Was will unser Verein EES-ev

1.1    Vereinsziele – Was wir wollen

Der EES e.V. unterstützt die Energiewende in der Region, mit dem Ziel, bis 2030 kein CO2 mehr aus fossilen Energieträgern wie Kohle, Erdöl und Erdgas zu verbrauchen. Die Energiewende ist zwingend notwendig, um den Klimawandel zu stoppen.

 

Abbildung 1: Die Energiewende ist das Ende der fossilen Brennstoffe

Ein wesentlicher Baustein der Energiewende ist eine Wasserstoffwirtschaft mit grünem Wasserstoff. Grüner Wasserstoff wird mit regenerativen Energien produziert.

Grüner Wasserstoff

  • ist ein Speicher für Erneuerbare Energie,
  • liefert Energie zur Wärmegewinnung
  • ermöglicht eine CO2 freie Rückverstromung,
  • dient als Treibstoff für CO2 freie Fahrzeuge und
  • ist ein wichtiger Rohstoff für die Industrie.

 

„Der beschleunigte Wechsel zu erneuerbaren Energien ist eine ökologische, wirtschaftliche und soziale Existenzfrage mit friedenspolitischer Dimension. Es darf keine Zeit mehr verspielt werden“ Hermann Scheer (1944-2010)

 

„Das Wasser ist die Kohle der Zukunft. Die Energie von morgen ist Wasser, das durch elektrischen Strom zerlegt worden ist. Die so zerlegten Elemente des Wassers, Wasserstoff und Sauerstoff, werden auf unabsehbare Zeit hinaus die Energieversorgung der Erde sichern“ Jules Verne (Die geheimnisvolle Insel, 1874)

 

Wir wollen die dezentrale Energiewende mit Beteiligung der Bürger und Bürgerinnen.

 

Wind-, Sonnen und Bioenergie aus biogenen Reststoffen werden zukünftig den größten Teil zu einer sicheren, sauberen, nachhaltigen und unabhängigen Strom- ,Wärme- und Kraftstoffversorgung in unserer Region beitragen.

 

Dies muss auch weiterhin unter maßgeblicher Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger vor Ort geschehen.

 

Der Verein Erneuerbare Energien & Speicher e.V. will mit allen Akteuren der Deutsch-Dänischen Region insbesondere Projekte der Wasserstoffwirtschaft anschieben.

 

Grüner Wasserstoff wird aus Wind- und Solarstrom sowie aus biogenen Reststoffen in unserer Region hergestellt.

 

Eine grüne Wasserstoffwirtschaft schafft eine erhebliche Wertschöpfung in unserer Region.

 

Werden Sie Mitglied! (hier ist einen Verknüpfung zu einem Beitrittsformular prima)

Gestalten Sie die Energiewende aktiv mit!

 

Nur gemeinsam sind wir stark!

 

 

1.2    Termine

1.2.1    Ständige Termine

 

In der Regel jeden ersten Mittwoch eines Monats in der Gaststätte:

 

Alte Apotheke

Friesische Str. 31

24937 Flensburg

Tel. 0461 40771033

 

Wenn Sie kein Vereinsmitglied sind, fragen Sie bitte kurz in der alten Apotheke nach, ob der Termin stattfindet.

1.2.2    Aktuelle Termine des Vereins

Aktuelle Termine hier in Kürze:

Stammtisch-Termine mit Referenten im Borgerforeningen

1.2.3    Andere Termine interessanter Veranstaltungen

 

Aktuelle Termine hier in Kürze:

  • Energiepolitische Veranstaltungen von Parteien,
  • Veranstaltungen des Green Campus in Engesande,
  • Veranstaltungen der Uni/FH,
  • Veranstaltungen der IHK, der WIREG und
  • anderen Mitspielern.

 

 

1.3    Impressum

 

 

 

1.4    Spenden

 

Spenden – EES

 

 

1.5    Energiepolitik

Wir unterstützen und fordern parteiübergreifend eine Energiepolitik, die auf eine rasche Energiewende und den Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft abzielt.

Abbildung 2: Kein Öl mehr vom Scheich

1.5.1    Rahmenbedingen und Hemmnisse der Energiewende

 

Die vorhandenen Stromtrassen für den Transport elektrischer Energie sind nicht ausreichend. Der mit Windkraftanlagen und Solaranlagen produzierte grüne Strom kann nicht vollumfänglich verteilt werden, die Windkraftanlagen in der Region werden abgeschaltet.

 

„Im Jahr 2016 hätten 3,7 Milliarden Kilowattstunden Strom mehr aus Windkraft produziert werden können – genug um 1 Millionen Haushalte mit drei Personen ein Jahr lang zu versorgen“ (Quelle ARD-Wissen).

 

Die Betreiber von Windkraft- und Solaranlagen erhalten für nicht abnehmbaren Strom erhebliche Ausgleichszahlungen.

 

Jahr Ausgleichszahlung Nicht produzierter Strom
2015 478 Mio € 4722 GWh
2016 373 Mio € 3.743 GWh
2017 610 Mio € 5.518 GWh
2018

 

Quelle: Quartals- und Jahresbericht der Bundesnetzagentur 2017, S.9 – 11

 

Wirtschaftlich völlig unsinnig fließt Geld ohne Gegenleistung. Viel  gutes Geld verpufft. Wir  Bürgern zahlen und bekommen nichts dafür. Dieser Unsinn muss ein Ende haben. Wir können zu recht  für unser Geld einen positiven Gegenwert erwarten.

 

Die Dynamik dieser Fehlentwicklungen hat in den letzten Jahren stark zugenommen, Es ist zu erwarten, dass es in 2018 um eine noch höhere Ausgleichszahlung für abgeschaltete Windkraftanlagen gehen wird.

 

Im eigenen Netzgebiet nicht absetzbarer Strom ist der so genannte Negativstrom. Hier zahlen die hiesigen Stromerzeuger einen Preis für die Abnahme des Stroms an einen dritte Abnehmer im Ausland. Da konventionelle Großkraftwerke nicht kurzfristig ein- und ausgeschaltet werden können, ist bei stark schwankenden Verbräuchen eine Überproduktion nicht zu vermeiden.

 

Zurzeit wird konventionell produzierter Negativstrom insbesondere aus Braun- und Steinkohlekraftwerken mit Aufgeld ans Ausland verkauft, um den hiesigen Strommarkt zu entlasten.

 

Im Ausland werden dann zum Beispiel mit dem hier nicht genutzten Strom Pumpspeicherkraftwerke betrieben, die bei Bedarf wieder Strom erzeugen und diesen mit satten Aufpreis nach Deutschland zurückverkaufen – alles legal und für den Verbraucher ziemlich doof.

 

Außerordentlich sinnvoll ist es, den Strom, der nicht eingespeist werden kann, in einer anderen Energieform zu speichern. Eine gute Lösung ist die Umwandlung des Stroms in Wasserstoff. Diese Lösung sorgt für eine regionale Wertschöpfung – Leider verhindern teure Netzentgelte nach dem Energie Einspeise Gesetz EEG eine kostengünstige und wirtschaftliche Lösung.

 

Der Textbeitrag und die Fernsehsendung im ARD zu Speichern für regenerative Energien stellt diese Problematik anschaulich dar.

1.5.2    Gesetze und Verordnungen

Verweise auf Gesetze und Verordnungen finden Sie hier (wenn wir das denn wollen, geht besser als ich gedacht habe):

 

Übersicht über das Erneuerbare Energie Gesetz EEG

EEG im Informationsportal Erneuerbare Energien des BMWE

Elektromobilitätsgesetz EmoG

 

 

1.5.3    Nachrichten zur Energiepolitik

 

Hier finden Sie Verweise auf ausgewählte Nachrichten, die uns als Verein wichtig sind.

 

Global, EU, Deutschland, Region

 

1.5.4    Leserbriefe

 

Veröffentlichte Leserbriefe

 

Nicht veröffentlichte Leserbriefe

1.5.5    Politik Ansprechpartner

Die Ansprechpartner weiterer Parteien werden ergänzt.

Abgeordnete Bündnis 90-DIE GRÜNEN

MitarbeiterInnen Bündnis 90-DIE GRÜNEN

 

 

1.6    Mitgliederbereich

Informationen für Mitglieder nach Anmeldung wie

 

  • Protokolle der Vereinssitzungen
  • Adress-. und Telefonliste (Datenschutz???)
  • Bilder von (Vereins-) Veranstaltungen)

2      Wasserstoffwirtschaft und Energiewende

2.1    Wasserstoffwirtschaft und Energiewende

Der EES e.V. unterstützt die Energiewende in der Region. Dies ist das Hauptanliegen des Vereins. Ein wichtiger Baustein der Energiewende ist die Wasserstoffwirtschaft.

 

In unserer Region erzeugen Windkraftanlagen, Solaranlagen und Biogasanlagen regenerative Energie in Form von elektrischem Strom, Wärme und Biogas.

 

Elektrische Energie dient zu einen direkt der Energieversorgung und wird zum anderen für die Elektrolyse genutzt. Die Elektrolyse spaltet mit elektrischer Energie Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff.

 

Abbildung 3: Wasserstoffwirtschaft im Überblick

 

Dieses Verfahren der Wasserstofferzeugung wird als Power to Gas bezeichnet.

Der Wasserstoff speichert Energie, die bei Bedarf von den vier Sektoren Wärme (Heizung und Klima), Elektrische Energieerzeugung, Mobilität und Industrie verbraucht wird. Durch die gemeinsame Betrachtung der vier Sektoren wird die Energie best möglich genutzt.

 

Mit Power to Gas lokal produzierter grüner Wasserstoff

  • ist ein Speicher für Erneuerbare Energie,
  • liefert Energie zur CO2 freien Wärmegewinnung
  • ermöglicht eine CO2 freie Rückverstromung,
  • dient als Treibstoff für CO2 freie Fahrzeuge und
  • ist ein wichtiger Rohstoff für die Industrie.

 

Weitere Information finden Sie hier:

 

Energiewende – Wikipedia

Wasserstoffwirtschaft – Wikipedia

Liste der Wasserstofftechnologien – Wikipedia

 

Volker Quaschning Erneuerbare Energien und Klimaschutz: Weitere Quellen

 

2.2    Faktencheck Wasserstoffwirtschaft

Grüner Wasserstoff löst die die vier größten Probleme unserer energiehungrigen Welt:

 

  • Klimawandel
  • Endlichkeit fossiler Rohstoffe
  • Abhängigkeit von fossilen Rohstoffen
  • Umweltverschmutzung

 

Damit gibt es keinen Kampf um endliche Rohstoffe mehr und unsere Welt wird ein Stück gesünder und friedlicher.

 

  • Grüner Wasserstoff ist sicher. Der sichere Umgang mit Wasserstoff ist in industriellen Anwendungen sowie beim Transport auf Straße, Schiene und auf dem Wasser sowie in Pipelines seit langem Stand der Technik.
  • Grüner Wasserstoff ist sauber. Er ist die Basis eines Energiekreislaufes ohne Schadstoffemissionen und ohne Rohstoffverbrauch. Wasserstoffgas wird mit Strom aus Wasser erzeugt. Bei seiner Nutzung entstehen keine Rückstände ausser Wasserdampf.
  • Grüner Wasserstoff ist effizient. Bei der Elektrolyse wird Wasserstoff mit einem Wirkungsgrad von 75 % erzeugt. In einem Brennstoffzellen Blockheizkraftwerk (BHKW) wird dieser Wasserstoff mit einem Wirkungsgrad von über 80% in Elekrische Energie und Wärme umgesetzt. Grüner Wasserstoff kann im Vergleich zum Strom nahezu verlustfrei und kostengünstig über das bestehende Erdgasnetz verteilt werden.

 

2.3    Nachrichten aus der Region

Hier sollten chronologische Nachrichten aus der Region (SH und HH) eingestellt werden.

 

3      Die Bausteine der Wasserstoffwirtschaft kurz erklärt

In unserer Region erzeugen Windkraftanlagen, Solaranlagen und Biogasanlagen regenerative Energie in Form von elektrischem Strom, Wärme und Biogas.

 

Elektrische Energie dient zu einen direkt der Energieversorgung und wird zum anderen für die Elektrolyse genutzt. Die Elektrolyse spaltet mit elektrischer Energie Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff.

 

Abbildung 4: Wasserstoffwirtschaft im Überblick

 

Dieses Verfahren der Wasserstofferzeugung wird als Power to Gas bezeichnet.

Der Wasserstoff speichert Energie, die bei Bedarf von den vier Sektoren Wärme (Heizung und Klima), Elektrische Energieerzeugung, Mobilität und Industrie verbraucht wird. Durch die gemeinsame Betrachtung der vier Sektoren wird die Energie best möglich genutzt.

 

3.1    Erneuerbare Energien

Erneuerbare Energien in der Region sind im wesentlichen Windenergie, Sonnenenergie und Bioenergie aus Biomasse.

 

Abbildung 5: Neuer Bürgerwindpark Wanderup im Aufbau

 

Abbildung 6: Bürger Solaranlage in Nindorf

 

Abbildung 7: Biogasanlage der Gemeinde Ellerau

 

Eine ausführliche Beschreibung erneuerbarer Energien lesen Sie hier:

Erneuerbare Energien – Wikipedia

 

3.2    Elektrolyse

Bei der Elektrolyse wird Wasser mit elektrischem Strom in Wasserstoff H2 und Sauerstoff O gespalten. Elektrolyseure sind seit 1866 bekannt. Das Prinzipbild zeigt den Hofmannschen Wasserzersetzungsapparat. An dem grundlegendem Funktionsprinzip des Elektrolyseurs hat sich bis heute wenig geändert.

