienengüterverkehr 2016 einen Rückgang bei den trans‑

portierten Tonnenkilometern um 0,5%. Grund sind die zu niedrigen Mautsätze für Lkw und die günstigen Spritpreise. Letztere führten zu einem Plus von 3,5 % beim Dieselabsatz (Benzin: +2%). Maria Krautzberger: „Für eine Verkehrs wende sollte die Maut auf das gesamte Straßennetz und auf alle Lkw-Klassen ausgeweitet werden. So können wir die Um­weltschäden durch Treibhausgase und Lärm den Verursa­chern besser anlasten.“

Auch der Luftverkehr verzeichnete deutliche Zuwächse in puncto zurückgelegter Kilometer bzw. bewegter Passagie­re und Fracht. Auch dies verursacht den Anstieg der Treib­haus gas Emissionen des Verkehrs.

„So lange wir den Verkehrssektor in Deutschland umwelt­schädlich mit 28,6 G€ pro Jahr subventionieren, wird sich an dieser Entwicklung nichts ändern“, so Krautzberger: „Das Dieselsteuerprivileg wie auch andere Privilegierun­gen sollten daher nach und nach abgeschafft werden.“

(UBA-Pressemitteilung vom 20. März 2017)

 

Alles machbar

Wie hoch wären die Belastungen für eine vollständige Umstellung der deutschen PKW auf Wasserstoff? Wissen­schaftler des Forschungszentrums Jülich wollten es wissen und haben den Prozess einmal von Anfang bis Ende durch­gespielt und -gerechnet.

Mit Hilfe von Elektrolyseuren kann man Lastspitzen nutzen, um aus Wasser Wasserstoff herzustellen, der sich ähnlich wie Erdgas unproblematisch und günstig in unterirdischen Salzkavernen lagern lässt.

Pipelines in der Länge von 42.000 km und rund 10.000 neue Wasserstoff-Tankstellen wären nötig, um 75 % der PKW mit Wasserstoff zu versorgen. Insgesamt müssten für Elektro­lyseure, Pipelines, Wasserstoff-Tankstellen und die Erschlie­ßung von Kavernen rund 61 G€ aufgebracht werden. Verteilt über die gesamte Aufbauphase von 40 Jahren wären die jährlichen Ausgaben damit im Schnitt niedriger als die heu­tigen Investitionen in das Erdgasnetz: Die 633 Verteilnetzbetreiber in Deutschland haben alleine im Jahr 2013 rund 2 G€ für den Erhalt und Ausbau des Erdgasnetzes ausgegeben.

Die Kosten für den Wasserstoff wären vergleichbar mit heu­tigen Kraftstoffkosten. Sie lägen — abhängig von der Ver­gütung des genutzten Stroms — umgerechnet nur weni­ge Cent pro Kilowattstunde unter oder über den heutigen Benzinpreisen. Auch in Sachen Komfort müssten Autofah­rer keine Abstriche machen. Innerhalb von drei Minuten ist ein Brennstoffzellen-PKW vollgetankt. Die Reichweite be­trägt bis zu 700 km.

Mit Hilfe von Wasserstoff als Speicher könnte man einen großen Teil der fossilen Kraftwerke durch Windkraft er­setzen. In ihrem Szenario gehen die Forscher von insge­samt 170 GW elektrischer Leistung onshore und 59 GW offshore im Jahr 2050 aus. Zusammen ist das etwa die fünf­fache Gesamtleistung der Windkraft von 2016, was einer Verringerung der CO2-Emissionen um insgesamt 20% entspricht. Weitere 6% lassen sich durch den Ersatz konventi­oneller PKW einsparen. Zugleich könnten auch die aktuell in der Diskussion stehenden Stickoxide und Feinstäube in Städten deutlich reduziert werden. Denn die Abgase von Wasserstoffautos bestehen lediglich aus Wasserdampf. Zusätzliche Einsparungen wären durch die Einführung ent­sprechender Busse und Kleintransporter möglich.

Der Investitionsbedarf für die Infrastruktur hängt in ho­hem Maße von den kostenintensiven Elektrolyse-Kapazitä­ten ab. Für eine anfängliche Flotte von 10.000 Brennstoffzellen Fahrzeugen wären zwar schon ein flächendeckendes Tankstellennetz, aber zunächst nur relativ geringe Elektrolysekapazitäten von etwa 23 MW im Jahr 2025 erforder­lich. Denn zunächst würde nur relativ wenig Wasserstoff benötigt. Um langfristig 75 % der deutschen PKW – oder geschätzte 33 Millionen Brennstoffzellenautos – zu ver­sorgen, wäre dagegen ungefähr die tausendfache Elektrolyse Kapazität mit einer elektrischen Gesamtleistung von 28 GW erforderlich. Das entspricht in etwa der Leistung von 50 Kohlekraftwerken.

Emonts, S. Schiebahn, K. Görner, D. Lindenberger, P. Markewitz, F. Merten, D. Stolten: „Re-energizing energy supply: Electrolytically­produced hydrogen as a flexible energy storage medium and fuel for road transport“, Journal of power sources 342 (2017) 320-6; DOI: 10.1016/jjpowsour.2016.12,073

Energie in den Keller tun

 

Unterirdische Energiespeicher in geeigneten Gesteinsformationen werden voraussichtlich ein Element des Energiesystems von morgen sein. Dieses Prinzip kann man auf unterschiedliche Weise realisieren.

Daher können wir mit Ge­wissheit sagen, dass die Technologien zur Herstellung und Anwendung von Wasserstoff in den vergangenen Jahren große Fortschritte gemacht haben, und zwar nicht nur im Pkw-Bereich.“ Für das Wuppertal-Institut sagte Manfred Fischedieck: „Für die Zukunft gehen wir davon aus, dass per Elektrolyse hergestellter Wasserstoff aus Strom aus er­neuerbaren Energien eine wichtige Rolle einnehmen wird.“ Dies müsse auch so sein, um die potenziellen Umweltvor­teile des Wasserstoffs nutzen zu können.

Das Dokument ist unter www.shell.de/wasserstoffstudie frei erhältlich.

 

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Pressekonferenz zur Vorstellung der Shell Wasserstoffstudie mit Dr. Karin Arnold und Prof. Dr. Manfred Fischedick vom Wuppertal Institut, Chef-Volkswirt Dr. Jörg Adolf und Shell Hydrogen General Manager Oliver Bishop sowie Rosario Berretta, Daimler (von rechts)

Kohle Lobby soll aber draußen bleiben!

Anmerkung der EES-ev

Toyota präsentiert Brennstoffzellen-Truck

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 Dienstag, 25 April 2017 11:04

brennstoffzellen-truckToyota präsentiert Brennstoffzellen-Truck

Der japanische Autobauer verfolgt weiter seine Wasserstoff-Strategie und präsentiert einen Brennstoffzellenantrieb für schwere LKW, der eine hohe Alltagstauglichkeit bei 0 Emissionen bieten soll. Ab Sommer dieses Jahres soll der Brennstoffzellen-LKW in den Häfen von Los Angeles erprobt werden.

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