Bericht vom 2ten öffentlichen Stammtisch: „Regionale Energiespeicher contra Stromtrassen?“

Zu seinem zweiten öffentlichen Stammtisch am 4.März um 19:00 im Restaurant Borgerforeningen hatte der Verein Rasmus Andresen, erster stellvertretender Fraktionsvorsitzender sowie Detlef Matthiessen, Sprecher der Landesarbeitsgemeinschaft Energiepolitik der Grünen, eingeladen. In einer lebhaften Diskussion mit interessierten BürgerInnen wurden viele Kritikpunkte und große Besorgnis im Zusammenhang mit der schleppenden Umsetzung der Energiewende geäußert. Die Diskussion umspannte ein weites Feld von der Politik bis hin zu technischen Details.

Insbesondere die Frage „Regionale Energiespeicherung contra zusätzliche Stromtrassen?“ wurde jedoch immer wieder aufgegriffen. In diesem Punkt gehen die Auffassungen des Vereins und der Partei der Grünen laut Detlef Matthiesen jedoch auseinander. Noch ist es leider so, dass der Leitungsbau höchste Priorität hat, obwohl der spektakuläre Zubau an Windkraftanlagen in SH in 2015 und auch in 2016 wesentlich schneller vonstatten geht als neue Leitungen genehmigt und gebaut werden können. Detlef Matthiesen: „Wir sehen die höchste Priorität für den überregionalen Trassenbau, gefolgt vom regionalen Netzausbau und intelligenter Steuerung der Netze. Erst dann folgt das Thema Speicher!“ Der EES-eV sagt dagegen ganz klar, dass wir mit der Förderung von Projekten zur dezentralen Umwandlung, Speicherung und Nutzung erneuerbarer Energie in Form des „grünen“ Wasserstoffs nicht länger warten dürfen! Nur damit können die hohen Kosten des Leitungsausbaus und der Transportverluste vermieden werden! Es gibt zwar ausreichend Fördermittel, aber die Prioritäten stimmen (noch) nicht!

Fazit einer langen, lebhaften und interessanten Veranstaltung: Wir sind im Gespräch – aber noch lange nicht am Ziel. Wir danken unseren Gästen und freuen uns auf weitere konstruktive Diskussionen mit allen Parteien im Land und aus der Region.

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