 

Abbildung 8: Hofmannscher Wasserzersetzungsapparat – ein  Elektrolyseur [Quelle: Wikipedia]

 

 

Abbildung 9: Elektrolyseur des EEE e.V. Demonstrationsmodells

Elektrolyseure werden für sehr kleine Leistungen und für sehr große Leistungen gebaut. Als Beispiel für einen Hersteller hier der Link auf die Firma NEL ASA, die seit 1926 großtechnische Elektrolyse-Anlagen baut und darüber hinaus auch ein Anbieter für Wasserstofftankstellen und die gesamte Infrastruktur der Wasserstoffwirtschaft ist.

 

Weitere Beschreibungen finden Sie hier:

Weitere Verfahren der Wasserstoffherstellung

 

Projekte:

Aufbau eines Versorgungsnetzes mit 500 Wasserstoff-Tankstellen für den Schwerlastverkehr in den USA – Eine Kooperation der Firma NEL ASA dem Fahrzeughersteller Nikola Motor Company.

 

 

3.3    Sektorenkopplung

Energie wird in den vier Sektoren

  • Wärme (Heizung und Klima)
  • Energieerzeugung
  • Mobilität und
  • Industrie

verbraucht.

 

Von Sektorkopplung oder Sektorenkopplung spricht man, wenn man die vier Sektoren gemeinsam betrachtet, um die Energie best möglich zu nutzen.

 

Ein vorbildliches Beispiel aus der Region ist die Energiezeugung der Stadtwerke Flensburg. Die bei der Stromerzeugung anfallende Abwärme wird als Fernwärme für die Heizung von Gebäuden im Flensburger Stadtgebiet genutzt. Die Sektoren Energieerzeugung und Wärmeerzeugung sind hier mit der so genannten Kraft-Wärmekopplung verbunden.

 

Intelligente Stromnetze gleichen die Unterschiede zwischen dem Angebot und der Nachfrage nach Energie in den vier Sektoren mit Speichern aus.

 

Mehr zu diesem Thema finden Sie hier:

Strom und Wärme dezentral mit einem Blockheizkraftwerk erzeugen.

 

 

3.4    Energiespeicher

Energiespeicher dienen der Speicherung von überschüssiger Energie zur späteren Nutzung. Im Bedarfsfalle wird die Energie zurückgewandelt. Ein Beispiel ist die Wandlung chemischer Energie (Brennstoff) in thermische Energie (Wärme) und weiter zur Elektrizität. Sowohl bei der Speicherung als auch bei der Energieumwandlung treten immer – meist thermische – Verluste auf. (Quelle Wikipedia)

 

Power to x ist der Überbegriff für die Wandlung von regenerativer elektrischer Energie in eine speicher- und transportierfähige Form wie ein Gas oder eine Flüssigkeit.

 

Weitere Informationen finden Sie hier:

Textbeitrag und Fernsehsendung des ARD zu Speichern für regenerative Energien

Die Energiewende wird nicht an Stromspeichern scheitern, ein Bericht des Deutschen Instituts für Wirtschaft in Berlin (DIW)

 

3.4.1    Power_to_Gas

Power to Gas ist ein Verfahren bei dem aus Wasser mit elektrischem Strom durch Elektrolyse Wasserstoff und Sauerstoff produziert wird.

 

Das Wasserstoffgas kann mit sehr geringen Verlusten beliebig lange gespeichert und in bestehenden Gasleitungsnetzen für Wasserstoff transportiert werden. Bis zu 5% Volumenprozent Wasserstoffgas kann dem Erdgas auch direkt zugemischt werden und mit dem bestehenden Erdgasnetz transportiert und verteilt werden.

 

Wasserstoff H2 kann mit Kohlenmonoxid CO oder Kohlendioxid CO2 mit einem technischen Verfahren oder einem biologischen Verfahren in Methangas CH4 umgewandelt werden (Methanisierung). Methangas ist der Hauptbestandteil von Erdgas. Deshalb kann das mit grünem Wasserstoff produzierte Methangas in dem bestehenden Erdgasnetz transportiert und verteilt werden.

 

Das Speichervolumen der deutschen Erdgasspeicher beträgt ca. 200 TWh und deckt den Energiebedarf von mehreren Monaten. Das Speichervolumen für elektrische Energie in deutschen Pumpspeicherkraftwerken beträgt ca. 0,4 TWh. Damit ist das Speichervolumen für Erdgas etwa fünfhundert (500) mal größer als das Speichervolumen für elektrische Energie. (Quelle: Wikipedia)

 

Stadtgas enthielt früher einen hohen Anteil an Wasserstoff – bis zu 50 %.

Methanisierung: Verfahren zur Produktion von Methan aus Wasserstoff, Kohlenmonoxid und Kohlendioxid.

 

Projekte:

Wind2Gas: Projekt in Brunsbüttel

 

3.4.2    LOHC-Technik

LOHC ist ein flüssiger organischer Wasserstoffträger. Die englische Bezeichnung LOHC steht für liquid organic hydrogen carriers. LOHC ist eine ungiftige, nicht brennbare Flüssigkeit, die Wasserstoff durch eine chemische Reaktion speichern und wieder abgeben kann. Dieser Prozess läuft in einem Kreislauf:

 

Abbildung 10: LOHC-Kreislauf [Quelle Hydougenius.net] (Kreislauf im Bild nicht zu erkennen, 2. Wahl)

 

  1. LOHC wird mit Wasserstoff beladen. Dabei wird Prozesswärme frei, die in anderen Bereichen genutzt werden kann.
  2. Das aufgeladene LOHC wird eingelagert, transportiert und verteilt.
  3. Die Verbraucher nutzen das ausgeladene LOHC zur Energieerzeugung. Dabei muß Energie zugeführt werden.
  4. Die verbrauchte LOHC-Flüssigkeit wird gesammelt und zum Aufladen zurück transportiert.

 

Weitere Informationen finden Sie hier:

LOHC

 

LOHC-Projekte

Aus dem Labor auf die Schiene Wasserstoffzüge mit LOHC-Technologie

H2-INDUSTRIES: Umweltfreundliche Energiespeichersysteme

Yachtprojekt-mit-innovativer-wasserstoff-energiespeicherloesung

LOHC-Technik soll Binnenschiffe in Europa sauber machen

 

 

3.4.3    Batterien und Akkumulatoren

Umgangssprachlich bezeichnen wir heute Akkumulatoren häufig auch als Batterien – selbst im Gesetz für Elektromobilität EmoG hat man da nicht so genau aufgepasst.

 

Batterien sind so genannte Primärzellen, die nicht aufladbar sind.

 

Im Gegensatz dazu sind Akkumulatoren (Akkus) aufladbare Energiespeicher, so genannte Sekundärzellen. Akkumulatoren wandeln beim Aufladen elektrische Energie in chemische Energie um. Beim Entladen einer Batterie bzw. eines Akkus wird chemische Energie in elektrische Energie umgewandelt.

 

Wir meinen hier deshalb mit Batterien immer auch Akkus, die elektrische Energie speichern und wieder abgeben können.

 

Für die Herstellung von Akkumulatoren werden seltene Rohstoffe und viel Energie benötigt. Insbesondere die Gewinnung der Rohstoffe aber auch die Produktion der Akkumulatoren erfolgt unter sozial- und umweltpolitisch bedenklichen Umständen. Die Entsorgung von Batterien und Akkumulatoren ist ebenfalls nicht ohne Probleme.

 

Akkumulatoren sind als Traktionsbatterie für die Elektromobilität von sehr großer Bedeutung.

 

Bei der Speicherung von Strom haben Akkumulatoren heute noch eine untergeordnete Bedeutung. Stationäre Anlagen werden als Batteriespeicherwerk bezeichnet.

 

Abbildung 11: Batteriespeicherkraftwerk in Braderup

In Braderup befindet sich ein Batteriespeicherwerk in unserer Region. In der Liste der Batteriespeicherwerke sind weitere wichtige Anlagen in Deutschland aufgeführt.

 

Mit einer zunehmenden Anzahl von an Ladesäulen stehenden batteriebetriebenen Elektrofahrzeugen können die Traktionsbatterien von intelligente Stromnetzen auch entladen werden, um Stromspitzen abzudecken.

 

Fahrzeugbatterien werden getauscht, wenn sie nicht mehr eine ausreichende Leistung für den Fahrbetrieb bringen. Die Batterie ist dann noch nicht defekt und kann für den Aufbau von stationären Speichereinheiten in Haushalten oder in einem Batteriespeicherwerk verwendet werden.

 

Durch die Nutzung der in Fahrzeuge eingebauten Batterien und der in Speichern zusammenfassten Tauschbatterien kann ein beträchtliches Speichervolumen für elektrische Energie geschaffen werden.

 

3.5    Mobilität – nicht nur mit Elektrofahrzeugen

Einen wesentlichen Beitrag zur CO2 Vermeidung im Verkehrssektor leistet auch unserer persönliches Mobilitätsverhalten: Mehr zu Fuß gehen, Fahrrad fahren, Mitfahrgemeinschaften bilden, mit Richtgeschwindigkeit auf der Autobahn dahingleiten statt zu rasen, den Öffentlichen Personennahverkehr nutzen, mit der Bahn fahren, Flugreisen vermeiden,…Knurrt Ihr innerer Schweinehund bereits ? Die Energiewende ist eng mit der Verkehrswende verbunden.

 

Vorhandene Fahrzeuge müssen nicht unsinnig vor dem Ablauf ihrer technischen Nutzungsdauer verschrottet werden und können weiter genutzt werden, wenn

  • Fossilen Treibstoffen synthetische grüne Treibstoffe (eFuel) beigemischt werden,
  • Fossile Treibstoffe durch synthetische Treibstoffe ersetzt werden  und
  • Wenn Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren für den Gasantrieb direkt mit Wasserstoff oder methanisierten Wasserstoff – das heißt wie mit Erdgas – betrieben werden.

Auch diese Maßnahmen tragen schon jetzt zu einer Reduktion der CO2 Emission im Verkehrssektor bei.

 

Elektrofahrzeuge sind nur dann CO2-emissionsfrei, wenn die Energie für die Fahrzeuge mit regenerativen Energien erzeugt wird.

 

Wird die benötigte Energie in Form von Strom für  batterie-elektrische Fahrzeuge und Wasserstoff für Brennstoffzellenfahrzeuge mit fossilen Energieträgern hergestellt, sind diese Fahrzeuge nur lokal – dort wo sie fahren- CO2-emissionsfrei.

 

Für die Erzeugung der benötigten Energie mit fossilen Brennstoffen wird mehr CO2 freigesetzt als bei der direkten Nutzung der fossilen Energie in einem vergleichbaren Fahrzeug mit einem Dieselmotor oder einem Ottomotor für Benzin- oder Gas, weil bei der Wandlung der Energie in Strom bzw. Wasserstoff und der Speicherung der Energie Verluste auftreten

 

Bei einem reinen Batterieelektrofahrzeug speichert der Akkumulator als Traktionsbatterie die zum Fahren benötigte Energie. Akkumulatoren sind ein wesentliches Bauteil in allen elektrisch angetriebenen Fahrzeugen, um Spitzenlasten abzudecken und um elektrische Energie beim Bremsen (Rekuperation) zurück zu gewinnen.

 

Abbildung 12: Streetscooter der Deutschen Post AG

Der Streetscooter wird von einer Tochtergesellschaft der Deutschen Post hergestellt, nachdem kein europäischer Automobilhersteller die Bedarfe der Post bedienen konnte.

 

Ein Hybridfahrzeug ist nach EU-Definition ein Fahrzeug, in dem mindestens zwei Energieumwandler und zwei im Fahrzeug eingebaute Energiespeichersysteme vorhanden sind, um das Fahrzeug anzutreiben. [ Richtlinie 2007/46/EG (PDF), S. 5 Absatz 3 Punkt 14]

 

Abbildung 13: Toyota Prius, Nachfolgemodell des ersten serienmäßigen Hybridfahrzeugs

Abbildung 14: BMW i3, Elektrofahrzeug mit Benzin betriebenen Range Extender

Bei einem Brennstoffzellenfahrzeug liefert die Brennstoffzelle die für den Betrieb erforderliche Grundlast an elektrischer Energie. Die Traktionsbatterie ist wesentlich kleiner als bei einem reinen batteriebetriebenen Elektrofahrzeug und dient dazu, Spitzenlasten abzudecken und die Energie beim Bremsen zurück zu gewinnen.

 

 

Abbildung 15: Toyota Mirai, das weltweit erste in Großserie produzierte Brennstoffzellen Auto

 

Elektrofahrzeuge müssen aufgeladen oder betankt werden. Dafür ist Infrastruktur erforderlich:

 

Infrastruktur für batterieelektrische Fahrzeuge:

 

Infrastruktur für Brennstoffzellenfahrzeuge:

 

Weitere Informationen finden Sie hier:

Was ist E-Mobilität: eine Übersicht

 

3.5.1    Wasserstofffahrzeuge – Übersicht

 

Übersicht über Brennstoffzellenfahrzeuge

 

Wasserstoffantriebe für Fahrzeuge

3.5.2    Strassenfahrzeuge für die Energiewende

Das Elektromobilitätsgesetz EmoG definiert Elektrofahrzeuge – für den Straßenverkehr – so:

 

„Im Sinne dieses Gesetzes sind (1) ein elektrisch betriebenes Fahrzeug:

  • ein reines Batterieelektrofahrzeug,
  • ein von außen aufladbares Hybridelektrofahrzeug
  • oder ein Brennstoffzellenfahrzeug“

 

Hier finden Sie weitere Informationen:

Allgemeine Übersicht über Elektrofahrzeuge

3.5.2.1    PKW

Übersicht über Elektroautos

3.5.2.2    Busse

Übersicht über Elektrobusse

Übersicht über Brennstoffzellenbusse

 

Verweise auf Projekte:

Wasserstoffbusse in der Region Köln: Nachhaltig mobil

Elektro- und Wasserstoffbusse in Hamburg

3.5.2.3    LKW

Übersicht über Elektro-Lastkraftwagen

 

Projekte

Bericht über aktuelle Fahrzeugentwicklungen

 

Abbildung 16: Nicola One: ein Schwerlast LKW mit Wasserstoffantrieb mit großer Reichweite

Bericht über Entwicklungen der Firma Nicola Motors

3.5.2.4    Sonderfahrzeuge

Übersicht über

  • Landwirtschaftliche Nutzfahrzeuge
  • Flurförderfahrzeuge
  • Militärfahrzeuge
  • ..

3.5.2.5    Kleinfahrzeuge (Pedelecs, Roller, Motorräder)

Übersicht über

 

3.5.3    Schienenverkehr

Auf nicht elektrifizierten Strecken wurde die Traktion mit Dampflokomotiven durch die Traktion mit Diesellokomotiven und Dieseltriebwagen abgelöst. In der Bundesrepublik Deutschland fuhren ab 1976 keine Dampfloks mehr, in der DDR war der Betrieb mit Dampflokomotiven 1988 auf dem normalspurigen Bahnnetz vorbei.

 

Die Dieseltraktion wird heute absehbar durch elektrische Fahrzeuge abgelöst, die die Energie zum Fahren aus Traktionsbatterien oder Brennstoffzellen beziehen.

 

3.5.3.1    Triebwagen und Lokomotiven

Elektrisch mit Traktionsbatterien angetriebene Schienenfahrzeuge für nicht elektrifizierte Strecken sind keine neue Erfindung.

 

Bereits 1907 wurden die Wittfeld Triebwagen der Baureihe ETA 178 von der Preußischen Staatsbahn beschafft. Die Fahrzeuge waren bis 1962 bei Deutschen Bundesbahn erfolgreich im Einsatz.

 

Nach 1945 waren sowohl bei der Deutschen Bundesbahn in der BRD als auch der Reichsbahn in der DDR eine Vielzahl von Akkumulator-Triebwagen im Betrieb. Nach der Wiedervereinigung und der Gründung der Deutschen Bahn AG waren ab dem 01.01.1994 noch Triebwagen der BR 515 im Einsatz.

 

 

Abbildung 17: Akku-Triebwagen der BR 176 [Wikipedia]

Ein besonders formschönes Fahrzeug der Bundesbahn war die „Limburger Zigarre“, die BR 176.

 

Der Triebwagen der BR 515 wurde von den Fahrgästen wegen des Fahrkomforts liebevoll Steckdosen-IC genannt. Fahrzeuge dieser Baureihe waren von 1954 bis 1996 im Einsatz.

 

Abbildung 18: Akku-Triebwagen der BR 515 in Karst [Wikipedia]

In Norddeutschland sind Triebwagen der BR 515 insbesondere auf der Strecke Kiel – Rendsburg – Husum im Einsatz gewesen.

 

Akkutriebwagen der Deutschen Bundesbahn in der BRD

Akkutriebwagen der Deutschen Reichsbahn in der DDR

Akkutriebwagen der Deutschen Bahn AG

 

Abbildung 19: iLint mit Wasserstoffantrieb [ALSTOM]

Der erste mit Wasserstoff betriebene Zug ist ein modifiziertes Fahrzeug der Baureihe 648 der Firma Alstom (i LINT 41). Das Fahrzeug ist ein reines Brennstoffzellenfahrzeug und fährt zuverlässig im regulären Betrieb in Niedersachsen.

 

Der von Siemens entwickelte Triebwagen Mireo + ist ein Hybridfahrzeug. Es kann rein elektrisch auf elektrifizierten Strecken fahren. Auf nicht elektrifizierten Strecken kann der Zug je nach geforderter Reichweite und Anforderungsprofil mit Traktionsbatterien oder mit Brennstoffzellen fahren. Das Fahrzeug befindet sich Stand 2019 in der Zulassungs- und Erprobungsphase.

 

Weitere Informationen finden Sie hier:

Hydrail: Schienenfahrzeuge mit Wasserstoffantrieb

Siemens Förderzusage für die Entwicklung von Brennstoffzellenantrieben für Züge

Aus dem Labor auf die Schiene Wasserstoffzüge mit LOHC-Technologie

Hydrail 2019 19-22 June 2019 Hamburg, Germany International Hydrail Conference

3.5.3.2    Straßenbahnen

In China wird die Straßenbahn als preiswerte und leistungsfähige Lösung für Öffentlichen Personen Nahverkehr wieder belebt. Die erste Straßenbahn mit Wasserstoffantrieb für nicht elektrifizierte Strecken fährt in China.

 

Abbildung 20: Straßenbahn mit Wasserstoffantrieb des Herstellers Qingdao Sifang

Projekte

Erste Straßenbahn mit Wasserstoff in Betrieb genommen

Strassenbahn mit Wasserstoffantrieb und Neuaufbau des Straßenbahnnetzes in China

 

3.5.4    Schifffahrt

Die Emissionen von CO2 und Schadstoffen durch die Schifffahrt sind erheblich und betragen 3% des weltweiten Ausstoßes. Eine Reduktion der Schadstoff- und der CO2-Emissionen kann durch folgende Techniken wirksam reduziert werden:

  • Maßvolle Reduzierung der Geschwindigkeit
  • Umstellung der Treibstoffe von Schweröl auf Diesel und Erdgas
  • Ersetzung der fossilen Treibstoffe durch grüne synthetische Kraftstoffe
  • Einsatz von Dual Fuel Motoren für Antrieb und Energieversorgung
  • Einsatz von Brennstoffzellen für Antrieb und Energieversorgung
  • Nutzung moderner Segelantriebe

 

Weitere Informationen finden Sie hier:

Warum das Schiff der Zukunft elektrisch fährt

3.5.4.1    Binnenschifffahrt

Projekte:

Binnenfrachter sollen mit Wasserstoff fahren

LOHC-Technik soll Binnenschiffe in Europa sauber machen

Schifffahrt – Mehr Strom auf dem Wasser – Wirtschaft

Schubschiff Elektra mit Wasserstoffantrieb für den Liniendienst Hamburg – Berlin

Elektromobilität für Schubboote

Wasserstoff als Zukunftsmodell für die (Binnen-) Schifffahrt

3.5.4.2    Seeschifffahrt

Projekte:

Die weltweit erste hochseefähige Wasserstoff-Fähre mit Brennstoffzelle

Luxus-Kreuzfahrtschiff der Werft Abeking und Rasmussen mit Wasserstoffantrieb

 

3.5.4.3    Nutzung moderner Segelantriebe

Auf See weht es häufig, der Wind liefert die Antriebsenergie für den Antrieb direkt.

 

Die Zeit ist überreif für die Nutzung von modernen Windantrieben in der Handelsschifffahrt. Besondere Potentiale ergeben sich für Schiffe mit einer Dienstgeschwindigkeit zwischen 10 und 17 Knoten. Dies sind in der Regel Massengutschiffe für feste und flüssige Ladung bei denen die Einhaltung eines exakten Fahrplanes nicht die höchste Priorität hat.

 

Moderne Großsegler werden heute mit elektrischen Antrieben projektiert, die von Brennstoffzellen gespeist werden. Diese sind so ausgelegt, dass das Schiff auch bei Sturm in jeder Situation sicher fahren kann. Der Propeller arbeitet bei flotter Segelfahrt als Turbine und treibt einen Wellengenerator an und sorgt so für den Bordstrom und aufgeladene Traktionsbatterien. Der Segelantrieb ist einem hohen Maße automatisiert, um die Bedienung zu vereinfachen und um jederzeit die Sicherheit des Schiffes zu gewähren.

 

Das herkömmliche Schrat- und Rahsegel wandelt sich bei modernen Schiffen in einen Flügel in unterschiedlichen Ausführungsformen wie zum Beispiel Festflügel, Flügelmast mit Segel, Profilstag mit Segel, oder in einen Lenkdrachen: Wissenschaftlich ist das lange Stand der Technik, bei vielen Erfindungen besteht kein Patenschutz mehr.

 

Nachfolgend je ein paar Beispiele für moderne Segelschiffe:

 

Die Maltese Falcon ist ein moderner Rahsegler mit dem sogenannten Dyna- Rigg

 

Beispiele für Frachtseglerprojekte mit Dyna-Rigg:

 

Frachtseglerprojekt in Holland

 

Frachtseglerprojekt aus Deutschland

 

Frachtsegler Quadriga – ein innovativer Autotransporter

 

Moderne „Schoner“ sind häufig auch als Stagsegelschoner ausgeführt. Ein Stagsegel kann einfach verkleinert bzw. ganz eingeholt werden. Es wird das Prinzip einer Rollfock verwendet. Beispiele für Stagsegelschoner:

 

Das Greenpeace-Flaggschiff Rainbow Warrior III

 

Das Kreuzfahrtschiff Club Med 2

 

Neoline – ein innovativer Autotransporter für Renault mit Doppelmasten

 

In den 70iger Jahren sind in Hamburg Frachtsegel mit einem modernen Gaffelrigg (Indosail Rigg) für die Küstenschifffahrt in Indonesien entwickelt worden (Indosail-Projekt). Der 1994 gebaute Prototyp Maruta Jaja ist bis heute erfolgreich im Einsatz.

 

Eine andere Rigg-Alternative für einen Schoner sind Flügelmasten. Die riesige Luxussegelyacht Projekt A für einen russischen Oligarchen ist ein Beispiel für einen modernen Gaffelschoner mit einem unverstagten Flügelrigg.

 

Der Flettnerrotor hat aus Sicht der Schiffssicherheit eine sehr interessante Eigenschaften. Einfach gesagt: Bei einer starken Böe bleibt die Auftriebskraft des Rotors konstant und damit bleibt die Krängung durch den Segelantrieb gleich.

 

Die Fima Enercon hat den Flettnerrotor weiterentwickelt und das moderne  Flettnerrotorschiff E Ship 1 gebaut. Das Schiff ist in Betrieb und erzielt Einsparungen im Vergleich zu herkömmlichen Frachtschiffen.

 

Ein Zusatzantrieb für herkömmliche Frachtschiffe ist ein Zugdrachenantrieb mit einem ferngesteuerten Lenkdrachen. Dieses System wurde von der Firma Skysails entwickelt und erprobt. Dabei wurden Kraftstoffeinsparungen von bis zu 20 % realisiert. Die Firma ist mittlerweile insolvent. Der Beitrag des Deutschlandfunks hinterfragt, was aus der guten Idee geworden ist

 

Der Zusatzantrieb mit Lenkdrachen wird heute von der Tochterfirma Airseas von dem Luftfahrtunternehmen Airbus weiterentwickelt und auf Schiffen des Airbus-Konzerns eingesetzt.

 

 

3.5.5    Luftfahrt

Eine Übersicht über mit Wasserstoff angetriebene Luftfahrzeuge finden Sie hier:

Wasserstoffflugzeug – Wikipedia

 

3.6    Wärme und Heizung

In dem Sektor Wärme und Heizung kann sehr viel Energie durch die Dämmung und die Isolation von Gebäuden eingespart werden. Das Passivhaus ist heute bereits Realität.

 

Für die Heizung und Klimatisierung von Gebäuden ist die Nutzung von Fernwärme aus Prozessen in anderen Sektoren eine sehr gute Lösung.

 

Die Wärme der Sonnenenergie kann mit Kollektoren direkt gesammelt und in den Heizungskreislauf eingespeist werden. Die Wärme aus der Sonnenenergie kann auch für die Kühlung von Gebäuden genutzt werden: das hört sich komisch an, funktioniert aber.

 

Wenn dies nicht möglich, ermöglichen folgende Techniken eine hohe Energieeffizienz der eingesetzten Energie:

  • Gasheizungen mit so genannten Brennwertkesseln,
  • Blockheizkraftwerke zur gleichzeitigen Erzeugung von Energie und Wärme,
  • Wärmepumpenheizungen, die der Umgebung (Aus der Luft, dem Grundwasser oder dem Erdreich) Wärmeenergie entnehmen und auf ein nutzbares Temperaturniveau anheben, um damit Gebäude zu heizen.

 

Weitere Informationen finden Sie hier:

Blockheizkraftwerk – Wikipedia

Fernwärme – Wikipedia

Wärmepumpenheizung – Wikipedia

Brennwertkessel – Wikipedia

Solare Klimatisierung

Bundesverband Wärmepumpe e.V.

 

3.7    Energieversorgung und Energieerzeugung

 

Die Entwicklung des Stromverbrauches in Deutschland von 1990 bis 2017 zeigt die Grafik des Bundesumweltamtes.

 

Abbildung 21: Entwicklung des Stromverbrauches in Deutschland

Hier leider noch unscharf, aber ein lösbares Problem

 

2017 wurden 520 TWh elektrische Energie verbraucht. Über 30 % dieses Energiebedarfes wurden bereits mit erneuerbaren Energien produziert.

 

Bereich Elektrische Energieverbrauch
Verkehr   12 TWh
Handel, Gewerbe, Dienstleistung 147 TWh
Industrie 232 TWh
Haushalte 129 TWh
Summe 520 TWh

 

Die Tabelle zeigt, wie sich der Energiebedarf 2017 auf die Sektoren verteilt. Weitere wertvolle Informationen zu Energiebedarfen sind in dem Beitrag von Wikipedia zusammengestellt.

 

Elektrischer Strom wird bis heute überwiegend in Großkraftwerken produziert. Als Brennstoffe dienen in diesen Kraftwerken neben Kernenergie die fossilen Energieträger Stein- und Braunkohle sowie Erdgas. Kernkraftwerke erzeugen zwar CO2 freien Strom; der Betrieb und die Lagerung der abgebrannten radioaktiven Brennstäbe sind jedoch mit erheblichen Risiken für die Umwelt verbunden, die von der Gesellschaft in keiner Weise mehr akzeptiert werden.

 

Die mit fossilen Brennstoffen betriebenen Großkraftwerke emittieren große Mengen CO2. und können sich schlecht der Nachfrage anpassen. Sie werden daher auch als Grundlastkraftwerke bezeichnet, die kontinuierliche eine bestimmte Menge Strom erzeugen.

 

Eine wesentliche Bedeutung bei der Stromversorgung haben zukünftig intelligente Stromnetze, die Schwankungen zwischen den Bedarfen und den Angeboten an Energie ausgleichen.

 

Elektrischer Strom wird heute zunehmend dezentral von erneuerbaren Energien produziert. Nicht benötigter Strom wird in grünen Wasserstoff umgewandelt und gespeichert.

 

Bei Bedarf wird aus dem grünen Wasserstoff wieder Strom erzeugt.

 

Grüner Wasserstoff wird mit dem höchsten Wirkungsgrad in Brennstoffzellen wieder in elektrischen Strom umgewandelt.

Abbildung 22: Aufbau einer PEM Brennstoffzelle [Quelle Wikipedia]

Eine Brennstoffzelle produziert aus Wasserstoff und Sauerstoff, der über die Umgebungsluft zugeführt wird, elektrischen Strom und Wärme. Es gibt Brennstoffzellen, die aus anderen Gasen wie Erdgas oder aus Flüssigkeiten wie Methanol direkt elektrische Energie erzeugen können.

 

Brennstoffzellen haben einen sehr hohen Wirkungsgrad von zum Teil über 60 %. Die Prozesswärme der Stromerzeugung kann für die Heizung genutzt werden.

 

Zum Vergleich: Hoch entwickelte PKW-Dieselmotoren erreichen einen Wirkungsgrad von 43 %, große Zweitaktdieselmotoren für Schiffe und Kraftwerke erreichen maximal einen Wirkungsgrad von 55%, Fahrzeug-Ottomotoren (Benzin und Gas) erreichen einen Wirkungsgrad von 40%. (Quelle Wikipedia)

 

Wasserstoff und Biomethan kann aber auch in Spitzenlast-Kraftwerken mit Gasturbinen zur elektrischen Energieerzeugung eingesetzt werden. In einem kombinierten Gas-Dampfkraftwerk (GuD-Kraftwerk) erhitzen die heissen Abgase der Gasturbine den Dampferzeuger. Der Hochdruckdampf wird in einer Dampfturbine in elektrischen Strom umgewandelt. Der Wirkungsgrad eines GuD-Kraftwerkes liegt bei 63%. (Quelle Wikipedia)

 

Ebenso kann Wasserstoff und Biomethan in Duel-Fuel- Großmotoren für die Energieerzeugung auf Schiffen und in Kraftwerken genutzt werden.

 

Mit einem Solarwärmekraftwerk wird die Wärme der Sonnenenergie direkt genutzt, um einem Dampferzeuger zu erhitzen. Der Hochdruckdampf wird in einer Dampfturbine in elektrischen Strom umgewandelt.

 

Weitere Informationen finden Sie hier:

Reversible Brennstoffzellen können wahlweise Strom oder Wasserstoff produzieren

Einsatz der Brennstoffzelle in einem Blockheizkraftwerk.

Gasturbinenkraftwerk

Gas-Dampf-Kombikraftwerk

Solarthermie: Wärmeversorgung mit Sonnenenergie

Solarwärmekraftwerk

Das Projekt Desertec: Manche Dinge brauchen sehr viel Zeit, heute ein immer noch sehr interessantes Projekt. Ein geringer Flächenanteil der nordafrikanischen Wüste reicht aus, um mehr Energie mit Solarenergie zu erzeugen, als die gesamte Erdbevölkerung braucht.

 

3.8    Industrielle Nutzung von Wasserstoff

 

Abbildung 23: Nutzung von Wasserstoff in der chemischen Industrie

Wasserstoff wird in sehr großen Mengen von der chemischen Industrie verbraucht. Die Grafik gibt eine Übersicht welche Kraft- und Schmierstoffe sowie welche chemischen Produkte mit Wasserstoff hergestellt werden.

 

Synthetische Kraftstoffe, die mit grünem Wasserstoff hergestellt werden, senken die Co2 Emissionen im Sektor Mobilität und Energieerzeugung. Synthetische Kraftstoffe ermöglichen die weitere Nutzung der vorhandenen Infrastruktur für Transport und Verteilung der Kraftstoffe sowie die weitere Nutzung eines Großteils der vorhandenen Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren.

 

Eine besondere Bedeutung hat die Produktion von Ammoniak, bei der heute 1,3 % des gesamten Energiebedarfes verbraucht wird. Ammoniak wird zu 80 % als Grundstoff für die Herstellung von Düngern benötigt. Dünger sind für die Versorgung der Weltbevölkerung mit Lebensmitteln überlebenswichtig.

 

Für den Transport von Wasserstoff gibt es umfangreiches Pipelinenetz in den Chemie-Industrieregionen in Nordrhein-Westfahlen und in der Region Bitterfeld-Wolfen in Sachsen-Anhalt

 

Weitere Informationen finden Sie hier:

Power-to-Chemicals – Wikipedia

Haber-Bosch-Verfahren – Wikipedia: Ammoniak-Produktion für die Düngerproduktion

Wasserstoffrohrleitung – Wikipedia

 

3.8.1    Projekte

Kerosin Produktion mit grünem Wasserstoff in der Raffinerie Heide für den Hamburger Flughafen.

 

4      Wichtige Institutionen, die die Energiewende und die Wasserstoffwirtschaft fördern

Internationale und europäische Institutionen:

 

Hydrogen counzil

 

International Association for Hydrogen Energy: veröffentlicht monatlich die Zeitschrift International Journal of Hydrogen Energy

 

Deutsche Institutionen:

 

NOW GmbH Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie: koordiniert und steuert das Nationale Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NIP) der Bundesregierung und die Förderrichtlinien Elektromobilität sowie Ladeinfrastruktur (LIS) des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI).

 

Deutscher Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Verband: Dachverband der deutschen Wasserstoff- und Brennstoffzellenindustrie.

 

 

Institutionen in der Region:

 

Watt 2.0

 

LEE.SH Landesverband Erneuerbare Energien Schleswig Holstein

1.1    Vereinsziele – Was wir wollen

Der EES e.V. unterstützt die Energiewende in der Region, mit dem Ziel, bis 2030 kein CO2 mehr aus fossilen Energieträgern wie Kohle, Erdöl und Erdgas zu verbrauchen. Die Energiewende ist zwingend notwendig, um den Klimawandel zu stoppen.

Abbildung 1: Die Energiewende ist das Ende der fossilen Brennstoffe

Ein wesentlicher Baustein der Energiewende ist eine Wasserstoffwirtschaft mit grünem Wasserstoff. Grüner Wasserstoff wird mit regenerativen Energien produziert.

Grüner Wasserstoff

·      ist ein Speicher für Erneuerbare Energie,

·      liefert Energie zur Wärmegewinnung

·      ermöglicht eine COfreie Rückverstromung,

·      dient als Treibstoff für COfreie Fahrzeuge und

·      ist ein wichtiger Rohstoff für die Industrie.

 

„Der beschleunigte Wechsel zu erneuerbaren Energien ist eine ökologische, wirtschaftliche und soziale Existenzfrage mit friedenspolitischer Dimension. Es darf keine Zeit mehr verspielt werden“ Hermann Scheer (1944-2010)

 

„Das Wasser ist die Kohle der Zukunft. Die Energie von morgen ist Wasser, das durch elektrischen Strom zerlegt worden ist. Die so zerlegten Elemente des Wassers, Wasserstoff und Sauerstoff, werden auf unabsehbare Zeit hinaus die Energieversorgung der Erde sichern“ Jules Verne (Die geheimnisvolle Insel, 1874)

 

Wir wollen die dezentrale Energiewende mit Beteiligung der Bürger und Bürgerinnen.

 

Wind-, Sonnen und Bioenergie aus biogenen Reststoffen werden zukünftig den größten Teil zu einer sicheren, sauberen, nachhaltigen und unabhängigen Strom- ,Wärme- und Kraftstoffversorgung in unserer Region beitragen.

 

Dies muss auch weiterhin unter maßgeblicher Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger vor Ort geschehen.

 

Der Verein Erneuerbare Energien & Speicher e.V. will mit allen Akteuren der Deutsch-Dänischen Region insbesondere Projekte der Wasserstoffwirtschaft anschieben.

 

Grüner Wasserstoff wird aus Wind- und Solarstrom sowie aus biogenen Reststoffen in unserer Region hergestellt.

 

Eine grüne Wasserstoffwirtschaft schafft eine erhebliche Wertschöpfung in unserer Region.

 

Werden Sie Mitglied! (hier ist einen Verknüpfung zu einem Beitrittsformular prima)

Gestalten Sie die Energiewende aktiv mit!

 

Nur gemeinsam sind wir stark!

 

 

2.2    Termine

2.2.1    Ständige Termine

 

In der Regel jeden ersten Mittwoch eines Monats in der Gaststätte:

 

Alte Apotheke

Friesische Str. 31

24937 Flensburg

Tel. 0461 40771033

 

Wenn Sie kein Vereinsmitglied sind, fragen Sie bitte kurz in der alten Apotheke nach, ob der Termin stattfindet.

2.2.2    Aktuelle Termine des Vereins

Aktuelle Termine hier in Kürze:

Stammtisch-Termine mit Referenten im Borgerforeningen

2.2.3    Andere Termine interessanter Veranstaltungen

 

Aktuelle Termine hier in Kürze:

  • Energiepolitische Veranstaltungen von Parteien,
  • Veranstaltungen des Green Campus in Engesande,
  • Veranstaltungen der Uni/FH,
  • Veranstaltungen der IHK, der WIREG und
  • anderen Mitspielern.

 

 

2.3    Impressum

 

 

 

2.4    Spenden

 

Spenden – EES

 

 

2.5    Energiepolitik

Wir unterstützen und fordern parteiübergreifend eine Energiepolitik, die auf eine rasche Energiewende und den Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft abzielt.

Abbildung 2: Kein Öl mehr vom Scheich

2.5.1    Rahmenbedingen und Hemmnisse der Energiewende

 

Die vorhandenen Stromtrassen für den Transport elektrischer Energie sind nicht ausreichend. Der mit Windkraftanlagen und Solaranlagen produzierte grüne Strom kann nicht vollumfänglich verteilt werden, die Windkraftanlagen in der Region werden abgeschaltet.

 

„Im Jahr 2016 hätten 3,7 Milliarden Kilowattstunden Strom mehr aus Windkraft produziert werden können – genug um 1 Millionen Haushalte mit drei Personen ein Jahr lang zu versorgen“ (Quelle ARD-Wissen).

 

Die Betreiber von Windkraft- und Solaranlagen erhalten für nicht abnehmbaren Strom erhebliche Ausgleichszahlungen.

 

Jahr Ausgleichszahlung Nicht produzierter Strom
2015 478 Mio € 4722 GWh
2016 373 Mio € 3.743 GWh
2017 610 Mio € 5.518 GWh
2018

 

Quelle: Quartals- und Jahresbericht der Bundesnetzagentur 2017, S.9 – 11

 

Wirtschaftlich völlig unsinnig fließt Geld ohne Gegenleistung. Viel  gutes Geld verpufft. Wir  Bürgern zahlen und bekommen nichts dafür. Dieser Unsinn muss ein Ende haben. Wir können zu recht  für unser Geld einen positiven Gegenwert erwarten.

 

Die Dynamik dieser Fehlentwicklungen hat in den letzten Jahren stark zugenommen, Es ist zu erwarten, dass es in 2018 um eine noch höhere Ausgleichszahlung für abgeschaltete Windkraftanlagen gehen wird.

 

Im eigenen Netzgebiet nicht absetzbarer Strom ist der so genannte Negativstrom. Hier zahlen die hiesigen Stromerzeuger einen Preis für die Abnahme des Stroms an einen dritte Abnehmer im Ausland. Da konventionelle Großkraftwerke nicht kurzfristig ein- und ausgeschaltet werden können, ist bei stark schwankenden Verbräuchen eine Überproduktion nicht zu vermeiden.

 

Zurzeit wird konventionell produzierter Negativstrom insbesondere aus Braun- und Steinkohlekraftwerken mit Aufgeld ans Ausland verkauft, um den hiesigen Strommarkt zu entlasten.

 

Im Ausland werden dann zum Beispiel mit dem hier nicht genutzten Strom Pumpspeicherkraftwerke betrieben, die bei Bedarf wieder Strom erzeugen und diesen mit satten Aufpreis nach Deutschland zurückverkaufen – alles legal und für den Verbraucher ziemlich doof.

 

Außerordentlich sinnvoll ist es, den Strom, der nicht eingespeist werden kann, in einer anderen Energieform zu speichern. Eine gute Lösung ist die Umwandlung des Stroms in Wasserstoff. Diese Lösung sorgt für eine regionale Wertschöpfung – Leider verhindern teure Netzentgelte nach dem Energie Einspeise Gesetz EEG eine kostengünstige und wirtschaftliche Lösung.

 

Der Textbeitrag und die Fernsehsendung im ARD zu Speichern für regenerative Energien stellt diese Problematik anschaulich dar.

2.5.2    Gesetze und Verordnungen

Verweise auf Gesetze und Verordnungen finden Sie hier (wenn wir das denn wollen, geht besser als ich gedacht habe):

 

Übersicht über das Erneuerbare Energie Gesetz EEG

EEG im Informationsportal Erneuerbare Energien des BMWE

Elektromobilitätsgesetz EmoG

 

 

2.5.3    Nachrichten zur Energiepolitik

 

Hier finden Sie Verweise auf ausgewählte Nachrichten, die uns als Verein wichtig sind.

 

Global, EU, Deutschland, Region

 

2.5.4    Leserbriefe

 

Veröffentlichte Leserbriefe

 

Nicht veröffentlichte Leserbriefe

2.5.5    Politik Ansprechpartner

Die Ansprechpartner weiterer Parteien werden ergänzt.

Abgeordnete Bündnis 90-DIE GRÜNEN

MitarbeiterInnen Bündnis 90-DIE GRÜNEN

 

 

2.6    Mitgliederbereich

Informationen für Mitglieder nach Anmeldung wie

 

  • Protokolle der Vereinssitzungen
  • Adress-. und Telefonliste (Datenschutz???)
  • Bilder von (Vereins-) Veranstaltungen)

3      Wasserstoffwirtschaft und Energiewende

3.1    Wasserstoffwirtschaft und Energiewende

Der EES e.V. unterstützt die Energiewende in der Region. Dies ist das Hauptanliegen des Vereins. Ein wichtiger Baustein der Energiewende ist die Wasserstoffwirtschaft.

 

In unserer Region erzeugen Windkraftanlagen, Solaranlagen und Biogasanlagen regenerative Energie in Form von elektrischem Strom, Wärme und Biogas.

 

Elektrische Energie dient zu einen direkt der Energieversorgung und wird zum anderen für die Elektrolyse genutzt. Die Elektrolyse spaltet mit elektrischer Energie Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff.

 

Abbildung 3: Wasserstoffwirtschaft im Überblick

 

Dieses Verfahren der Wasserstofferzeugung wird als Power to Gas bezeichnet.

Der Wasserstoff speichert Energie, die bei Bedarf von den vier Sektoren Wärme (Heizung und Klima), Elektrische Energieerzeugung, Mobilität und Industrie verbraucht wird. Durch die gemeinsame Betrachtung der vier Sektoren wird die Energie best möglich genutzt.

 

Mit Power to Gas lokal produzierter grüner Wasserstoff

  • ist ein Speicher für Erneuerbare Energie,
  • liefert Energie zur COfreien Wärmegewinnung
  • ermöglicht eine COfreie Rückverstromung,
  • dient als Treibstoff für COfreie Fahrzeuge und
  • ist ein wichtiger Rohstoff für die Industrie.

 

Weitere Information finden Sie hier:

 

Energiewende – Wikipedia

Wasserstoffwirtschaft – Wikipedia

Liste der Wasserstofftechnologien – Wikipedia

 

Volker Quaschning Erneuerbare Energien und Klimaschutz: Weitere Quellen

 

3.2    Faktencheck Wasserstoffwirtschaft

Grüner Wasserstoff löst die die vier größten Probleme unserer energiehungrigen Welt:

 

  • Klimawandel
  • Endlichkeit fossiler Rohstoffe
  • Abhängigkeit von fossilen Rohstoffen
  • Umweltverschmutzung

 

Damit gibt es keinen Kampf um endliche Rohstoffe mehr und unsere Welt wird ein Stück gesünder und friedlicher.

 

  • Grüner Wasserstoff ist sicher. Der sichere Umgang mit Wasserstoff ist in industriellen Anwendungen sowie beim Transport auf Straße, Schiene und auf dem Wasser sowie in Pipelines seit langem Stand der Technik.
  • Grüner Wasserstoff ist sauber. Er ist die Basis eines Energiekreislaufes ohne Schadstoffemissionen und ohne Rohstoffverbrauch. Wasserstoffgas wird mit Strom aus Wasser erzeugt. Bei seiner Nutzung entstehen keine Rückstände ausser Wasserdampf.
  • Grüner Wasserstoff ist effizient. Bei der Elektrolyse wird Wasserstoff mit einem Wirkungsgrad von 75 % erzeugt. In einem Brennstoffzellen Blockheizkraftwerk (BHKW) wird dieser Wasserstoff mit einem Wirkungsgrad von über 80% in Elekrische Energie und Wärme umgesetzt. Grüner Wasserstoff kann im Vergleich zum Strom nahezu verlustfrei und kostengünstig über das bestehende Erdgasnetz verteilt werden.

 

3.3    Nachrichten aus der Region

Hier sollten chronologische Nachrichten aus der Region (SH und HH) eingestellt werden.

 

4      Die Bausteine der Wasserstoffwirtschaft kurz erklärt

In unserer Region erzeugen Windkraftanlagen, Solaranlagen und Biogasanlagen regenerative Energie in Form von elektrischem Strom, Wärme und Biogas.

 

Elektrische Energie dient zu einen direkt der Energieversorgung und wird zum anderen für die Elektrolyse genutzt. Die Elektrolyse spaltet mit elektrischer Energie Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff.

 

Abbildung 4: Wasserstoffwirtschaft im Überblick

 

Dieses Verfahren der Wasserstofferzeugung wird als Power to Gas bezeichnet.

Der Wasserstoff speichert Energie, die bei Bedarf von den vier Sektoren Wärme (Heizung und Klima), Elektrische Energieerzeugung, Mobilität und Industrie verbraucht wird. Durch die gemeinsame Betrachtung der vier Sektoren wird die Energie best möglich genutzt.

 

4.1    Erneuerbare Energien

Erneuerbare Energien in der Region sind im wesentlichen Windenergie, Sonnenenergie und Bioenergie aus Biomasse.

 

Abbildung 5: Neuer Bürgerwindpark Wanderup im Aufbau

 

Abbildung 6: Bürger Solaranlage in Nindorf

 

Abbildung 7: Biogasanlage der Gemeinde Ellerau

 

Eine ausführliche Beschreibung erneuerbarer Energien lesen Sie hier:

Erneuerbare Energien – Wikipedia

 

4.2    Elektrolyse

Bei der Elektrolyse wird Wasser mit elektrischem Strom in Wasserstoff H2 und Sauerstoff O gespalten. Elektrolyseure sind seit 1866 bekannt. Das Prinzipbild zeigt den Hofmannschen Wasserzersetzungsapparat. An dem grundlegendem Funktionsprinzip des Elektrolyseurs hat sich bis heute wenig geändert.

 

Abbildung 8: Hofmannscher Wasserzersetzungsapparat – ein  Elektrolyseur [Quelle: Wikipedia]

 

 

Abbildung 9: Elektrolyseur des EEE e.V. Demonstrationsmodells

Elektrolyseure werden für sehr kleine Leistungen und für sehr große Leistungen gebaut. Als Beispiel für einen Hersteller hier der Link auf die Firma NEL ASA, die seit 1926 großtechnische Elektrolyse-Anlagen baut und darüber hinaus auch ein Anbieter für Wasserstofftankstellen und die gesamte Infrastruktur der Wasserstoffwirtschaft ist.

 

Weitere Beschreibungen finden Sie hier:

Weitere Verfahren der Wasserstoffherstellung

 

Projekte:

Aufbau eines Versorgungsnetzes mit 500 Wasserstoff-Tankstellen für den Schwerlastverkehr in den USA – Eine Kooperation der Firma NEL ASA dem Fahrzeughersteller Nikola Motor Company.

 

 

4.3    Sektorenkopplung

Energie wird in den vier Sektoren

  • Wärme (Heizung und Klima)
  • Energieerzeugung
  • Mobilität und
  • Industrie

verbraucht.

 

Von Sektorkopplung oder Sektorenkopplung spricht man, wenn man die vier Sektoren gemeinsam betrachtet, um die Energie best möglich zu nutzen.

 

Ein vorbildliches Beispiel aus der Region ist die Energiezeugung der Stadtwerke Flensburg. Die bei der Stromerzeugung anfallende Abwärme wird als Fernwärme für die Heizung von Gebäuden im Flensburger Stadtgebiet genutzt. Die Sektoren Energieerzeugung und Wärmeerzeugung sind hier mit der so genannten Kraft-Wärmekopplung verbunden.

 

Intelligente Stromnetze gleichen die Unterschiede zwischen dem Angebot und der Nachfrage nach Energie in den vier Sektoren mit Speichern aus.

 

Mehr zu diesem Thema finden Sie hier:

Strom und Wärme dezentral mit einem Blockheizkraftwerk erzeugen.

 

 

4.4    Energiespeicher

Energiespeicher dienen der Speicherung von überschüssiger Energie zur späteren Nutzung. Im Bedarfsfalle wird die Energie zurückgewandelt. Ein Beispiel ist die Wandlung chemischer Energie (Brennstoff) in thermische Energie (Wärme) und weiter zur Elektrizität. Sowohl bei der Speicherung als auch bei der Energieumwandlung treten immer – meist thermische – Verluste auf. (Quelle Wikipedia)

 

Power to x ist der Überbegriff für die Wandlung von regenerativer elektrischer Energie in eine speicher- und transportierfähige Form wie ein Gas oder eine Flüssigkeit.

 

Weitere Informationen finden Sie hier:

Textbeitrag und Fernsehsendung des ARD zu Speichern für regenerative Energien

Die Energiewende wird nicht an Stromspeichern scheitern, ein Bericht des Deutschen Instituts für Wirtschaft in Berlin (DIW)

 

4.4.1    Power_to_Gas

Power to Gas ist ein Verfahren bei dem aus Wasser mit elektrischem Strom durch Elektrolyse Wasserstoff und Sauerstoff produziert wird.

 

Das Wasserstoffgas kann mit sehr geringen Verlusten beliebig lange gespeichert und in bestehenden Gasleitungsnetzen für Wasserstoff transportiert werden. Bis zu 5% Volumenprozent Wasserstoffgas kann dem Erdgas auch direkt zugemischt werden und mit dem bestehenden Erdgasnetz transportiert und verteilt werden.

 

Wasserstoff H2 kann mit Kohlenmonoxid CO oder Kohlendioxid CO2 mit einem technischen Verfahren oder einem biologischen Verfahren in Methangas CHumgewandelt werden (Methanisierung). Methangas ist der Hauptbestandteil von Erdgas. Deshalb kann das mit grünem Wasserstoff produzierte Methangas in dem bestehenden Erdgasnetz transportiert und verteilt werden.

 

Das Speichervolumen der deutschen Erdgasspeicher beträgt ca. 200 TWh und deckt den Energiebedarf von mehreren Monaten. Das Speichervolumen für elektrische Energie in deutschen Pumpspeicherkraftwerken beträgt ca. 0,4 TWh. Damit ist das Speichervolumen für Erdgas etwa fünfhundert (500) mal größer als das Speichervolumen für elektrische Energie. (Quelle: Wikipedia)

 

Stadtgas enthielt früher einen hohen Anteil an Wasserstoff – bis zu 50 %.

Methanisierung: Verfahren zur Produktion von Methan aus Wasserstoff, Kohlenmonoxid und Kohlendioxid.

 

Projekte:

Wind2Gas: Projekt in Brunsbüttel

 

4.4.2    LOHC-Technik

LOHC ist ein flüssiger organischer Wasserstoffträger. Die englische Bezeichnung LOHC steht für liquid organic hydrogen carriers. LOHC ist eine ungiftige, nicht brennbare Flüssigkeit, die Wasserstoff durch eine chemische Reaktion speichern und wieder abgeben kann. Dieser Prozess läuft in einem Kreislauf:

 

Abbildung 10: LOHC-Kreislauf [Quelle Hydougenius.net] (Kreislauf im Bild nicht zu erkennen, 2. Wahl)

 

  1. LOHC wird mit Wasserstoff beladen. Dabei wird Prozesswärme frei, die in anderen Bereichen genutzt werden kann.
  2. Das aufgeladene LOHC wird eingelagert, transportiert und verteilt.
  3. Die Verbraucher nutzen das ausgeladene LOHC zur Energieerzeugung. Dabei muß Energie zugeführt werden.
  4. Die verbrauchte LOHC-Flüssigkeit wird gesammelt und zum Aufladen zurück transportiert.

 

Weitere Informationen finden Sie hier:

LOHC

 

LOHC-Projekte

Aus dem Labor auf die Schiene Wasserstoffzüge mit LOHC-Technologie

H2-INDUSTRIES: Umweltfreundliche Energiespeichersysteme

Yachtprojekt-mit-innovativer-wasserstoff-energiespeicherloesung

LOHC-Technik soll Binnenschiffe in Europa sauber machen

 

 

4.4.3    Batterien und Akkumulatoren

Umgangssprachlich bezeichnen wir heute Akkumulatoren häufig auch als Batterien – selbst im Gesetz für Elektromobilität EmoG hat man da nicht so genau aufgepasst.

 

Batterien sind so genannte Primärzellen, die nicht aufladbar sind.

 

Im Gegensatz dazu sind Akkumulatoren (Akkus) aufladbare Energiespeicher, so genannte Sekundärzellen. Akkumulatoren wandeln beim Aufladen elektrische Energie in chemische Energie um. Beim Entladen einer Batterie bzw. eines Akkus wird chemische Energie in elektrische Energie umgewandelt.

 

Wir meinen hier deshalb mit Batterien immer auch Akkus, die elektrische Energie speichern und wieder abgeben können.

 

Für die Herstellung von Akkumulatoren werden seltene Rohstoffe und viel Energie benötigt. Insbesondere die Gewinnung der Rohstoffe aber auch die Produktion der Akkumulatoren erfolgt unter sozial- und umweltpolitisch bedenklichen Umständen. Die Entsorgung von Batterien und Akkumulatoren ist ebenfalls nicht ohne Probleme.

 

Akkumulatoren sind als Traktionsbatterie für die Elektromobilität von sehr großer Bedeutung.

 

Bei der Speicherung von Strom haben Akkumulatoren heute noch eine untergeordnete Bedeutung. Stationäre Anlagen werden als Batteriespeicherwerk bezeichnet.

 

Abbildung 11: Batteriespeicherkraftwerk in Braderup

In Braderup befindet sich ein Batteriespeicherwerk in unserer Region. In der Liste der Batteriespeicherwerke sind weitere wichtige Anlagen in Deutschland aufgeführt.

 

Mit einer zunehmenden Anzahl von an Ladesäulen stehenden batteriebetriebenen Elektrofahrzeugen können die Traktionsbatterien von intelligente Stromnetzen auch entladen werden, um Stromspitzen abzudecken.

 

Fahrzeugbatterien werden getauscht, wenn sie nicht mehr eine ausreichende Leistung für den Fahrbetrieb bringen. Die Batterie ist dann noch nicht defekt und kann für den Aufbau von stationären Speichereinheiten in Haushalten oder in einem Batteriespeicherwerk verwendet werden.

 

Durch die Nutzung der in Fahrzeuge eingebauten Batterien und der in Speichern zusammenfassten Tauschbatterien kann ein beträchtliches Speichervolumen für elektrische Energie geschaffen werden.

 

4.5    Mobilität – nicht nur mit Elektrofahrzeugen

Einen wesentlichen Beitrag zur CO2 Vermeidung im Verkehrssektor leistet auch unserer persönliches Mobilitätsverhalten: Mehr zu Fuß gehen, Fahrrad fahren, Mitfahrgemeinschaften bilden, mit Richtgeschwindigkeit auf der Autobahn dahingleiten statt zu rasen, den Öffentlichen Personennahverkehr nutzen, mit der Bahn fahren, Flugreisen vermeiden,…Knurrt Ihr innerer Schweinehund bereits ? Die Energiewende ist eng mit der Verkehrswende verbunden.

 

Vorhandene Fahrzeuge müssen nicht unsinnig vor dem Ablauf ihrer technischen Nutzungsdauer verschrottet werden und können weiter genutzt werden, wenn

  • Fossilen Treibstoffen synthetische grüne Treibstoffe (eFuel) beigemischt werden,
  • Fossile Treibstoffe durch synthetische Treibstoffe ersetzt werden  und
  • Wenn Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren für den Gasantrieb direkt mit Wasserstoff oder methanisierten Wasserstoff – das heißt wie mit Erdgas – betrieben werden.

Auch diese Maßnahmen tragen schon jetzt zu einer Reduktion der CO2 Emission im Verkehrssektor bei.

 

Elektrofahrzeuge sind nur dann CO2-emissionsfrei, wenn die Energie für die Fahrzeuge mit regenerativen Energien erzeugt wird.

 

Wird die benötigte Energie in Form von Strom für  batterie-elektrische Fahrzeuge und Wasserstoff für Brennstoffzellenfahrzeuge mit fossilen Energieträgern hergestellt, sind diese Fahrzeuge nur lokal – dort wo sie fahren- CO2-emissionsfrei.

 

Für die Erzeugung der benötigten Energie mit fossilen Brennstoffen wird mehr COfreigesetzt als bei der direkten Nutzung der fossilen Energie in einem vergleichbaren Fahrzeug mit einem Dieselmotor oder einem Ottomotor für Benzin- oder Gas, weil bei der Wandlung der Energie in Strom bzw. Wasserstoff und der Speicherung der Energie Verluste auftreten

 

Bei einem reinen Batterieelektrofahrzeug speichert der Akkumulator als Traktionsbatterie die zum Fahren benötigte Energie. Akkumulatoren sind ein wesentliches Bauteil in allen elektrisch angetriebenen Fahrzeugen, um Spitzenlasten abzudecken und um elektrische Energie beim Bremsen (Rekuperation) zurück zu gewinnen.

 

Abbildung 12: Streetscooter der Deutschen Post AG

Der Streetscooter wird von einer Tochtergesellschaft der Deutschen Post hergestellt, nachdem kein europäischer Automobilhersteller die Bedarfe der Post bedienen konnte.

 

Ein Hybridfahrzeug ist nach EU-Definition ein Fahrzeug, in dem mindestens zwei Energieumwandler und zwei im Fahrzeug eingebaute Energiespeichersysteme vorhanden sind, um das Fahrzeug anzutreiben. [ Richtlinie 2007/46/EG (PDF), S. 5 Absatz 3 Punkt 14]

 

Abbildung 13: Toyota Prius, Nachfolgemodell des ersten serienmäßigen Hybridfahrzeugs

Abbildung 14: BMW i3, Elektrofahrzeug mit Benzin betriebenen Range Extender

Bei einem Brennstoffzellenfahrzeug liefert die Brennstoffzelle die für den Betrieb erforderliche Grundlast an elektrischer Energie. Die Traktionsbatterie ist wesentlich kleiner als bei einem reinen batteriebetriebenen Elektrofahrzeug und dient dazu, Spitzenlasten abzudecken und die Energie beim Bremsen zurück zu gewinnen.

 

 

Abbildung 15: Toyota Mirai, das weltweit erste in Großserie produzierte Brennstoffzellen Auto

 

Elektrofahrzeuge müssen aufgeladen oder betankt werden. Dafür ist Infrastruktur erforderlich:

 

Infrastruktur für batterieelektrische Fahrzeuge:

 

Infrastruktur für Brennstoffzellenfahrzeuge:

 

Weitere Informationen finden Sie hier:

Was ist E-Mobilität: eine Übersicht

 

4.5.1    Wasserstofffahrzeuge – Übersicht

 

Übersicht über Brennstoffzellenfahrzeuge

 

Wasserstoffantriebe für Fahrzeuge

4.5.2    Strassenfahrzeuge für die Energiewende

Das Elektromobilitätsgesetz EmoG definiert Elektrofahrzeuge – für den Straßenverkehr – so:

 

„Im Sinne dieses Gesetzes sind (1) ein elektrisch betriebenes Fahrzeug:

  • ein reines Batterieelektrofahrzeug,
  • ein von außen aufladbares Hybridelektrofahrzeug
  • oder ein Brennstoffzellenfahrzeug“

 

Hier finden Sie weitere Informationen:

Allgemeine Übersicht über Elektrofahrzeuge

4.5.2.1    PKW

Übersicht über Elektroautos

4.5.2.2    Busse

Übersicht über Elektrobusse

Übersicht über Brennstoffzellenbusse

 

Verweise auf Projekte:

Wasserstoffbusse in der Region Köln: Nachhaltig mobil

Elektro- und Wasserstoffbusse in Hamburg

4.5.2.3    LKW

Übersicht über Elektro-Lastkraftwagen

 

Projekte

Bericht über aktuelle Fahrzeugentwicklungen

 

Abbildung 16: Nicola One: ein Schwerlast LKW mit Wasserstoffantrieb mit großer Reichweite

Bericht über Entwicklungen der Firma Nicola Motors

4.5.2.4    Sonderfahrzeuge

Übersicht über

  • Landwirtschaftliche Nutzfahrzeuge
  • Flurförderfahrzeuge
  • Militärfahrzeuge
  • ..

4.5.2.5    Kleinfahrzeuge (Pedelecs, Roller, Motorräder)

Übersicht über

 

4.5.3    Schienenverkehr

Auf nicht elektrifizierten Strecken wurde die Traktion mit Dampflokomotiven durch die Traktion mit Diesellokomotiven und Dieseltriebwagen abgelöst. In der Bundesrepublik Deutschland fuhren ab 1976 keine Dampfloks mehr, in der DDR war der Betrieb mit Dampflokomotiven 1988 auf dem normalspurigen Bahnnetz vorbei.

 

Die Dieseltraktion wird heute absehbar durch elektrische Fahrzeuge abgelöst, die die Energie zum Fahren aus Traktionsbatterien oder Brennstoffzellen beziehen.

 

4.5.3.1    Triebwagen und Lokomotiven

Elektrisch mit Traktionsbatterien angetriebene Schienenfahrzeuge für nicht elektrifizierte Strecken sind keine neue Erfindung.

 

Bereits 1907 wurden die Wittfeld Triebwagen der Baureihe ETA 178 von der Preußischen Staatsbahn beschafft. Die Fahrzeuge waren bis 1962 bei Deutschen Bundesbahn erfolgreich im Einsatz.

 

Nach 1945 waren sowohl bei der Deutschen Bundesbahn in der BRD als auch der Reichsbahn in der DDR eine Vielzahl von Akkumulator-Triebwagen im Betrieb. Nach der Wiedervereinigung und der Gründung der Deutschen Bahn AG waren ab dem 01.01.1994 noch Triebwagen der BR 515 im Einsatz.

 

 

Abbildung 17: Akku-Triebwagen der BR 176 [Wikipedia]

Ein besonders formschönes Fahrzeug der Bundesbahn war die „Limburger Zigarre“, die BR 176.

 

Der Triebwagen der BR 515 wurde von den Fahrgästen wegen des Fahrkomforts liebevoll Steckdosen-IC genannt. Fahrzeuge dieser Baureihe waren von 1954 bis 1996 im Einsatz.

 

Abbildung 18: Akku-Triebwagen der BR 515 in Karst [Wikipedia]

In Norddeutschland sind Triebwagen der BR 515 insbesondere auf der Strecke Kiel – Rendsburg – Husum im Einsatz gewesen.

 

Akkutriebwagen der Deutschen Bundesbahn in der BRD

Akkutriebwagen der Deutschen Reichsbahn in der DDR

Akkutriebwagen der Deutschen Bahn AG

 

Abbildung 19: iLint mit Wasserstoffantrieb [ALSTOM]

Der erste mit Wasserstoff betriebene Zug ist ein modifiziertes Fahrzeug der Baureihe 648 der Firma Alstom (i LINT 41). Das Fahrzeug ist ein reines Brennstoffzellenfahrzeug und fährt zuverlässig im regulären Betrieb in Niedersachsen.

 

Der von Siemens entwickelte Triebwagen Mireo + ist ein Hybridfahrzeug. Es kann rein elektrisch auf elektrifizierten Strecken fahren. Auf nicht elektrifizierten Strecken kann der Zug je nach geforderter Reichweite und Anforderungsprofil mit Traktionsbatterien oder mit Brennstoffzellen fahren. Das Fahrzeug befindet sich Stand 2019 in der Zulassungs- und Erprobungsphase.

 

Weitere Informationen finden Sie hier:

Hydrail: Schienenfahrzeuge mit Wasserstoffantrieb

Siemens Förderzusage für die Entwicklung von Brennstoffzellenantrieben für Züge

Aus dem Labor auf die Schiene Wasserstoffzüge mit LOHC-Technologie

Hydrail 2019 19-22 June 2019 Hamburg, Germany International Hydrail Conference

4.5.3.2    Straßenbahnen

In China wird die Straßenbahn als preiswerte und leistungsfähige Lösung für Öffentlichen Personen Nahverkehr wieder belebt. Die erste Straßenbahn mit Wasserstoffantrieb für nicht elektrifizierte Strecken fährt in China.

 

Abbildung 20: Straßenbahn mit Wasserstoffantrieb des Herstellers Qingdao Sifang

Projekte

Erste Straßenbahn mit Wasserstoff in Betrieb genommen

Strassenbahn mit Wasserstoffantrieb und Neuaufbau des Straßenbahnnetzes in China

 

4.5.4    Schifffahrt

Die Emissionen von CO2 und Schadstoffen durch die Schifffahrt sind erheblich und betragen 3% des weltweiten Ausstoßes. Eine Reduktion der Schadstoff- und der CO2-Emissionen kann durch folgende Techniken wirksam reduziert werden:

  • Maßvolle Reduzierung der Geschwindigkeit
  • Umstellung der Treibstoffe von Schweröl auf Diesel und Erdgas
  • Ersetzung der fossilen Treibstoffe durch grüne synthetische Kraftstoffe
  • Einsatz von Dual Fuel Motoren für Antrieb und Energieversorgung
  • Einsatz von Brennstoffzellen für Antrieb und Energieversorgung
  • Nutzung moderner Segelantriebe

 

Weitere Informationen finden Sie hier:

Warum das Schiff der Zukunft elektrisch fährt

4.5.4.1    Binnenschifffahrt

Projekte:

Binnenfrachter sollen mit Wasserstoff fahren

LOHC-Technik soll Binnenschiffe in Europa sauber machen

Schifffahrt – Mehr Strom auf dem Wasser – Wirtschaft

Schubschiff Elektra mit Wasserstoffantrieb für den Liniendienst Hamburg – Berlin

Elektromobilität für Schubboote

Wasserstoff als Zukunftsmodell für die (Binnen-) Schifffahrt

4.5.4.2    Seeschifffahrt

Projekte:

Die weltweit erste hochseefähige Wasserstoff-Fähre mit Brennstoffzelle

Luxus-Kreuzfahrtschiff der Werft Abeking und Rasmussen mit Wasserstoffantrieb

 

4.5.4.3    Nutzung moderner Segelantriebe

Auf See weht es häufig, der Wind liefert die Antriebsenergie für den Antrieb direkt.

 

Die Zeit ist überreif für die Nutzung von modernen Windantrieben in der Handelsschifffahrt. Besondere Potentiale ergeben sich für Schiffe mit einer Dienstgeschwindigkeit zwischen 10 und 17 Knoten. Dies sind in der Regel Massengutschiffe für feste und flüssige Ladung bei denen die Einhaltung eines exakten Fahrplanes nicht die höchste Priorität hat.

 

Moderne Großsegler werden heute mit elektrischen Antrieben projektiert, die von Brennstoffzellen gespeist werden. Diese sind so ausgelegt, dass das Schiff auch bei Sturm in jeder Situation sicher fahren kann. Der Propeller arbeitet bei flotter Segelfahrt als Turbine und treibt einen Wellengenerator an und sorgt so für den Bordstrom und aufgeladene Traktionsbatterien. Der Segelantrieb ist einem hohen Maße automatisiert, um die Bedienung zu vereinfachen und um jederzeit die Sicherheit des Schiffes zu gewähren.

 

Das herkömmliche Schrat- und Rahsegel wandelt sich bei modernen Schiffen in einen Flügel in unterschiedlichen Ausführungsformen wie zum Beispiel Festflügel, Flügelmast mit Segel, Profilstag mit Segel, oder in einen Lenkdrachen: Wissenschaftlich ist das lange Stand der Technik, bei vielen Erfindungen besteht kein Patenschutz mehr.

 

Nachfolgend je ein paar Beispiele für moderne Segelschiffe:

 

Die Maltese Falcon ist ein moderner Rahsegler mit dem sogenannten Dyna- Rigg

 

Beispiele für Frachtseglerprojekte mit Dyna-Rigg:

 

Frachtseglerprojekt in Holland

 

Frachtseglerprojekt aus Deutschland

 

Frachtsegler Quadriga – ein innovativer Autotransporter

 

Moderne „Schoner“ sind häufig auch als Stagsegelschoner ausgeführt. Ein Stagsegel kann einfach verkleinert bzw. ganz eingeholt werden. Es wird das Prinzip einer Rollfock verwendet. Beispiele für Stagsegelschoner:

 

Das Greenpeace-Flaggschiff Rainbow Warrior III

 

Das Kreuzfahrtschiff Club Med 2

 

Neoline – ein innovativer Autotransporter für Renault mit Doppelmasten

 

In den 70iger Jahren sind in Hamburg Frachtsegel mit einem modernen Gaffelrigg (Indosail Rigg) für die Küstenschifffahrt in Indonesien entwickelt worden (Indosail-Projekt). Der 1994 gebaute Prototyp Maruta Jaja ist bis heute erfolgreich im Einsatz.

 

Eine andere Rigg-Alternative für einen Schoner sind Flügelmasten. Die riesige Luxussegelyacht Projekt A für einen russischen Oligarchen ist ein Beispiel für einen modernen Gaffelschoner mit einem unverstagten Flügelrigg.

 

Der Flettnerrotor hat aus Sicht der Schiffssicherheit eine sehr interessante Eigenschaften. Einfach gesagt: Bei einer starken Böe bleibt die Auftriebskraft des Rotors konstant und damit bleibt die Krängung durch den Segelantrieb gleich.

 

Die Fima Enercon hat den Flettnerrotor weiterentwickelt und das moderne  Flettnerrotorschiff E Ship 1 gebaut. Das Schiff ist in Betrieb und erzielt Einsparungen im Vergleich zu herkömmlichen Frachtschiffen.

 

Ein Zusatzantrieb für herkömmliche Frachtschiffe ist ein Zugdrachenantrieb mit einem ferngesteuerten Lenkdrachen. Dieses System wurde von der Firma Skysails entwickelt und erprobt. Dabei wurden Kraftstoffeinsparungen von bis zu 20 % realisiert. Die Firma ist mittlerweile insolvent. Der Beitrag des Deutschlandfunks hinterfragt, was aus der guten Idee geworden ist

 

Der Zusatzantrieb mit Lenkdrachen wird heute von der Tochterfirma Airseas von dem Luftfahrtunternehmen Airbus weiterentwickelt und auf Schiffen des Airbus-Konzerns eingesetzt.

 

 

4.5.5    Luftfahrt

Eine Übersicht über mit Wasserstoff angetriebene Luftfahrzeuge finden Sie hier:

Wasserstoffflugzeug – Wikipedia

 

4.6    Wärme und Heizung

In dem Sektor Wärme und Heizung kann sehr viel Energie durch die Dämmung und die Isolation von Gebäuden eingespart werden. Das Passivhaus ist heute bereits Realität.

 

Für die Heizung und Klimatisierung von Gebäuden ist die Nutzung von Fernwärme aus Prozessen in anderen Sektoren eine sehr gute Lösung.

 

Die Wärme der Sonnenenergie kann mit Kollektoren direkt gesammelt und in den Heizungskreislauf eingespeist werden. Die Wärme aus der Sonnenenergie kann auch für die Kühlung von Gebäuden genutzt werden: das hört sich komisch an, funktioniert aber.

 

Wenn dies nicht möglich, ermöglichen folgende Techniken eine hohe Energieeffizienz der eingesetzten Energie:

  • Gasheizungen mit so genannten Brennwertkesseln,
  • Blockheizkraftwerke zur gleichzeitigen Erzeugung von Energie und Wärme,
  • Wärmepumpenheizungen, die der Umgebung (Aus der Luft, dem Grundwasser oder dem Erdreich) Wärmeenergie entnehmen und auf ein nutzbares Temperaturniveau anheben, um damit Gebäude zu heizen.

 

Weitere Informationen finden Sie hier:

Blockheizkraftwerk – Wikipedia

Fernwärme – Wikipedia

Wärmepumpenheizung – Wikipedia

Brennwertkessel – Wikipedia

Solare Klimatisierung

Bundesverband Wärmepumpe e.V.

 

4.7    Energieversorgung und Energieerzeugung

 

Die Entwicklung des Stromverbrauches in Deutschland von 1990 bis 2017 zeigt die Grafik des Bundesumweltamtes.

 

Abbildung 21: Entwicklung des Stromverbrauches in Deutschland

Hier leider noch unscharf, aber ein lösbares Problem

 

2017 wurden 520 TWh elektrische Energie verbraucht. Über 30 % dieses Energiebedarfes wurden bereits mit erneuerbaren Energien produziert.

 

Bereich Elektrische Energieverbrauch
Verkehr   12 TWh
Handel, Gewerbe, Dienstleistung 147 TWh
Industrie 232 TWh
Haushalte 129 TWh
Summe 520 TWh

 

Die Tabelle zeigt, wie sich der Energiebedarf 2017 auf die Sektoren verteilt. Weitere wertvolle Informationen zu Energiebedarfen sind in dem Beitrag von Wikipedia zusammengestellt.

 

Elektrischer Strom wird bis heute überwiegend in Großkraftwerken produziert. Als Brennstoffe dienen in diesen Kraftwerken neben Kernenergie die fossilen Energieträger Stein- und Braunkohle sowie Erdgas. Kernkraftwerke erzeugen zwar CO2 freien Strom; der Betrieb und die Lagerung der abgebrannten radioaktiven Brennstäbe sind jedoch mit erheblichen Risiken für die Umwelt verbunden, die von der Gesellschaft in keiner Weise mehr akzeptiert werden.

 

Die mit fossilen Brennstoffen betriebenen Großkraftwerke emittieren große Mengen CO2. und können sich schlecht der Nachfrage anpassen. Sie werden daher auch als Grundlastkraftwerke bezeichnet, die kontinuierliche eine bestimmte Menge Strom erzeugen.

 

Eine wesentliche Bedeutung bei der Stromversorgung haben zukünftig intelligente Stromnetze, die Schwankungen zwischen den Bedarfen und den Angeboten an Energie ausgleichen.

 

Elektrischer Strom wird heute zunehmend dezentral von erneuerbaren Energien produziert. Nicht benötigter Strom wird in grünen Wasserstoff umgewandelt und gespeichert.

 

Bei Bedarf wird aus dem grünen Wasserstoff wieder Strom erzeugt.

 

Grüner Wasserstoff wird mit dem höchsten Wirkungsgrad in Brennstoffzellen wieder in elektrischen Strom umgewandelt.

Abbildung 22: Aufbau einer PEM Brennstoffzelle [Quelle Wikipedia]

Eine Brennstoffzelle produziert aus Wasserstoff und Sauerstoff, der über die Umgebungsluft zugeführt wird, elektrischen Strom und Wärme. Es gibt Brennstoffzellen, die aus anderen Gasen wie Erdgas oder aus Flüssigkeiten wie Methanol direkt elektrische Energie erzeugen können.

 

Brennstoffzellen haben einen sehr hohen Wirkungsgrad von zum Teil über 60 %. Die Prozesswärme der Stromerzeugung kann für die Heizung genutzt werden.

 

Zum Vergleich: Hoch entwickelte PKW-Dieselmotoren erreichen einen Wirkungsgrad von 43 %, große Zweitaktdieselmotoren für Schiffe und Kraftwerke erreichen maximal einen Wirkungsgrad von 55%, Fahrzeug-Ottomotoren (Benzin und Gas) erreichen einen Wirkungsgrad von 40%. (Quelle Wikipedia)

 

Wasserstoff und Biomethan kann aber auch in Spitzenlast-Kraftwerken mit Gasturbinen zur elektrischen Energieerzeugung eingesetzt werden. In einem kombinierten Gas-Dampfkraftwerk (GuD-Kraftwerk) erhitzen die heissen Abgase der Gasturbine den Dampferzeuger. Der Hochdruckdampf wird in einer Dampfturbine in elektrischen Strom umgewandelt. Der Wirkungsgrad eines GuD-Kraftwerkes liegt bei 63%. (Quelle Wikipedia)

 

Ebenso kann Wasserstoff und Biomethan in Duel-Fuel- Großmotoren für die Energieerzeugung auf Schiffen und in Kraftwerken genutzt werden.

 

Mit einem Solarwärmekraftwerk wird die Wärme der Sonnenenergie direkt genutzt, um einem Dampferzeuger zu erhitzen. Der Hochdruckdampf wird in einer Dampfturbine in elektrischen Strom umgewandelt.

 

Weitere Informationen finden Sie hier:

Reversible Brennstoffzellen können wahlweise Strom oder Wasserstoff produzieren

Einsatz der Brennstoffzelle in einem Blockheizkraftwerk.

Gasturbinenkraftwerk

Gas-Dampf-Kombikraftwerk

Solarthermie: Wärmeversorgung mit Sonnenenergie

Solarwärmekraftwerk

Das Projekt Desertec: Manche Dinge brauchen sehr viel Zeit, heute ein immer noch sehr interessantes Projekt. Ein geringer Flächenanteil der nordafrikanischen Wüste reicht aus, um mehr Energie mit Solarenergie zu erzeugen, als die gesamte Erdbevölkerung braucht.

 

4.8    Industrielle Nutzung von Wasserstoff

 

Abbildung 23: Nutzung von Wasserstoff in der chemischen Industrie

Wasserstoff wird in sehr großen Mengen von der chemischen Industrie verbraucht. Die Grafik gibt eine Übersicht welche Kraft- und Schmierstoffe sowie welche chemischen Produkte mit Wasserstoff hergestellt werden.

 

Synthetische Kraftstoffe, die mit grünem Wasserstoff hergestellt werden, senken die Co2 Emissionen im Sektor Mobilität und Energieerzeugung. Synthetische Kraftstoffe ermöglichen die weitere Nutzung der vorhandenen Infrastruktur für Transport und Verteilung der Kraftstoffe sowie die weitere Nutzung eines Großteils der vorhandenen Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren.

 

Eine besondere Bedeutung hat die Produktion von Ammoniak, bei der heute 1,3 % des gesamten Energiebedarfes verbraucht wird. Ammoniak wird zu 80 % als Grundstoff für die Herstellung von Düngern benötigt. Dünger sind für die Versorgung der Weltbevölkerung mit Lebensmitteln überlebenswichtig.

 

Für den Transport von Wasserstoff gibt es umfangreiches Pipelinenetz in den Chemie-Industrieregionen in Nordrhein-Westfahlen und in der Region Bitterfeld-Wolfen in Sachsen-Anhalt

 

Weitere Informationen finden Sie hier:

Power-to-Chemicals – Wikipedia

Haber-Bosch-Verfahren – Wikipedia: Ammoniak-Produktion für die Düngerproduktion

Wasserstoffrohrleitung – Wikipedia

 

4.8.1    Projekte

Kerosin Produktion mit grünem Wasserstoff in der Raffinerie Heide für den Hamburger Flughafen.

 

5      Wichtige Institutionen, die die Energiewende und die Wasserstoffwirtschaft fördern

Internationale und europäische Institutionen:

 

Hydrogen counzil

 

International Association for Hydrogen Energy: veröffentlicht monatlich die Zeitschrift International Journal of Hydrogen Energy

 

Deutsche Institutionen:

 

NOW GmbH Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie: koordiniert und steuert das Nationale Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NIP) der Bundesregierung und die Förderrichtlinien Elektromobilität sowie Ladeinfrastruktur (LIS) des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI).

 

Deutscher Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Verband: Dachverband der deutschen Wasserstoff- und Brennstoffzellenindustrie.

 

 

Institutionen in der Region:

 

Watt 2.0

 

LEE.SH Landesverband Erneuerbare Energien Schleswig Holstein

 

 

 

 

regenerative saubere Natronlaugen Heizung

Natronlaugen Heizung – Solar kraft aus dem Sommer im Winter zum Heizen verwenden

Die Natriumlaugen Heizung wird hier erklärt

Im Haushalt wird Natronlauge außerdem als Abfluss Reiniger in der Industrie zur Zeltstoff Gewinnung genutzt und in der Schweiz will man damit neue weichen in der Energie-wende stellen.

In jeder Heizperiode wird es wieder deutlich.

Die Energie-wende steht erst am Anfang.

Benjamin Fühle und Robert Weber

Das Gerät passt auf den Platz des alten Öltanklagers

 

 

 

 

 

Noch werden in der Schweiz rund 70 Prozent aller Privatwohnungen mit fossilen Brennstoffen beheizt, denn gerade wenn es um das heizen geht, gibt es mit erneuerbaren Energien gewisse Probleme. Im Winter ist Solarenergie nicht ausreichend verfügbar. Ja bei uns im Norden haben wir im Winter sehr viel Wind, müssen aber besser werden im Speichern der Energie.
Überkapazitäten aus dem Sommer lassen sich bisher nicht richtig speichern?
Lösung dieses Problems auf der spur sind.   Hier zum Artikel von der Online Zeitung Ingenieur.de

Es funktioniert

Ihre zutaten sind verblüffend schlicht, Natronlauge und Wasser. Bringt man konzentrierte Natronlauge, in Kontakt mit Wasser, kommt es zu einer Reaktion, bei der Energie frei wird, in form von Wärme. Bis fast 50 grad steigt die Temperatur der Lösung an. Es kann zum heizen für moderne Heizungen mit Temperaturen von 40 grad verwendet werden.

Damit lassen sich problemlos Moderne niedrig Temperatur Heizungen wie Boden

cropped-unnamed-1oder Wandheizungen betreiben.

Durch eine Umkehrung des Prozesses lässt sich die Lauge wieder konzentrieren und beliebig oft als Wärmespeicher wieder verwenden. So entsteht ein echter Kreislauf. Die Energie um das Wasser verdampfen zu lassen gewinnen die Forscher zum Beispiel aus einer herkömmlichen Erdsonde. Die Energie für die rück Konzentration kommt von der Sonne. So weit genug sonnen Energie vorhanden ist, kann die Natronlauge auf Vorrat wieder konzentriert werden.
Ein geschlossenes System das fast nur Sonne/Windkraft braucht.

 

Wasserstoffspeicherung mit LOHC: sicher und kompakt

Hier ein Artikel des Bundes Ministerium für Bildung und Forschung   Dank erneuerbarer Energien steht uns manchmal überschüssige Energie zur Verfügung. Eine Möglichkeit, Energie zu speichern, ist ihre Umwandlung in Wasserstoff. Wasserstoff ist allerdings sehr leicht brennbar und im Gemisch mit Luft explosiv. Die Firma Hydrogenious Technologies speichert Wasserstoff im nicht brennbaren, flüssigen, organischen Trägermaterial LOHC. Die Box des Exponats besteht aus einer Drehplatte mit einer kleinen Wand in der Mitte, die beiden Möglichkeiten zur Wasserstoffspeicherung werden dargestellt, im Hintergrund ist ein Video eines Experiments zu sehen. Im Trägermaterial kann der Wasserstoff sicher gespeichert werden. Sehr schwer entflammbar weiterlesen

Fossile Energie-LNG Terminal für Brunsbüttel

LNG-Terminal in Brunsbüttel nur für USA Gas

——-Fracking Nein Danke auch nicht anderswo——

Hier der NDR S-H Magazin Bericht zum Thema

Gas Tanker nach Brunsbüttel?

Das sind ja große Schiffe?

Der Autor findet, daß es sich um eine alte fossile Energieform, handelt.

Die LNG Brücken-Technologie, kann durch wesentlich bessere Techniken z.b. LOHG-H2 die unsere Windenergie einbaut. Für Schiffe sowie weitere Zukunfts -Mobilität besser nutzen kann.

http://ees-ev.de/erste-wasserstoff-windturbine-fuer-gruenen-kraftstoff-in-den-niederlanden
LOHC geeignete alternative zum Fossile Treibstoff

Wie funktioniert LOHC

Alles über LOHC 

Auto mit LOHC Kraftstoff (E-Mobilität)

Fahren mit grünen H2 LOHC

Wasserstoffzüge mit LOHC Technik haben große Vorteile

 Was ist LOHC? Ein Trickfilm

Es bleibt zu erklären, ob Brunsbüttel das schmutzige Fracking Gas aus Nordamerika haben will, obwohl es ein Überangebot auf dem Gasmarkt durch Gas Pipeline-Technik in Europa, gibt.

LOHC ist Zukunft 

 

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Offener Brief vom -Deutschen Wasserstoff-und Brennstoffzellen Verband- an die Bundesregierung

Den folgenden Offenen Brief des DWV an die Bundesregierung möchten wir Ihnen gerne zur Kenntnis geben.

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin Merkel, sehr geehrter Herr Minister Altmaier, sehr geehrter Herr Minister Scheuer, sehr geehrte Frau Ministerin Schulze, sehr geehrte Mitglieder der Kommission „Wachstum, Strukturwandel und Regionalentwicklung“,

Wasserstofftechnologien sind der Erfolgsschlüssel der Energie-wende, da sind sich die meisten Experten einig. Nur mit dem Energieträger Wasserstoff wird eine versorgungssichere, nachhaltige und wirtschaftliche Energiewende in allen Sektoren möglich sein. weiterlesen

Windpark Ellhöft schließt ersten direkten Strom Liefer Vertrag für Privatkunden ab

Artikel erschien am  Freitag, September 7, 2018 im
Windkraft-Journal    und   Greenpeace Energie   &   Handesblatt
Windenergie und Erneuerbaren Energien Nachrichten

Greenpeace Energy und Windpark Ellhöft schließen ersten direkten Stromliefervertrag für Privatkunden ab

(WK-intern) – Den deutschlandweit ersten Vertrag zur direkten Belieferung von Privatkunden mit Strom aus Windkraftanlagen, die aus der EEG-Förderung fallen, hat Greenpeace Energy gestern mit einem Bürgerwindpark abgeschlossen.

Das so genannte „Power Purchase Agreement“ (PPA) ermöglicht den wirtschaftlichen Weiterbetrieb des Windparks Ellhöft in Schleswig-Holstein auch nach dem Auslaufen der EEG-Förderung zum Ende des Jahres 2020. So können die Windturbinen noch auf Jahre sauberen Strom für die Energiewende produzieren.

Für interessierte Windparkbetreiber hat Greenpeace Energy die Möglichkeit einer Online-Registrierung eingerichtet.

Erste Wasserstoff-Windturbine für grünen Kraftstoff in den Niederlanden

Erste Wasserstoff-Wind... wird angezeigt

Ich halte die Wasserstoff-Windturbine, auch als Offshore Projekt, für außerordentlich Interessant.

Die weltweit erste Wasserstoff-Windenergieanlage soll Anfang 2019 im Wieringermeer Realität werden. Dies ist das Ziel einer Partnerschaft zwischen dem Initiator und nachhaltigen Wasserstofflieferanten HYGRO, dem Windkraftanlagenhersteller Lagerwey und dem Forschungsinstitut ECN. Die Windturbine wird Wasserstoff für das Duwaal-Projekt produzieren, die Initiative eines Wind-Konsortiums in der Region Nordholland, das von HYGRO geleitet wird. Ziel des Konsortiums ist es, die Kette der nachhaltigen Wasserstoffproduktion, die Verteilung an mindestens 5 Wasserstofftankstellen und 100 Wasserstoff-Lkw gleichzeitig umzusetzen.

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Erster Wasserstoffzug erhält Zulassung

Aus der Pressemitteilung des Eisenbahn-Bundesamt (EBA)

Coradia iLint / Alstom

Pressemitteilung (EBA) 04 / 2018 vom: 11.07.2018, Thema: Fahrzeuge

Erster Wasserstoff Zug erhält Zulassung
Das Eisenbahn-Bundesamt (EBA) hat dem „Coradia iLint“ von Alstom die Zulassung für den Fahrgast Betrieb auf dem deutschen Schienennetz erteilt.

EBA-Präsident Gerald Hörster überreichte dem Unternehmen die Inbetriebnahme Genehmigung am Mittwoch in Berlin im Beisein von Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur.

Es handelt sich um den weltweit ersten Personenzug, der mit einer Wasserstoff-Brennstoffzelle angetrieben wird. Dadurch können die Fahrzeuge auch auf nicht elektrifizierten Strecken im Regional Verkehr Emissions  frei eingesetzt werden. coradia iLint H2 Zug weiterlesen

Neue H2 Fähre mit Erneuerbarer Energie

Wasserstoff zur See

Die Glasgower Werft Ferguson Marine Engineering Limited wird als Koordinator die Umrüstung einer Hochsee-fähigen Auto-und Personen-Fähre auf Wasserstoff und
Brennstoffzelle leiten. Der Aufwand wird etwa 12, 6 M €
betragen ; 3, 9 M € davon kommen aus dem Programm Horizon 2020 der EU. Der Wasserstoff soll mittels Elektrolyse auf grünem Strom gewonnen werden.
Die Fähre wird zwischen den verschiedenen Inseln des Orkney-Archipels verkehren-ein nicht gerade einfaches Gewässer. Sie fügt sich damit hervorragend in die dortigen Bemühungen ein, Wasserstoff in Verbindung mit erneuerbaren Energien einzusetzen (siehe die Meldung
, Der größte Hit der Orkney-Inseln“in dieser Nummer unter.. Stationäre Anwendungen“).

(Mcphy-pressemitteilung vom 18. Juni 2018)

FREIE FAHRT FÜR DIE ENERGIEWENDE

STAATSSEKRETÄRIN REICHE ERÖFFNET WASSERSTOFF-GROSSANLAGE IN BERLIN-SCHÖNEFEL

  • Über 10 Millionen Euro Gesamtinvestitionsvolumen der Projektpartner TOTAL Deutschland GmbH, Linde AG, McPhy S.A., ENERTRAG AG und 2G Energy AG
  • 5 Millionen Euro an öffentlicher Förderung im gemeinsam mit der Industrie aufgelegten „50-Tankstellen-Programm“ des Bundesverkehrsministeriums
  • Regional erzeugter „grüner“ Wasserstoff als Schlüsseltechnologie der Energiewende

Mein Kommentar: Flensburger Werft kann das auch.? Wir sollten nicht zulassen, das alle neuen Energie,  (UMRÜSTUNG DER SCHIFFE AUF ERNEUERBARE ENERGIE)  an uns vorbei fließen.

Atom Energie ist viel zu teuer und Umweltschädlich

Nichts neues aber aktuell: 

12. Juli 2018

AKW Hinkley Point: EuGH weist Klage Österreichs ab

Greenpeace fordert Regierung auf, in Berufung zu gehen

Begründet hatte der EuGH seine Entscheidung unter anderem mit dem Vertrag von Euratom. Dieser besagt, dass die Förderung von Atomenergie in der EU zu erleichtern ist (Artikel 2(c) des Euratom Vertrags). Doch dieser Vertrag stammt aus dem Jahr 1957 und ist längst überholt. Erneuerbare Energie ist nicht nur sicher, sondern auch deutlich günstiger als Atomenergie. Laut einer Studie von Greenpeace Energy würde beispielsweise eine Windstrom-Alternative bei mindestens gleicher Leistung und Versorgungssicherheit rund sieben Milliarden Euro weniger kosten, als die für Hinkley Point C geplanten Subventionen.

WINDSTROM ALS ALTERNATIVE ZU HINKLEY POINT C -Atomenergie-

EIN KOSTENVERGLEICH

Kurzanalyse im Auftrag von Greenpeace Energy eG
Berlin, 6. Januar 2016
Autoren: Marie-Louise Heddrich, Thorsten Lenck, Carlos Perez Linkenheil
HINKLEY POINT C KANN GÜNSTIGER DURCH WINDSTROM ERSETZT WERDEN
Viel günstiger liegen die Kosten für ein kombiniertes System aus Windstrom und Windgas als
die das Kernkraftwerk über eine Dauer von 35 Jahren erhalten soll. Dies ist das Kernergebnis der
vorliegenden Kurzstudie.

Hier der Artikel zum Thema